Car gegen Klobg daheim

Overtime-Niederlage unserer Panthers gegen die Schwäne trotz überragenden Marko Car

Am letzten Sonntag im April stand für unsere orangen Lieblinge das letzte Heimspiel, gleichzeitig auch letztes Spiel dieser Saison, auf dem Spielplan. Gäste bei diesem waren die Schwäne aus Gmunden, für die es ab kommenden Donnerstag im Viertelfinale der Play Offs gegen die Dukes aus Klosterneuburg weitergeht. Die Traunseer nahmen diese Begegnung in St. Stadthalle trotz fehlenden sportlichen Werts nicht locker und so setzte es für unsere Burschen eine 91:95-Niederlage, wohlgemerkt nach Verlängerung.

Zu Beginn dieses Spiels vertraut unser Trainerteam, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und seinem Assistant Coach Adnan Bajramovic, zum wiederholten Male auf Luka Gaspar, Jakob Ernst, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Wesley Gordon. Auf Seiten der Gäste probieren es Head Coach Bernd Wimmer und Assistant Coach Markus Pinezich, einem ehemaligen Panther, mit Aaron Rountree, Enis Murati, Daniel Friedrich, Ex-Panther Toni Blazan und dem ehemaligen UBSC-Graz-Akteur Povilas Gaidys.

Der Start in dieses für unsere Panthers letzten Saisonspiel mißlingt unseren Burschen total. Die Traunseestädter erobern gleich einmal den Ball, fahren sogleich den ersten Angriff, der noch dazu erfolgreich ist. Enis Murati, der schon unzählige Saisonen für seinen Verein des Herzens auf dem Buckel hat, bringt sich jenseits des großen Wurfkreises in Position und versenkt den Ball zur 3:0-Führung seines Teams. Toni Blazan und abermals Enis Murati perfektionieren den wimmerschen Traumstart und stellen auf 7:0, und das nach nicht einmal 100 Sekunden. Doch unsere Panthers können sich gottseidank nun rasch fangen, auch sie scoren nun 7 Punkte am Stück, was im 7:7-Ausgleich resultiert. Danach ist es einmal eine Minute ruhig, kein Korb fällt, ehe Marko Car uns die 9:7-Führung bescheren kann. Nach einigen punktelosen Momenten hat nun Jakob Ernst die Chance, unseren Vorsprung durch 2 Freiwürfe zu verdoppeln, aber leider kann er nur einen davon im Korb unterbringen. In den nächsten Minuten geht es munter weiter, unsere Burschen tun alles, um die Führung zu verteidigen, doch dies gelingt leider nicht auf Dauer dieses ersten Spielabschnitts, in dem auf unserer Seite Paul Radakovics, Stefan Neudecker und Roland Reinelt zum Einsatz kommen. In der vorletzten Minute liegen die Oberösterreicher mit 3 Punkten voran, doch dank Marko Car, der via Sprungwurf 2 Punkte erzielt, können wir mit einem doch sehr knappen 22:23 in die erste Viertelpause gehen. Nach einer kurzen Rast kann es dann auch weitergehen, hoffentlich mit einem besseren Viertelbeginn unserer Jungs.

Das 2. Viertel beginnt sehr zäh. Beiden Teams mißlingen ihre ersten Angriffe, sodaß es über 1 Minute dauert, bis in diesem Spielabschnitt endlich Punkte auf das Tapet gebracht werden. Es ist dies Hannes Ochsenhofer, dem dies gelang, da er von der Ferne trifft, sind 3 Punkte mehr auf unserem Konto. Doch Adrian Mitchell, den wir in Fürstenfeld sehr gut kennen, kann seinem Team fast postwendend den Ausgleich schenken. Marko Car, aber, der ist richtig on fire und bringt uns mit einem Sprungwurf 2 Punkte in Front. Diese Führung können wir dann auch eine Zeitlang behalten, wenn sie auch immer nur ein paar Punkte beträgt, weil die Gäste an uns hängen wie die Kletten, was ja kein Wunder ist, spielen sie doch mit Tilo Klette, der wieder sehr solide spielt. Gegen Mitte des 2. Spielquartals bekommen wir die Partie dann immer besser in den Griff, können vorne ganz schön punkten und hinten dichtmachen. So gelingt es uns, unseren Vorsprung auf 36:29 ausbauen, ehe Alex Wesby diesen unseren Lauf vorerst beendet. Unsere Buam lassen sich davon aber wenig beeindrucken, wehren den Gmundner Sturmlauf am Ende der Spielperiode weitestgehend ab und können immerhin mit einer 43:38-Führung die Halbzeitpause begehen. Nun geht es erst einmal in die Kabinen, wo die Coaches das Sagen haben, ehe es dann frisch und munter weitergeht.

Jakob Ernst scheint die Halbzeitpause besonders gutgetan zu haben, denn er kann unsere Führung gleich auf 7 Punkte ausbauen. Enis Murati hält aber gleich dagegen, ein Sprungwurf von ihm bedeuten 2 Punkte und das 40:45 aus der Sicht seiner Mannschaft. In dieser Tonart geht es nun auch weiter, ein steirischer Korb wird sofort von einem oberösterreichischen abgelöst. Doch 4 Minuten nach Wiederbeginn spitzt sich die Lage doch wieder zu, Povilas Gaidys verkürzt für seine Fünf auf 51:52. Wir können jetzt aber von der Schippe springen, vorerst, und wieder einige Punkte gutmachen und die Fünf aus dem Salzkammergut einigermaßen auf Abstand halten. Obwohl die Swans den Sieg ja nicht unbedingt brauchen, sie wissen ja schon längst, daß sie ins Viertelfinale müssen und dort gegen die Herzöge antreten müssen, geben sie nicht klein bei. So endet dieses 3. Viertel ausgeglichen, mit einem 64:64 geht es in die letzte Viertelpause. Wenn es nach dieser so weitergeht, sehen wir nach 40 Minuten eine Verlängerung.

Das Bild, das sich einem im 3. Viertel  geboten hat, das ändert sich auch zu Beginn des letzten Viertels nicht. Marko Car, der an diesem Tag gefühlte 1 Million Punkte macht, ist schon wieder von Erfolg gekrönt. Per Lay-up bringt er uns 17 Sekunden nach Wiederbeginn mit 66:64 in Führung. Doch diese währt nicht lange, Tilo Klette netzt fast sogleich zum 66:66-Ausgleich ein. Dieser Deutsche versteht eben keinen Spaß, er ist ein Vorbild an Einstellung, auch mit über 40 Jahren gibt der gebürtige Dresdner auf dem Parkett immer noch Vollgas, bei jedem Einsatz. In dieser Tonlage geht es denn auch munter weiter, einem Korb hüben folgt ein Korb drüben. Das Spiel hangelt sich von Ausgleich zu Ausgleich, eine Führung innezuhaben ist momentan Luxus. Doch zur Mitte dieses Spielabschnitts geht ein Ruck durch unsere Mannschaft. Hinten wird vorbildhaft dichtgemacht, vorne können wir fast nach Belieben punkten. So legen wir einen Lauf hin, der im 78:70 in der 36. Minute resultiert. Wer jetzt glaubt, daß diese Partie entschieden ist, der irrt nun, aber das gewaltig. Die Gäste vom Traunsee geben sich nämlich noch nicht geschlagen, sie mobilisieren noch ihre letzten Kräfte, drücken mächtig aufs Tempo, immer näher kommen sie nun unseren Burschen, da hilft ein Dreier von Marko Car knapp mehr als 2 Minuten vor Schluß auch nichts mehr. Die Wimmer-Fünf punktet und punktet und punktet, während bei uns gar nichts mehr geht. 28 Sekunden vor Ende des Spiels, dem vermeintlichen Ende des Spiels, verkürzt Enis Murati auf 79:81 aus der Sicht seines Klubs. Wir nehmen nun eine Auszeit, was uns Zeit zum Beratschlagen und danach den Ball an der Seitenlinie auf der Höhe des großen gegnerischen Wurfkreises bringt. Was bringt das aber alles, wenn man prompt den Ball verliert, nach einem mißglückten Wurf des Gegners zwar den Rebound holst, den Ball aber trotzdem verlierst und 3 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende den Ausgleich hinnehmen mußt, du aber danach nicht mehr punkten kannst? Dies alles bringt dir eine Verlängerung.

Der Beginn dieser Verlängerung gelingt uns nicht nach Wunsch. Zuerst scheitert Marko Car mit einem Fernwurf und danach bringt Matthias Linortner die Gäste mit 83:81 in Führung. Diese wechselt nach einem lupenreinen Dreipunkter von Hannes Ochsenhofer, der an diesem Spieltag ansonsten nicht gerade vom Glück verfolgt ist. Aaron Rountree aber, der bleibt nun cool wie ein Eisblock, trifft per Sprungwurf und schon ist unsere Führung wieder dahin. Unser nächster Angriff bringt uns leider keine Punkte, wohl aber der der Gmundner. So bleiben sie auch weiterhin in Front, können diese sogar auf 5 Punkte ausbauen. Marko Car kann uns eine gute Minute vor Ende der Verlängerung auf 3 Punkte heranbringen, doch im Gegenzug verwertet Enis Murati einen Dreipunkter. Dies gelingt nun auch Marko Car, doch es ist zu spät. Die Gmundener bekommen dann noch 2 Freiwürfe zugesprochen, die Enis Murati ausführen darf. Er ist zwar nur 1mal, was für seine Mannschaft nicht viel ausmacht, da wir danach nicht mehr scoren können. So geht dieses letzte Spiel der Saison mit 91:95 nach Verlängerung verloren.

Dieses letzte Saisonspiel für unsere Panthers hatte es wahrlich in sich. Zeitweise haben wir mit den Schwänen Katz und Maus gespielt, doch rupfen konnten wir sie letztendlich leider doch nicht. Wir haben jedenfalls gekämpft bis zum Umfallen, das nötige Quäntchen Glück hat uns leider gefehlt.

Nun ist es an der Zeit, DANKE zu sagen, DANKE allen unseren Spielern, dem Trainerteam, den Betreuern, der sagenhaften Schreibertisch-Crew inklusive DJ Mario Delon vom Mamamia, allen Helfern, allen Fans, allen Sponsoren, allen Gönnern, allen Lesern meiner Spielvorschauen und Spielberichte, der Stadtgemeinde, den Stadtwerken, den Hallenwartinnen und Hallenwarten und Elisabeth Lippe & Alisa Kremer samt Gastronomieteam. Ich wünsche euch einen schönen Sommer, wir sehen uns!

Zum Saisonabschluß gibt es auch diesmal wieder den hoffentlich funktionierenden Link zum Spiel:

https://tinyurl.com/ybe8luwf

Klaus Vollstuber