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Heroische Panthers unterliegen Wels im Sky-Live Spiel denkbar knapp

Nach dem siegreichen Steirerderby gegen die Kapfenberg Bulls wollten unsere Panthers am Montagabend unbedingt nachlegen. Lange Zeit sah es gegen die Clubberer aus Wels auch nach einem positiven Ergebnis aus, doch fehlendes Wurfglück und der verletzungsbedingte Ausfall von Marino Sarlija bescherten uns leider keinen Heimsieg vor dem Weihnachtsfest. Nach 40 ereignisreichen Minuten mußten wir mit einer 75:77-Niederlage das Parkett unserer Stadthalle verlassen.
Zu Beginn vertraut Head Coach Pit Stahl wie schon des Öfteren auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Messestädter schicken Head Coach Mike Coffin und sein Assistant Coach Dana Beszczynsky Benjamin Mair, Ales Chan und die 3 Ex-Panther Kevin Payton, Lorenzo O’Neal und Dejan Cigoja auf das Spielfeld.
Der erste Angriff an diesem Montagabend geht auf das Konto der Gäste aus Oberösterreich. Sie können aber kein Kapital daraus schlagen, der ehemalige Panthers-Kapitän Lorenzo O’Neal scheitert mit einem Sprungwurf. Marino Sarlija macht das dann besser, er kann zwar keine Punkte erzielen, aber immerhin gegen den Riesen Ales Chan. Auf Körbe müssen die Zuschauer von Sky und unser Publikum mitsamt einer Abordnung der NMS Gleisdorf mit Delegationsleiter Reinhard Eibel, der ja in der Basketballszene kein Unbekannter ist, aber weiterhin warten, und zwar bis zur 95. Sekunde. Marko Car ist es dann, der uns alle erlöst und im Alleingang auf 5:0 stellt. Die Welser Bballer lassen sich davon aber dann doch nicht beeindrucken, erzielen ihrerseits 5 Punkte am Stück, was ihnen den Ausgleich bringt. Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams haben ihre Stärke im Moment eher in der Offence als in der Defence, es regnet Scores nacheinander. Logischerweise wechselt die Führung bis zur ersten Viertelpause ständig, keine Fünf kann sich absetzen. Das erste Viertel, in dem bei uns auch Stefan Neudecker, Paul Radakovics, Christoph Astl und Admir Ado Zukic von Head Coach Pit Stahl auf das Parkett beordert wurden, endet mit einer knappen 22:19-Führung für unsere Panthers, das erwartet spannende Spiel ist schon im ersten Abschnitt zu sehen.
Zu Beginn der 2. Spielperiode haben wir den Ball und das nützen wir eiskalt aus. Marko Car kann unsere Führung mit einem sensationellen Distanzwurf um 3 Punkte ausbauen. Nach einer knappen Minute ohne Punkte auf beiden Seiten kontert Lorenzo O’Neal ebenfalls mit einem erfolgreichen Dreipunkter, was Stefan Neudecker quasi im Gegenzug auch gelingt. Nun führen wir mit 6 Punkten, ein 28:22 prangt von der brandneuen Anzeigentafel. Leidergottes gesellt sich der Schlendrian in das orange Lager, wir werden schwerfälliger, nachlässiger, hinten offener, vorne treffunsicherer. Die Messestädter wiederum wittern wieder Morgenluft, kommen wieder besser in die Partie hinein und holen Punkt um Punkt auf, angefeuert von Bank und Trainerteam. Nach einem Sprungwurf von Davor Lamesic liegen wir nur mehr mit 28:27 voran, etwas mehr als 4 Minuten sind in diesem 2. Viertel im Moment gespielt. Simeon Iliev verschafft uns jetzt mit einem Dreipunktespiel wieder etwas mehr Luft, aber nur für kurze Zeit. Denn nun knallen die Gäste aus Oberösterreich 6 Punkte auf das Parkett von St. Stadthalle und können damit etwas mehr als 3 Minuten vor der Halbzeitpause mit 33:31 in Führung gehen. Pit Stahl scheint nun aber das richtige Mittel gefunden zu haben, denn bis zur Schlußsirene dieses Viertels gelingen uns mit Unterstützung unserer Fans furiose Minuten. Wir können die Führung wieder an uns reißen und mit einer 41:37-Führung den Weg in die Kabine(n) antreten. Nach einer kurzen Rast kann es dann mit dem 3. Viertel losgehen.
Der Start in das vorletzte Viertel verläuft für beide Teams äußerst mühsam, die ersten Angrife entpuppen sich jeweils als Rohrkrepierer. Davor Lamesic macht diesem Schrecken dann ein Ende, er bringt sein Team bis auf 2 Punkte an unseres heran. Nun aber beginnt eine außergewöhnlich Phase für unsere Mannschaft, Jakob Ernst und Hannes Ochsenhofer gelingt es mithilfe von 2 Würfen aus der Ferne, eine 8-Punkte-Führung herauszuwerfen. Den Welsern gelingt jetzt zwar ein Score, doch wir behalten in den nächsten Minuten die Oberhand. Kommt uns die Coffin-Fünf ein wenig näher, gibt es schon einen erfolgreichen Wurf auf unserer Seite und unser Vorsprung ist wieder der vorige. Zur Mitte dieses 3. Viertels liegen wir nach einem Zweier von Marino Sarlija mit 52:45 in Front. Aber leider reißt nun bei uns wieder der Faden, die Oberösterreicher können abermals einige Punkte aufholen, schon ist der Ausgleich zum 52:52 geschafft. Simeon Iliev schafft zwar nun einen Dreier, der Befreiungsschlag ist dies aber nicht. Wieder geht es nun hin und her, her und hin, einmal führt der Gigl, einmal führt der Gogl, auch ein Ausgleich ist ein paarmal da. Mit einem 59:59 geht es dann in die letzte Viertelpause, Marino Sarlija ist da aber leider nicht mehr auf dem Parkett, für ihn ist diese Partie leider aufgrund einer Verletzung vorbei. Das verheißt nichts Gutes für den Schlußakkord.
Zu Beginn des letzten Viertels schafft Thomas Csebits ein Lay-up, was sowohl 2 Punkte als auch die Führung für sein Team bringt. Hannes Ochsenhofer behält dann die Nerven, er beweist abermals sein Händchen und streut einen Dreipunkter zur 62:61-Führung für unser Team ein. In dieser Tonart geht es die nächste Zeit weiter, die Spannung steigt ins Unermeßliche, keinen hält es mehr auf seinen Sitzen. Beide Mannschaften geben nun alles, holen das Letzte aus sich heraus, das Wurfglück aber ist beiden nicht gerade hold. Vor allem unsere Burschen sind da in übemäßigem Maße strapaziert. Ob von der Freiwurflinie, von unter dem Korb oder außerhalb der Zone, sehr oft fliegt der Ball überall hin, in den Korb hingegen nicht. Leider geht dieses Phänomen auch in der Crunch Time weiter, Panthers-Punkte wären notwendig, die Würfe dafür gar nicht mal so schlecht, Erfolg bringen sie aber nicht. Den Oberösterreichern ergeht es da ziemlich ähnlich, denn wenn man Revue passieren läßt, wieviele Punkte in den letzten 5 Minuten erzielt werden, ist das sehr ernüchternd. 3 Minuten vor dem Ende dieses Spiels gleicht Marko Car zum 75:75 aus, nur wenige Sekunden vor Schluß darf Lorenzo O’Neal bei noch immer gleichem Spielstand an die Freiwurflinie. Beide seiner Freiwürfe flutschen in den Korb, es steht nun 77:75 für den WBC Raiffeisen Wels. 3 Sekunden vor dem Ende versucht es dann noch Simeon Iliev, doch sein Zweipunkter wird nicht Realität, die Heimniederlage leider auch.
Man kann unserer Mannschaft trotz der Niederlage gegen die Clubberer aus Wels keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben, alles versucht, doch es hat nicht sollen sein mit dem Sieg. Der Ausfall von Marino Sarlija wog dann doch zu schwer, wir wünschen ihm natürlich baldigste Besserung.
Weihnachten naht zwar in Riesenschritten, aber auf die faule Haut können sich unsere Panthers aber nicht legen. Am Stefanitag sind wir nämlich in Wien im Einsatz, wir gastieren um 18:00 im Hallmann Dome beim BC Vienna.
Zum Abschluß gibts auch heute wieder Statistisches, das nun folgt: