sarlija-gegen-ow-13-11-kleiner

Tolle Mannschaftsleistung wurde im Derby nicht belohnt

Glücklose Panthers verlieren packendes Heimderby gegen die Gunners
Gestern abend stand für unsere Panthers der Klassiker schlechthin, nämlich das Ostderby gegen die Kanoniere aus dem Südburgenland, auf dem Spielplan. Trotz einer sehr guten ersten Halbzeit und einem +2 nach 20 Minuten reichte es für unsere Mannen leider nicht zum Sieg. Nach 40 teilweise hochdramatischen Minuten müssen wir vor einer ziemlich tollen Kulisse leider mit 83:92 den Kürzeren ziehen.
Zu Spielbeginn vertraut unser Head Coach Pit Stahl auf seine altvertraute Starting Five, also auf Jakob Ernst, Marko Car, den gottseidank wiedergenesenen Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Südburgenländer schicken Head Coach Chris Chougaz und sein Assistant Coach Goran Patekar Cedric Kuakumensah, Derek Jackson jr., Sebastian Käferle, Christopher McNealy und Jamari Traylor auf das Parkett unserer Stadthalle.
Der erste Angriff dieses Spiels gehört zwar unseren Gästen, die ersten Punkte gehen aber auf unser Konto. Marino Sarlija bringt uns per Sprungwurf mit 2:0 in Führung. Jamari Traylor kann für sein Team prompt zum 2:2 ausgleichen, die nächsten 6 Punkte landen in weiterer Folge im Korb des Gegners, sehr zum Mißfallen der zahlreich angereisten Fans der Oberwart Gunner. Bis zur Mitte des Startviertels haben wir das Spiel souverän unter Kontrolle, vorne wie hinten stehen wir wie eine Eins, die Kanoniere wiederum können vorerst den Schwung aus ihrem außerordentlichen Europacupauftritt vom Mittwoch nicht mitnehmen. Aber plötzlich verlieren wir immer mehr die Konzentration, unser Motor beginnt allmählich zu stottern. Was vorher einfach so von der Hand gegangen ist, fällt nun immer schwerer. Die Fünf von Chris Chougaz und Goran Patekar riecht immer mehr Lunte, startet eine Aufholjagd und knappe 4 Minuten vor Ende dieses ersten Viertels erzielen sie einen Teilerfolg, es gelingt ihnen der Ausgleich zum 14:14. Auch danach geht es munter weiter, beide Teams schenken sich nichts, die Fans hält es schon gar nicht mehr auf ihren Sitzen. Gut 3 Minuten vor der Schlußsirene des ersten Spielabschnitts ist sie leider da, die Führung der Gunners. Diese können sie bis auf 6 Punkte ausbauen. Doch in den letzten Sekunden bis zur ersten Viertelpause gelingt uns ein wahres Husarenstück und damit der Ausgleich. Mit einem 26:26 nach den ersten 10 Minuten läßt es sich gut leben, auch Paul Radakovics, Kapitän Christoph Astl und Admir Ado Zukic haben ihren Beitrag dazu geleistet.
Der erste Korb im zweiten Viertel gehört den Kanonieren aus dem Südburgenland. Andell Cumberbatch sorgt per Sprungwurf zum 28:26, der Gästesektor ist zufrieden. Marino Sarlija läßt das aber nicht lange auf sich sitzen, seine beiden für ihn verhängten Freiwürfe kann er erfolgreich zum Ausgleich in die Maschen setzen. In dieser Tonart geht es die nächsten Minuten weiter, beide Mannschaften können zwischenzeitlich in Führung gehen, die gegnerische Mannschaft kann sie diese aber zurückholen bzw. mindenstens ausgleichen. Doch ab der 4. Minute dieses Spielabschnitts wendet sich aber dann das Blatt aber doch. Und dieses Blatt wendet sich gottseidank zu unseren Gunsten. Durch ausgezeichnetes Teamplay sowohl in der Offence als auch in der Defence können wir die Führung zurückerobern und diese auf bis zu 7 Punkte vermehren. 3 Minuten vor der Halbzeitpause liegen wir mit 42:35 voran, doch wer glaubt, daß es so weitergeht, ist leider auf dem Holzweg. Christopher McNealy scort nun aus der Ferne, und schon ist es wieder spannend. Die Gunners werfen nun aus allen Rohren, wollen die erste Halbzeit mit einer etwaigen Führung abschließen, was ihnen knapp nicht gelingt. Mit einem für die zweite Halbzeit alles offenhaltenden 50:48 aus unserer Sicht geht es nun in die Kabinen, jetzt heißt es erst einmal 15 Minuten Durchschnaufen.
Bei so einem knappen Abstand nach den ersten beiden Vierteln kann es für beide Teams nur ein Ziel geben. Und dieses lautet, so gut wie möglich in das dritte Viertel zu starten, um die andere Mannschaft aus dem Konzept zu bringen und sich selbst einen großen Vorteil, sprich eine schnelle und punktereiche Führung herauszuspielen. Es gibt an diesem Spieltag eine Mannschaft, die das meisterlich umsetzt, leider ist das nicht die unsrige. Während wir also eher lasch aus der Kabine kommen, sind die Pinkataler sofort in Schuß bzw. Wurf und können sich binnen 2,5 Minuten eine 7-Punkte-Führung erspielen. Erst jetzt kommen wir so richtig in diesem Spielabschnitt an und können den Südburgenländern Paroli bieten. In den nächsten Minuten können wir unseren Rückstand kontinuierlich verkleinern, in Grenzen halten, ausgleichen oder gar in Führung gehen, das gelingt uns leider nicht. Zur Mitte des dritten Viertels gibt es dann eine wahre Schlüsselszene, die für den weiteren Spielverlauf entscheidend sein wird. Hannes Ochsenhofer erleidet bei einem Zweikampf eine Platzwunde, die dankenswerterweise von Gunners-Teamarzt Werner Zigner und Gunners-Physio Sebastian Tischler behandelt wird, er bekommt einen Turban. Natürlich verbringt Hannes Ochsenhofer den Rest dieses Spielabschnitts auf der Bank, was seine Kollegen aus dem Rhythmus bringen läßt. Das nutzen die Südburgenländer eiskalt aus, sie ziehen bis zur letzten Viertelpause auf 77:62 davon. Jetzt ist auf Seiten unserer Panthers guter Rat zeimlich teuer.
Zu Beginn des letzten Viertels kommt auch wieder unser Mr. Turban, also Hannes Ochsenhofer, wieder zurück auf das Parkett. Mit ihm kommt nun wieder etwas Ruhe, etwas Leichtigkeit, etwas Vertrauen, in unser Spiel. Dadurch können wir die Kanoniere überrumpeln und ihnen vorerst den letzten Nerv ziehen. Im Gegensatz zu unseren Würfen finden die der Burgenländer immer weniger ihr Ziel. Somit können wir uns auf 7 Punkte herankämpfen, ganz zur Freude unserer vielen anwesenden Fans. Zur Mitte dieses Spielabschnitts keimt damit wieder etwas Hoffnung auf in unserer Stadthalle. Doch diese Hoffnung findet ein schnelles Ende. Das Pendel dieser Begegnung hat seinen endgültigen Ausschlag noch nicht gefunden, doch in den nächsten beiden Minuten, entscheidet es sich und der Nutznießer sind leider nicht wir. Wir werfen zwar noch einmal alles in die Waagschale, werfen aus allen Rohren, doch die Oberwarter Gunners halten dem allen stand, erzielen noch einige schöne Körbe und spielen den Derbysieg locker heim. Am Ende müssen wir mit einem 83:92 von dannen ziehen und auf das nächste Spiel warten, um wieder ein Erfolgserlebnis feiern zu können.
Eine Niederlage gegen den Meister und Cupsieger ist kein Beinbruch, unsere Gegner im Kampf um ein Play-Off-Ticket sind andere. Um gegen die Gunners bestehen zu können, muß man über 40 Minuten sein Toplevel abrufen, was wir am Sonntag aber trotz der tollen Unterstützung unserer zahlreich erschienen Fans leider nicht geschafft haben. Daher gilt es jetzt im Training hochkonzentriert weiterarbeiten, damit es in den nächsten Spielen wieder mit dem Siegen klappt.
In den nächsten beiden Runden sind unsere Panthers in der Ferne zu bewundern. Am kommenden Sonntag um 17:00 gastieren wir im Happyland bei den Klosterneuburg Dukes und am Sonntag darauf steht um 18:00 das Steirer-Derby gegen UBSC Graz in der Unionhalle auf dem Spielplan. Am Samstag, 03. Dezember, mit Beginn um 19:00 kommt es in unserer Stadthalle zum Raubkatzenduell gegen die Traiskirchen Lions.
Scorer: Car 29, Sarlija 21, Iliev 10, Ochsenhofer 9, Ernst 6, Radakovics 5, Gaspar 3
Zum Schluß gibts natürlich wieder etwas Statistisches.
Klaus Vollstuber