Iliev in Klosternbg

Panthers-Auswärtssieg in Klosterneuburg bei Jandl-Comeback

Am Sonntagabend war Zeit für Revanche angesagt, begann doch die zweite Hälfte des Grunddurchgangs. Im Zuge dessen spielten die einzelnen Teams gegen den gleichen Gegner wie in der letzten Runde, eben nur mit vertauschtem Heimvorteil. Unsere Panthers gastierten daher bei den Dukes in Klosterneuburg, also in deren Dukes Castle im Happyland. Wie auch beim Heimspiel in unserer Stadthalle entwickelte sich ein packendes Spiel, das lange Zeit auf des Messers Schneide stand. Erst in allerletzter Sekunde stand der Sieger fest, unsere Panthers konnten mit einem äußerst knappen 62:60 von dannen ziehen.
Unser Head Coach Pit Stahl konnte gestern endlich wieder auf seine bewährte Starting Five setzen, somit betraten zu Spielbeginn Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, der gottseidank wiedergenesene Marino Sarlija und Simeon Iliev das Spielfeld. Auf Seiten der Hausherren schickten Head Coach Zoran Kostic und sein Assistant Coach, der Expanther Damir Zeleznik, Timur Bas, Romed Vieider, Clemens Leydolf, Jozo Rados und Jurica Blazevic auf das Parkett des herzöglichen Basketballschlosses.
Der erste Angriff in der Stiftsstadt geht auf das Konto der Gastgeber. Diesen kann Jozo Rados erfolgreich abschließen und auf 2:0 für die Kostic-Fünf stellen. Doch nun stellt sich der wieder fitte Marino Sarlija in den Blickpunkt. Er allein sorgt in den nächsten knapp 3 Minuten dafür, daß wir nicht nur die ersten Punkte machen, nein, er stellt auf 5:2 für unser Team. Ein 6. Punkt bleibt ihm leider verwehrt, 1 von 2 Freiwürfen findet leider nicht sein Ziel. Quasi im Gegenzug kann dann Clemens Leydolf für seine Mannen auf 4:5 verkürzen, doch jetzt ist Marko Car erstmalig von jenseits der Dreierlinie erfolgreich, unser 8:5 ist der Lohn dafür. In weiterer Folge ist unser Team dann zwar dominant, aber viel Kapital können wir daraus leider nicht schlagen. Wir werfen zwar in einer Tour auf den Korb, allein der Ball geht wenig bis gar nicht rein. Die Niederösterreicher machen das ein bißchen besser, es gelingt ihnen zwar nicht, die Führung von uns zurückzuerobern, aber sie bleiben auf Schlagdistanz. 2 Minuten vor Ende des Startviertels, in dem auf unserer Seite Paul Radakovics, Kapitän und Kampfschwein Christoph Astl und Comebacker David Jandl zum Einatz kommen, scheinen wir die Partie dann doch im Griff zu haben, führen wir doch mit 18:13. Doch leider verlieren wir ein wenig die Konzentration, was es den Hausherren ermöglicht, ein paar Punkte auf uns gut zu machen. Mit einer knappen 19:17-Führung für unsere Panthers endet die erste Spielperiode, nach der ersten Viertelpause ist dann alles klar für Viertel 2.
Das zweite Viertel könnte besser beginnen, und das gilt für beide Teams. Die ersten Angriffe dieses Spielabschnitts versanden allesamt im Nichts, erst nach knapp einer Minute hat das Warten auf die ersten Punkte ein Ende. Simeon Iliev verwertet ein Lay-up und erhöht unsere Führung auf 21:17. Dies ist leider nicht der Startschuß für einen Lauf unseres Teams, nein, es ist der Startschuß für einen Lauf der Herzöge. In kürzester Zeit erhöht sich deren Konto mithilfe von Jozo Rados und Lennart Burgemeister um 5 Punkte, was auch deren 22:21-Führung bedeutet. Nach einem neuerlichen Lay-up von Simeon Iliev ist dann wieder Funkstille im Hause Happyland. Diese beendet dann Timur Bas, er sorgt für die 24:23-Führung seines Teams. In dieser Tonart geht es in den nächsen Minuten weiter, keine Fünf kann sich absetzen. Dies ändert sich aber gegen Ende dieses zweiten Spielabschnitts, aber leider zu unseren Ungunsten. Die Hausherren bekommen immer mehr Oberwasser, unsere Burschen können dem leider nicht viel entgegensetzen. So können sie ihre Führung immer weiter ausbauen, bei einem Spielstand von 34:28 zu ihren Gunsten geht es dann in die Halbzeitpause. Noch ist für unsere Panthers natürlich nichts verloren, nach dem Pausentee geht es weiter.
Auch der Start in den dritten Spielabschnitt verläuft sehr zäh. Wieder dauert es mehr als 1 Minute, bis der erste Korb fällt. Jozo Rados ist diesmal der Wohltäter, der diesen Mißstand beendet. Er stellt mit einem Lay-up auf 36:28 für die Dukes. Marko Car läßt sich das aber nicht bieten, er ist nun zwar nicht mit einem Distanzwur erfolgreich, aber 2 Punkte sind es dann doch. Als dann noch Marino Sarlija für uns zur Stelle ist und auf 32:36 verkürzen kann, keimt aber plötzlich wieder Hoffnung auf im orangen Lager. Doch nach einer Auszeit ist dann aber Jurica Blacevic zur Stelle, er erhöht aus der Distanz auf 39:32, es ist zum Verzweifeln. Aber noch geben wir nicht auf, wir wollen nämlich nicht schon wieder im Dukes Castle den Kürzeren ziehen. Alle rennen jetzt, als ginge es um ihr Leben, auch David Jandl fügt sich da hervorragend ein. Der Wirbelwind ist wieder retour im Panthers-Dress! Der Ball will aber weiterhin nicht so recht in den Korb, aber jetzt sind es wir, denen es gelingt, in Schlagdistanz mit dem Gegner zu bleiben. Dank einer ansehnlichen Schlußphase können wir mit einem knappen 45:48-Rückstand in die letzte Viertelpause gehen. Es ist noch alles möglich, dafür ist auch Stefan Neudecker, der neu ins Spiel gekommen ist, mitverantwortlich.
Der letzte Spielabschnitt beginnt denkbar schlecht für unsere Panthers. Jozo Rados und Jurica Blacevic erzielen in knapp einer Minute 4 Punkte und bringen ihr Team 7 Punkte voran. Christoph Astl, der wieder mehr als sein letztes Hemd gibt und schwitzt als hätte er 7 Jahre im Regen verbracht, erzielt unsere ersten Punkte im letzten Viertel. Darauf anschließend sind die Körbe wieder einmal für einige Zeit nicht wirklich beansprucht, Punkte gibt es keine. Dann wird es brenzlig für unsere Mannen. Jozo Rados und Giorgi Bezhanishvili bekommen jeweils 2 Freiwürfe zugesprochen. Da Erstgenannter beide und Zweitgenannter immerhin einen verwerten kann, liegen die Donaustädter jetzt mit 55:47 voran, knappe 5 Minuten sind jetzt noch zu spielen. Das schaut nicht sehr gut aus für unsere Jungs. Aber wieder bäumen sie sich auf, wieder zeigen alle Kampfgeist, den nur die Panthers auszeichnet. Punkt um Punkt können wir auf diese Weise aufholen, weniger als 3 Minuten vor Schluß liegen wir wieder in Führung, Simeon Iliev erzielt diese per Lay-up. 57:55 sind wir nun voran, doch die nächsten Punkte sind Sache der Klosterneuburger. Es sind dies 5 Punkte, somit führen sie nun mit 60:57. Jetzt foulen die Hausherren Jakob Ernst, der junge Südburgenländer bekommt 2 Freiwürfe zugesprochen. Er bleibt cool wie eine Tiefkühltruhe, verwertet beide und bringt uns somit auf 59:60 heran. Während die Hausherren ihren nächsten Angriff nicht positiv abschließen können, übernimmt dann Simeon Iliev auf unserer Seite die Verantwortung. Er kämpft sich unter den Korb durch, verwertet ein Lay-up und schon führen wir mit 61:60. Nun sind wieder die Klosterneuburger im Angriff, doch dieser bringt nichts ein, ganz im Gegenteil. Auf einmal hat Marko Car den Ball, zieht Richtung Korb, doch er wird gefoult. 7,2 Sekunden sind noch auf der Uhr, genug Zeit für die Hausherren, nach den Freiwürfen noch etwas Zählbares zu machen. Doch zuerst darf Marko Car an die Linie, er wirft seinen ersten, doch sein Freiwurf mißlingt ihm. Jetzt muß er cool bleiben, damit der zweite hineingeht, und das gelingt ihm. Nun führen wir mit 62:60. Einen Angriff haben die Gastgeber jetzt noch, wir bringen uns in der Defence perfekt in Stellung, die Hausherren kommen nicht mehr durch, das Spiel ist aus, wir siegen mit 62:60 und feiern ausgelassen.
Was war das für ein Spiel, was war das für ein Sieg! Wie immer bei Auswärtsspielen in Klosterneuburg war auch diesmal unsere Wurleistung unter dem Hund. So wie Marcel Hirscher Hänge hat, die er nicht mag und auf denen er nicht zurechtkommt, so ist das bei uns mit Hallen, eben jene Halle in Klosterneuburg. Aber wenn man aufopferungsvoll kämpft, dann kann man trotzdem mit einem Sieg belohnt werden, so wie wir gegen die Dukes. Das gibt Hoffnung für die Zukunft, Hoffnung, Platz 6 zu erreichen.
Das kommende Wochenende wird für unsere Mannen sehr intensiv. Am Freitag mit Beginn um 19:00 gastieren wir  im Rahmen des Cup-Achtelfinales bei den Mattersburg Rocks und am Montag empfangen wir mit Beginn um 19:30 UBSC Graz zum Meisterschaftsderby.

Scorer: Iliev 21, Sarlija 13, Car 12, Astl 5, Ernst 3, Ochsenhofer 3, Radakovics 3 und David Jandl mit 2 bzw. Rados 16, Vieider 12, Burgmeister 11.