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Saisonende für die Panthers

Panthers vom BC Vienna gesweept
Am Sonntag stand für unsere Panthers das 3. Spiel in der Viertelfinalserie gegen den BC Vienna auf dem Spielplan. Vor heimischem Publikum wollte unser Team nach den beiden Auswärtsniederlagen endlich anschreiben, um das Ausscheiden zu verhindern und ein 4. Spiel zu erzwingen. Trotz einer über weite Strecken der Begegnung solide Leistung unserer Mannen, mußten wir ein 68:76 und zugleich das Saisonaus hinnehmen.
Head Coach Radomir Mijanovic und sein Assistant Coach Adnan Hajder vertrauen vor dieser wichtigen Partie endlich nach langer Zeit wieder auf die gewohnte Starting Five, nämlich Toni Blazan, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Gary Ware und Dejan Cigoja. Auf seiten der Gäste bauen Head Coach Darko Russo und sein Assistant Coach in Abwesenheit von Predrag Miletic auf den Fürstenfelder Christoph Nagler, Bogic Vujosevic, Stjepan Stazic, Jonathan Augustin-Fairell und den Expanther Jason Detrick.
Der Start in diese Begegnung gegen die Hauptstädter verläuft für unser Team richtig gut. Gary Ware und Dejan Cigoja sorgen dafür, daß es nach 1 Minute schon 4:0 steht. Bogic Vujosevic kann seine Mannschaft zwar sogleich auf 2:4 heranbringen, doch der Panthers-Express läuft im Anschluß munter weiter. Unsere Spieler sind wie ausgewechselt, strotzen voller Selbstvertrauen und nach 3 Minuten führen wir bereits mit 10:4. Genauso so geht es in den nächsten Minuten weiter. Angetrieben vom zahlreichen und hervorragenden Publikum lassen wir die Wiener nicht ins Spiel kommen, unsere Führung steigt nun stetig. 3 Minuten vor Ende des Startviertels kommt erstmals unser Kapitän, unser Christoph Astl, das erste Mal auf das Parkett, ein 18:8 prangt von der Anzeigentafel. Obwohl dann auch noch Paul Radakovics ins Geschehen eingreift, können wir unseren Vorsprung bis zur ersten Viertelpause nicht ganz halten, so schlecht sind die Wiener dann auch wieder nicht. Als es dann in die erste Ruhepause geht, halten wir immerhin noch eine 20:15-Führung, was Mut macht für das weitere Spielgeschehen.
Kurz nach Beginn des zweiten Viertels kann dann Dejan Cigoja sein Können an der Freiwurflinie unter Beweis stellen, beide Dinger sitzen. Anschließend sind auch die nächsten 3 Punkte in diesem Spielabschnitt von oranger Farbe, Marko Car trifft nämlich zur großen Freude aller aus der Distanz. Außer der Einwechslung von Luka Katura passiert in den nächsten Minuten nicht allzuviel. So ereignisreich die erste Spielperiode war, so ereignisarm ist bislang die zweite. Unser Team verliert immer mehr den Rhythmus, das nutzen die Donaustädter eiskalt aus. Sie pirschen sich in weiterer Folge näher an unsere Mannen heran, und zur Mitte dieses Viertels haben sie es dann geschafft. Nun übernehmen sie die Führung, auch wenn diese mit 26:25 äußerst knapp bemessen ist. In den nächsten Minuten wechselt diese Führung ständig hin und her, doch die Halbzeitführung, die erobern wir uns. Mit einem 34:31-Vorsprung ziehen wir uns inklusive Igor Chumakov, der das Parkett schon längst unsicher macht, nun so wie auch die Gäste aus der Bundeshauptstadt in unsere Kabine zurück.
Den Start in die zweite Halbzeit retrospektiv in das 3. Viertel versemmeln beide Teams. Erst nach knapp über einer Minute gelingt es einem Team, anzuschreiben, Davonte Lacy übernimmt das für die Wiener per Distanzwurf zum Ausgleich. Marko Car und Gary Ware sind danach anschließend doppelt von der Freiwurflinie erfolgreich, dazwischen scort Jason Detrick für die Wiener. Dieses Viertel geht dann sehr intensiv weiter. Die Führung wechselt ständig hin und her, keines der beiden Teams kann sich absetzen. Die Fans hält es dann fast nicht mehr auf ihren Sitzen, kein Wunder, im Playoffbasketball ist eben eine gehörige Portion Pfeffer drin. Sowohl unseren Spielern wie auch denen der Wiener merkt man nun an, was auf dem Spiel steht, wie sehr sie sich in diese Begegnung verbeißen. Zu Ende dieses Spielabschnitts kristallisiert sich eine knappe Führung für die Gäste heraus, 53 Punkte befinden sich auf unserem Konto, 56 auf dem der Fünf von Darko Russo. Alfred Hitchcock läßt nun wieder einmal grüßen.
Dejan Cigoja eröffnet das Schlußviertel zwar mit einem perfekten Sprungwurf, der uns das 55:56 bringt, danach wird es für unser Team aber ziemlich finster. Anstatt jetzt in Führung zu gehen, gelingt unseren Panthers mehrere Minuten lang gar nichts. Punkt um Punkt, Korb um Korb fangen wir uns jetzt ein, die Wiener sind on fire. Was uns bis jetzt in diesem Spiel so gut gelungen ist, das mißlingt uns nun völlig. Sowohl in der Offense wie auch in der Defense sind wir immer einen Schritt zu spät, leere Meter sind die Folge, die Kraft wird immer weniger. Erst beim Stande von 55:67 nach knapp 4 Minuten erlöst uns dann Gary Ware mit 2 erfolgreichen Freiwürfen. Jetzt wittern unsere Mannen wieder Morgenluft. Sie mobilisieren noch all ihre Kräfte, die nächsten 4 Punkte sind unser. So geht es nun auch weiter, unsere Panthers holen ein paar Punkte auf, die Wiener aber stoppen unsere beherzten Runs. Unsere phantastischen Fans peitschen uns jetzt noch immer wieder nach vorne, leider ist aber nicht jeder Angriff erfolgreich. Nun spielen wir gegen einen weiteren Gegner, es ist die Zeit. Sie vergeht und vergeht, wir aber kommen nicht mehr wirklich von der Stelle. 2 Minuten vor der Schlußsirene ist unser Schicksal dann endgültig besiegelt. Wir liegen jetzt 63:74 zurück, nicht nur die Serie ist vorbei, auch die Saison. Bis zum endgültigen Ende gelingt uns dan nur mehr Ergebniskosmetik, Paul Radakovics setzt mit einem Dreier zum 68:76 den Schlußpunkt.
Mit dieser Niederlage sind wir nicht nur mit 0:3 im Viertelfinale ausgeschieden, es ist auch der Schlußstrich unter unsere Saison. Der Meistertitel wird von anderen Teams ausgespielt, wir müssen uns mit Platz 5 begnügen. Diese Saison hat uns Höhen wie Platz 1 durch den Punkteabzug für die Güssing Knights wie auch Tiefen wie eine lange Niederlagenserie beschert. Aufgrund des Lizentzugs für die Güssing Knights wurde der Einzug in die Play Offs dann doch geschafft, souverän noch dazu. Der BC Vienna war vielleicht nicht gerade der Gegner, den wir uns gewünscht haben, andererseits sind die Play Offs kein Wunschkonzert. Ein Danke ergeht an die Fans, die uns so phantastisch die ganze Saison über unterstützt haben, unseren Sponsoren für die finanzielle Hilfe, dem Team von Elisabeth Lippe fürs leibliche Wohl, den Helfern fürs Auf- und Abbauen von Transparenten & Co, dem Schreibertischteam fürs Schreiben, Zeitnehmen, für die 24 Sekunden, Scoring, Fouls und Statistik, den Hallensprechern für Unterhaltung und Information und natürlich bei den Spielern, dem Trainerteam, den Betreuern und dem Vorstand!
Möge der Sommer schnell vorübergehn und wir uns bald in der Stadthalle wiedersehn!

Klaus Vollstuber