Car gegen OW

Panthersniederlage gegen Oberwart und schwere Verletzung von Marko Car

Angerostete Panthers verlieren Ost-Derby und Marko Car. Am Donnerstagabend fand in unserer Stadthalle der Derby-Klassiker gegen unsere Freunde aus dem Burgenland, die Oberwart Gunners, statt. Nach dem wir Anfang Februar mit dem Auswärtssieg bei den Kanonieren einen wahren Coup landen konnten, wollten wir natürlich auch dieses Heimspiel gewinnen. Doch leider kam es nicht zu diesem Heimsieg, vielmehr verloren wir nicht nur diese Sky-Live-Begegnung gegen die Burgenländer mit 62:78, sondern auch kurz vor Schluß Marko Car mit einer schweren Knieverletzung.
Zu Beginn dieses für den Einzug in die Play Offs gar nicht so unwichtigen Spiels vertraut unser Head Coach zum wiederholten Male auf Marko Car, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Gäste setzen Head Coach Chris Chougaz und sein Assistant Coach Horst Leitner, der an diesem Abend den auf Skikurs befindenden Goran Patekar vertritt, auf Derek Jackson jr., Sebastian Käferle, Christopher McNealy, Jamari Traylor und Andell Cumberbatch.
Der erste Angriff dieses Spiels geht auf das Konto der Pinkataler, dieser bringt jedoch nichts ein. Unsere Defence ist in dieser Situation nämlich hellwach, der Ball gerät in unsere Hände und ab geht die Post. Simeon Iliev nutzt diesen unseren ersten Angriff für einen erfolgreichen Sprungwurf, das 2:0, unsere erste Führung, ist die Folge. Doch anstatt nun nachzusetzen, mithilfe einer starken Defence die Führung auszubauen, müssen wir fast postwendend den Ausgleich hinnehmen, Jamari Traylor erzielt diesen so wie Simeon Iliev zuvor per Sprungwurf. Dies ist der Startschuß für den ersten Lauf der Fünf von Chris Chougaz. Sie erzielt nun weitere 7 Punkte en suite, ziemlich leicht, denn unsere Akteure wirken nicht ganz auf der Höhe, irgendwie angerostet. Eine Erklärung dafür könnte in der Tatsache liegen, daß wir am letzten Wochenende spielfrei waren und daher einige Zeit brauchen, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Hannes Ochsenhofer bringt uns danach zwar mit 3 Punkten auf 5:9 heran, aber Sebastian Käferle reißt uns mit einem erfolgreichen Distanzwurf vorerst aus allen Träumen. In dieser Tonart geht es denn auch weiter. Unsere Burschen versuchen alles, doch die Gäste aus dem Südburgenland bleiben erbarmungslos und überrollen uns immer mehr. So endet dieses Startviertel, in dem auf unserer Seite Paul Radakovics, der wiedergenesene Jakob Ernst und unser Kapitän Christoph Astl zum Einsatz kommen, mit einem aus unserer Sicht ziemlich ernüchternden 12:29. In der jetzt folgenden ersten Viertelpause tut Rast not.
Zu Beginn des 2. Spielabschnitts erhält Marko Car die Chance, aus der Distanz 3 Punkte zu erzielen, doch leider mißlingt ihm diese. Glücklicherweise können wir uns jetzt den Rebound sichern, Simeon Iliev nutzt diesen, um uns mit 2 Punkten auf 14:29 an das Gästeteam heranbringen. Das ist aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn heiß sind sie, die Oberwart Gunners. Weiterhin haben sie das Kommando auf dem Parkett, lassen unsere Burschen ziemlich alt aussehen und geben sich keinerlei Blöße. So wächst deren Führung stetig an, zur Mitte dieses 2. Viertels prangt ein 21:42 von der Anzeigentafel unserer altehrwürdigen Stadthalle, damit hatte niemand gerechnet. Die Messestädter galten zwar ob ihrer Unbesiegtheit in fremden Hallen in dieser Saison und ihrer Stellung in der Tabelle zwar doch irgendwie als Favorit, aber das der Unterschied in irgendeiner Phase des Spiels so groß sein würde, ist schon heavy. Unseren Panthers bleibt nur eines, und zwar über den Kampf zurück ins Spiel zu finden, auch wenn das sehr schwer werden wird. Bis zur Halbzeitpause gelingt es uns, den Schaden zu begrenzen, ein 28:52 ist aber auch nicht gerade optimal. Nun heißt es in der Kabine, sich zu auszurasten und für die 2. Halbzeit zu pushen.
Die Halbzeitpause scheint unseren Mannen sehr gutgetan zu haben. Im Gegensatz zu unseren Gästen können wir unseren ersten Angriff im 3. Spielabschnitt erfolgreich abschließen. Marino Sarlija ist es, der dieses Werk vollbringt und das 30:52 erzielt. Er ist aber gottseidank nicht der Einzige, der sein Visier endlich gut eingestellt hat, auch seine Kollegen lassen sich nicht lumpen. In den nächsen Minuten, da rollt er über das Spielfeld, der Panthers-Expreß. Die Gunners wirken jetzt sehr konsterniert, irritiert, können gar nicht so richtig glauben, was jetzt vor sich geht. Derek Jackson jr. wacht als Erster seiner Mannschaft aus dieser Lethargie auf und kann den 9 Punkte andauernden Lauf unserer Truppe stoppen. Diese läßt sich aber davon nicht beeindrucken, sie ist vor ihrem phantastischen Publikum auf den Geschmack gekommen. Unsere Burschen hauen sich weiterhin mächtig ins Zeug, sie holen Punkt um Punkt auf, gut 3 Minuten vor der letzten Viertelpause sind wir auf 45:56 dran, also nur mehr 11 Punkte zurück. Bis zur Schlußsirene dieses vorletzten Viertels geht es packend weiter, beide Mannschaften geben alles und noch viel mehr. Bei einem Spielstand von 48:62 endet diese Periode, in der auf unserer Seite Stefan Neudecker neu am Parkett aktiv geworden ist. Vielleich ist für uns noch etwas möglich.
Der Start in das letzte Viertel gelingt unseren Burschen leider überhaupt nicht nach Wunsch. Anstatt den Rückstand auf die Burgenländer weiterhin zu verkürzen, geben diese wieder Gas, sie wollen ihren Coach ja nicht erneut ärgern. Knappe 3 Minuten nach Wiederbeginn liegen die Chougaz-Boys mit 19 Punkten voran, es steht 53:69 aus unserer Sicht. Das ist schon ein starkes Ding, eine fast unlösbare Aufgabe, die uns da bis zum Ende dieser Begegnung bevorsteht. Angetrieben von unseren gottseidank zahlreich erschienenen Fans werfen wir noch alles nach vor, was wir haben. Doch die Zeit, diesen Rückstand zu verkleinern oder gar die Führung zu übernehmen, verrinnt wie der Sand in der Sanduhr. Und dann, kurz vor Ende dieses Sky-Live-Derbys, passiert das, was niemand gewollt hat. Marko Car, der wie immer sein letztes Hemd für sein Team gibt, landet nach einem überhaus harten Zweikampf in der Luft, der in der Schlussphase bei dem Punktestand völlig übertrieben und bei dem der Gegner keinesfalls den Ball spielen konnte und wollte da er von hinten kam(siehe Video der ABL: Spiel der Runde), ist durch nichts zu entschuldigen, unglücklich auf dem Parkett, daß er sich schwer am Knie verletzte, eine lange Verletzungspause droht. Ein unsportliches Foul wäre von den Schiedsrichter in dieser Situation angebracht gewesen, es wurde jedoch so nicht geahndet, dass passt zu dieser Sitation, wäre aber allerdings auch nicht mehr spielentscheidend gewesen. Die Diagnose ist jedoch erschütternd. Einriß der Partellasehne, eine Operation ist dadurch unausweichlich. Die ganze Stadthalle ist jetzt wie gelähmt, das Ergebnis von 62:78 ist nun zweitrangig.
Wenn wir in der ersten Halbzeit genauso gespielt hätten wie im 3. Viertel, wäre der Heimsieg durchaus möglich gewesen. Aber leider waren wir da aufgrund unserer Spielpause nicht im Rhythmus, nicht auf Betriebstemperatur. Danach war unsere Leistung dann doch ziemlich passabel, für den Sieg war es jedoch zu spät.
Fazit: Eine gerechte Niederlage, da Oberwart eindeutig an diesem Tag das bessere Team war, aber mit einem miesen Beigeschmack, nämlich der schweren Verletzung von Marko Car. So wurde den Panthers mit dieser Aktion die noch intakten Chancen auf einen Play-Off Platz zunichte gemacht.
Unser nächstes Spiel steigt am Sonntag und ist wieder ein Derby. Wir gastieren nämlich ab 18:00 in der Landeshauptstadt, und zwar in der Unionhalle bei UBSC Graz. Liebe Panthers-Fans begleitet unser Team auch zu diesem Spiel und unterstützt uns so gut es geht.
Zum Abschluß gibt es auch dieses Mal die Statistik:

Scorer Panthers: Car 17, Ochsenhofer 17, Iliev 14, Sarlija 8, Jandl 6