Ochsenhofer in Gmunden quer

Panthers verlieren Hitzeschlacht gegen Oberwart Gunners

Nach 3 Siegen in Folge, ua auswärts gegen die Klosterneuburg Dukes und zu Hause gegen den BC Vienna, wollten unsere orangen Helden auch das 4. für sich entscheiden. Dieses fand am Freitagabend gegen unseren größten und ewigen Rivalen, die Oberwart Gunners, statt. Bei nahezu tropischen Temperaturen in unserer altehrwürdigen Stadthalle wirkten unsere Burschen teilweise wie gelähmt, zumeist einen Schritt zurück. Somit mußten wir nach 40 heißen Spielminuten mit einem 66:77 klein beigeben, und das trotz der tatkräftigen Unterstützung einiger Akteure des in der nächsten Woche in unserer Stadthalle stattfindenden Bundesschulcups und einer Abordnung der Neuen Mittelschule Gleisdorf, angeführt von Reinhard Eibel, ehemaliger Lehrer dieser Schule und jener Mann, der uns anno dazumal Clearence Swearengen vermittelt hat.

Zu Beginn dieses Lokalderbys vertrauen Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic einmal mehr auf Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Wesley Gordon. Auf Seite der Südburgenländer schicken Head Coach Horst Leitner und sein Assistant Coach Jason Johnson Jerome Seagears, Sebastian Käferle, Denzel Gregg, Georg Wolf und Renato Poljak auf das Parkett unserer Spielstätte.

Zu Beginn dieses Südostgipfels können unsere Panthers den Ball beim Aufwurf erobern und auch den ersten Angriff kreieren. Wesley Gordon kommt aber nicht zum Wurf, er wird prompt von Renato Poljak gefoult. Anschließend verliert Marko Car nach dem Einwurf den Ball, Jerome Seagears stiehlt unserem Zaren nicht nur den Ball, er versenkt ihn denn auch prompt im Korb. Hannes Ochsenhofer bleibt cool, er besorgt per Lay-up den Ausgleich zum 2:2. Nach der abermaligen Führung der Marktstädter bringt uns Marko Car per sehenswertem Distanzwurf mit 5:4 in Front. Dieser baut die Führung danach sogar auf 7:4 aus, doch der Ausgleich von Jerome Seagears läßt nicht lange auf sich warten. In dieser Tonart geht es denn auch munter weiter. Beide Mannschaften schenken sich nichts, sie lassen sich nicht vom Gegner abschütteln, so wechselt auch ständig der Führende dieses Spiels. Gute 3 Minuten vor Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Roland Reinelt, Stefan Neudecker und Paul Radakovics zum Einsatz kommen, bringt Jakob Szkutta seine Fünf mit 14:11 voran. Wesley Gordon und Hannes Ochsenhofer bescheren uns wenig später mit 4 Punkten am Stück mit 15:14 voran, doch für die Führung nach dem ersten Spielabschnitt reicht das nicht. 3 Sekunden vor der ersten Viertelpause gibt es noch das 16:15 von Renato Poljak, das ist sehr schade. Nach einer kurzen Rast kann es dann mit den zweiten 10 Minuten weitergehen, hoffentlich mit mehr Konzentration und Nachdruck unseres Teams.

Zu Beginn des 2. Spielabschnitts verpaßt zwar Hannes Ochsenhofer es, uns mit einem Dreipunkter in Führung zu bringen. Das holt aber kurz darauf sein Kollege Paul Radakovics nach, der den Ball jenseits des großen Wurfkreises in die Hände bekommt und ihn für 3 Punkte im Korb versenken kann. Georg Wolf macht es ihm dann anschließend gleich, aber leider trägt dieser ein Gunners- und kein Panthers-Dress. Im nächsten Angriff gelingt es uns nicht, Zähler zu fabrizieren, vielmehr erzielt darauf Benjamin Blazevic Punkte für sein Team, 2 an der Zahl. Jetzt aber ist es wieder soweit, Hannes Ochsenhofer hat sein Visier wieder gut eingestellt und netzt aus der Distanz zum 21:21-Ausgleich ein. Auf der Gegenseite ist nun Maximilian Schuecker doppelt präsent, zum einen durch einen erfolgreichen Wurf zum 23:21, zum anderen durch ein Foul an unserem Paul Radakovics. Der bekommt nun 2 Freiwürfe zugesprochen, von denen er aber nur einen verwerten kann. Dies bringt das Spiel zum Kippen, unsere Akteure lassen sich von dieser Unschicklichkeit anstecken, wirken konsterniert, wie gelähmt. Diesen Umstand machen sich die Pinkataler nun zunutze und ziehen bis zum Ende dieses 2. Spielquartals auf 36:22 davon, was ganz und gar nicht nach unserem Geschmack ist. Nun geht es aber in die Kabinen wo die beiden Coaches das Sagen haben. Unsere Panthers sollten danach wieder rasch in die Spur zurückfinden, um gröberes Unheil zu verhindern und sich selbst noch die Chance auf den Sieg zu bewahren.

Zu Beginn des 3. Viertels ist zumindest Hannes Ochsenhofer wieder in der Spur. Nach einem Foul an ihn darf er für 2 Freiwürfe an die Linie, beide landen sicher im Korb. Denzel Gregg kontert aber sofort, 2 Zähler gehen nun auf sein Konto und natürlich auch auf das seiner Mannschaft. Jetzt kann sich auch Wesley Gordon in Szene setzen, leider ist dies an diesem Abend zu selten der Fall, zumindest wenn es um Punkte geht. In diesem Fall macht er sie, 28:38 liegen wir in jenem Moment zurück. Doch Denzel Gregg stellt im Gegenzug mit 2 erfolgreichen Freiwürfen den alten Abstand wieder her. Aber die Antwort von Hannes Ochsenhofer folgt sogleich, 2 Punkte von ihm bringen uns auf 30:40 heran. Unsere Burschen versuchen jetzt alles, um noch näher an die Kanoniere heranzukommen, aber es gelingt ihnen vorerst nicht, die Leichtigkeit des Siegs gegen die Bundeshauptstädter ist nicht da. Die Messestädter wiederum wittern nun Morgenluft, werfen und treffen aus allen Lagen und ziehen wieder davon. Etwas mehr 3 Minuten vor Ende dieses 3. Viertels führen sie mit 21 Punkten Vorsprung, und zwar mit 56:35. Doch bis zur letzten Viertelpause können wir gottseidank den Schaden ein wenig begrenzen, ein paar Punkte aufholen, was in einem Spielstand von 42:60 aus unserer Sicht nach 30 Spielminuten resultiert. Das Spiel scheint jedoch scheint von den Gästen schon gewonnen zu sein, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Das letzte Viertel beginnen wir gar nicht mal so schlecht. Zuerst verwertet Marko Car einen von einen Freiwurf und danach haut er einen Dreipunkter in die Maschen. Den Oberwartern aber gelingt kein Punktezuwachs, Hannes Ochsenhofer macht es danach Marko Car gleich. Auch er versenkt einen Fernwurf im Korb, wir sind nur mehr 11 Punkte zurück, 49:60 in Zahlen. In dieser Tonart geht es weiter, unsere Panthers holen immer wieder ein paar Punkte auf, die Gäste jedoch können daraufhin das eine und andere Mal kontern. Unsere Burschen lassen sich aber nicht beirren, voller Herz und Leidenschaft halten sie dagegen und kämpfen weiter bis zum Umfallen. Etwas mehr als 5 Minuten vor Ende des Spiels liegen wir nach 5 ochsenhoferschen Zählern nur mehr 6 Punkte hinten, ein 62:68 prangt nun von der Anzeigentafel. Jetzt haben die südburgenländischen Kanoniere den Ball, der gelangt zu Denzel Gregg und dieser bleibt nun eiskalt. Der US-Boy bringt sich jenseits der 3-Punkte-Linie in Position, wirft den Ball Richtung Korb und drinnen ist er. Als dann noch Jerome Seargears 2 Freiwürfe zum 62:73 verwertet, scheint die Partie gelaufen. In den letzten 3 Minuten hauen wir dann zwar noch eine Schippe drauf, die Gunners bleiben aber standhaft und beenden dieses Derby mit einem 77:66. Die Oberwarter Fans feiern nun ihre Spieler, die Fürstenfelder Fans trösten die ihrigen.

Leider ist unsere Serie nach 3 Siegen zu Ende gegangen, vielleicht war ja die spielfreie Runde letztes Wochenende der Grund dafür. Jedenfalls sind wir am Freitagabend nie wirklich in den Rhythmus gekommen, und das ausgerechnet gegen den größten Konkurrenten um Platz 7. Aber angesichts der neuesten Entwicklungen der ABL könnte die Relegation für heuer gestorben sein und die Liga auf 10 Mannschaften erhöht werden.

Am Sonntag um 17:00 sind unsere Panthers wieder gefordert. Sie sind nämlich bei den Flyers Wels in deren Raiffeisen Arena zu Gast, jegliche Unterstützung ist erbeten. Vielleicht gelingt uns ja in dieser Messestadt eine Überraschung.

Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:

https://tinyurl.com/y7g5s2qf

Klaus Vollstuber