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Panthers verlieren gegen den BC Vienna die weiße Heimweste

An Halloween stand für unsere Mannen das Heimspiel gegen die Clubberer aus Wien auf dem Spielplan. Trotz einer beinharten Kampfes ziehen wir gegen die Fünf von Johnny Griffin den Kürzeren. Ohne Hannes Ochsenhofer half auch die mustergültige Unterstützung unserer zahlreich erschienen Fans setzt es ein unglückliches 68:78.
Zu Beginn dieser für viel Spannung sorgenden Begegnung vertraut unser Head Coach Pit Stahl in Abwesenheit des leider verletzten Hannes Ochsenhofer auf Jakob Ernst, Marko Car, Paul Radakovics, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Gäste setzen der etatmäßige Head Coach Tomislav Vidovic und sein etatmäßiger Assistant Coach John Griffin auf Mustafa Hassan Zadeh, Anthony Clemmons, Predrag Miletic, Sebastian Koch und Aleksandar Andjelkovic.
Der Start in dieses schwere Heimspiel an Halloween könnte für uns besser sein. Predrag Miletic erzielt die ersten Punkte an diesem Abend, und wie könnte es bei ihm anders sein, sind es gleich deren 3. Jakob Ernst verpatzt danach zwar seinen Dreipunkteversuch, doch Marino Sarlija springt für ihn in die Bresche und verkürzt auf 2:3. Daran können wir uns leider nicht lange erfreuen, denn abermals ist Predrag Miletic von Downtown zur Stelle. Marino Sarlija kann nun wieder sofort kontern und auf 4:6 verkürzen. Während bei uns in weiterer Folge offensiv wie defensiv nicht viel zusammenläuft, spielen die Gäste von der Donau wie aus einem Guß weiter. Sie stehen bärenstark in der Defense und in der Offense treffen sie aus allen Lagen. Nach nur knapp 5 Minuten liegen sie schon mit 20:6 voran, als Panthers-Aficionado kann einem da schon Unheilvolles schwanen. Obwohl auf unserer Seite dann noch Luka Gaspar und Kapitän Christop Astl neu ins Spiel kommen und ihre ganze Güssinger Kampfkraft aufbieten, müssen wir mit einem gar nicht prickelnden 15:29 in die erste Viertelpause gehen.
Der Start in das zweite Viertel muß für unsere Panthers besser verlaufen und das tut er auch. Paul Radakovics und Marko Car zeigen, was sie draufhaben und netzen beide von der Vorstadt ein. Und schon sind wir auf 8 Punkte an den Hauptstädtern dran, auch die Stimmungslage in unserer altehrwürdigen Heimstätte bessert sich stetig. Anders als im Startviertel, wo ja vor allem der sehr wendige Mustafa Hassan Zadeh aufgezeigt hat, sind die Roten jetzt eher statisch, konsterniert. Wir hingegen befinden uns nun auf der perfekten Welle, auf der wir ganz locker und leger dahinreiten. Keine 3 Minuten sind in diesem 2. Viertel gespielt, liegen wir nach einem erfolgreichen Dreipunkter von Christoph Astl himself nur mehr mit 25:29 zurück. Jetzt kommt aber wieder eine kalte Dusche, Anthony Clemmons scort nach einem Assist von Großmeister Predrag Miletic zwei Punkte ins Runde. Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams zeigen Basketball vom Feinsten. Obwohl Pit Stahl auch noch Stefan Michael Neudecker in die Schlacht wirft, mehr als der Ausgleich zum 35:35 ist für uns (noch) nicht drin. Beim Ertönen der Schlußsirene prangt ein 41:47 aus unserer Sicht von der Anzeigentafel, jetzt geht es vorerst einmal in die Kabinen.
Die Halbzeitpause scheint beiden Teams nicht gerade gutgetan zu haben. In den ersten 63 Sekunden des 3. Spielabschnitts sind beide Körbe unserer Stadthalle beschäftigungslos. Erst Paulchen Panther aka Paul Radakovics gelingt es, diese Unzeit zu beenden. Der Oberwarter im orangen Dress bringt uns mit einem lupenreinen Dreipunkter auf 3 Punkte an die Wiener heran. Wieder einmal haben wir die Rechnung ohne Predrag Miletic gemacht, dieser scort wieder einmal aus der Vorstadt. In dieser Tonart geht es vorerst weiter, wir halten beinhart dagegen, die Gäste können dem standhalten. Mit Fortdauer dieses Viertels aber verlieren wir den Zugriff auf dieses Spiel immer mehr. In der Offense gehen unsere Würfe nicht mehr hinein, und hinten stehen wir zu weit vom Mann weg. Anstatt ordentlich aufzuholen, wird unser Rückstand wieder etwas größer, das ist nicht gerade optimal. So geht es mit einem 56:70 in die letzte Viertelpause, ein Heimsieg ist nicht unmöglich, aber es wird ziemlich hart.
Luka Gaspar und Marko Car bringen uns mit jeweils einem Sprungwurf zumindest auf 10 Punkte heran, die ersten Schritte für eine Aufholjagd wären eingeleitet. Anthony Clemmons hält jetzt aber dagegen, er erzielt 2 sehenswerte Punkte per Sprungwurf. Sprungwürfe scheinen Hochsaison zu haben an diesem Halloweenabend. Unsere Burschen werfen nun alles in die Waagschale, kämpfen, beißen und fast kratzen sie auch, unser Rückstand wird und wird nicht kleiner. So verrinnt die Zeit, die Minuten werden zu Sekunden, die Sekunden werden immer weniger, und so kommt es wie es kommen mußte, die Wiener gehen mit einem 78:68-Sieg vom Parkett.
Vor allem im ersten Viertel konnte unsere Mannschaft den Ausfall von Hannes Ochsenhofer nicht kompensieren. In den restlichen Vierteln haben unsere Burschen immer besser ins Spiel gefunden, teilweise exzellenten Teambasketball gezeigt, doch in den entscheidenden Momenten fehlte das Glück. Trotz allem kann man mit dem Verlauf der Meisterschaft bis jetzt ziemlich zufrieden sein, unser Team findet immer besser zusammen, Pit Stahl leistet ausgezeichnete Arbeit.
Am nächsten Wochenende steht nur eine Runde auf dem Spielplan, dies gilt aber nicht für unsere Mannschaft, die hat nämlich spielfrei. Das nächste Spiel, wiederum ein Heimspiel, findet dann am Sonntag, 13. November, mit Beginn um 17:00 statt. Gäste werden dann die Gunners aus Oberwart sein, Spannung ist da wieder garantiert.
Scorer Panthers: Sarlija 15, Car 15, Iliev 15, Ernst 8, Astl 7, Radakovics 6, Gaspar 2,
Schließen möchte ich natürlich auch heute wieder mit dem Link zum abgelaufenen Spiel.
Klaus Vollstuber