Ochsenhofer klein in Gmunden

Ersatzgeschwächte Panthers bei Raubkatzenduell auf verlorenem Posten

Am Sonntag fand für unsere Panthers das Raubkatzenduell bei den Traiskirchen Lions statt, in dieser Saison war es schon das vierte. Bei 2 vorigen Anläufen in der Meisterschaft klappte es mit einem Sieg noch nicht, dafür waren wir im Cup-Viertelfinale zu Hause in unserer Stadthalle erfolgreich. Dafür wollten sich die Löwen natürlich revanchieren, und das ist ihnen leider auch geglückt. Ohne unseren noch verletzten Topscorer Wesley Gordon konnten wir nur am Anfang mithalten, dann ging uns leider ziemlich schnell die Luft aus. So mußten wir mit einer 69:102-Niederlage die Heimreise über den Wechsel antreten.
Zu Beginn dieses Duells am Sonntagabend vertrauen Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach in Anwesenheit des leider noch nicht fitten Wesley Gordon und den vermeintlichen Debütanten Malik Beganovic aus unserem Nachwuchs auf Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Christopher Reyes. Auf Seiten der Hausherren setzen Head Coach Zoran Kostic und Playing Assistant Coach Ramiz Suljanovic auf Ex-Panther Shawn L. Ray, Bendedikt Güttl, Benedikt Danek, Florian Trmal und Jozo Brkic.
Der Beginn in diese Partie verläuft  für uns vielversprechend, können wir doch den Ball nach dem Aufwurf erobern. Den Ball im Korb unterzubringen, das gelingt uns leider nicht. Christopher Reyes kann zwar einen Sprungwurf anbringen, ist aber unglücklicherweise nicht von Erfolg gekrönt. Benedikt Danek und Sir Shawn Ray auf der anderen Seite machen es nun viel besser. Sie lassen ihr Team dreimal jubeln, nach guten 2 Minuten liegen die niederösterreichischen Raubkatzen mit 5:0 voran. Aber jetzt schlägt es zurück, das orange Imperium. Innerhalb von 2 Minuten gelingt uns durch kluges Spiel sowohl in Offense wie auch in Defense der Ausgleich zum 5:5. Bis zur 6. Minute ist das Spiel ein offener Schlagabtausch, die Führung wechselt ständig, ehe ein ausgeglichenes 10:10 von der Anzeigentafel, damit können wir gut leben, wir brauchen nur weiter dagegenhalten. Doch genau jetzt reißt bei uns der Faden, wir treffen einige nicht ganz richtige Entscheidungen, unsere Bälle landen im Gegensatz zu denen der Gastgeber nicht im Korb, sondern daneben. Die Löwen nutzen das eiskalt aus, ziehen innerhalb kurzer Zeit auf 17:10 davon, ehe Hannes Ochsenhofer diesen roten Lauf zumindest unterbrechen kann. Die Traiskirchner aber, die bleiben am Drücker, und zwar hammerhart. So endet das Startviertel, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Roland Reinelt zum Einsatz kommen, mit einem klaren und deutlichen 29:16. In der nun kommenden ersten Viertelpause müssen wir schnell zu Ruhe und Konzentration kommen, um danach wieder schnell in die Spur zu finden.
Das zweite Viertel beginnt für uns aber leider mit einer Klatsche. Anstatt selbst zu punkten, müssen wir leider 2 Punkte der heimischen Fünf hinnehmen, Jozo Brkic ist für diese zuständig. Quasi im Gegenzug versucht Paul Radakovics, den Ball aus der Distanz im Korb unterzubringen. Dies gelingt ihm leider nicht, da er dabei aber gefoult wird, darf er für drei Freiwürfe an die Linie. Immerhin ist er mit zweien erfolgreich, der Rückstand auf die Gastgeber um 2 Punkte verkürzt. Edvin Brkic läßt das aber nicht auf sich sitzen, er ist ohnehin schon on fire und stellt den alten Abstand zu unserer Fünf gleich wieder her. Unsere Burschen halten aber nach wie vor dagegen, was sich im Spielstand leider nicht widerspiegelt. Zur Mitte dieser Spielperiode liegen wir um die 20 Punkte zurück, 3 Minuten später sind es dann „nur“ mehr 14 Zähler. Aber leider geht uns in den nächsten Minuten bis zur Halbzeit die Luft aus, die Hausherren wiederum bekommen die zweite Luft und ziehen wieder davon. Obwohl uns in diesem Viertel Stefan Neudecker helfend zur Seite steht, müssen wir mit einem ziemlich ernüchternden 32:54 in die Halbzeitpause gehen, wo nun in den Kabinen die Coaches das Sagen haben. Anschließend müssen wir alles und noch mehr geben, um im Lions Dome noch irgendwas reißen zu können.
Das 3. Viertel beginnt leider so, wie das 2. geendet hat, und zwar mit Punkten der ehemaligen Darskirchner. Ein halbes Dutzend an der Zahl sind es, ehe die ersten orangen Zähler in diesem vorletzten Spielabschnitt passieren. Marko Car fabriziert per Sprungwurf unsere Punkte Nummer 33 und 34, was zu diesem Zeitpunkt nicht gerade viel ist. Uns fehlen eben die Punkte von Wesley Gordon und nicht nur die. Denn es ist leider Tatsache, daß genügend Akteure für uns am Werke sind, die eigentlich punkten können, es im Moment aber leider nicht zustandebringen. Fakt ist aber auch, daß der Lions Dome nicht gerade unsere Lieblingshalle ist und es einmal sogar Nebensache war, daß wir ein Spiel verloren haben. Kommen wir jetzt aber wieder zurück zur Gegenwart und die ist durchwachsen, auch für die Löwen. Denn auch sie haben in diesem 3. Spielabschnitt, in dem auf unserer Seite auch Klaus Reinelt ins Geschehen eingreifen darf, Probleme, zu punkten. Immerhin konnten sie ihren Vorsprung halten, sodaß es mit einem für sie bequemen 72:50 in die letzte Viertelpause geht. Den Sieg werden wir uns heute leider nicht holen, sich ehrbar aus der Affäre ziehen, das sollte jetzt unser Ziel sein.
Die letzte Viertelpause scheint unseren Panthers nicht sehr gut getan zu haben, sind es doch die Lions, die die ersten Punkte in der letzten Spielperiode erzielen. Diesmal ist es Florian Trmal, der einnetzt, und zwar zum 74:50 aus Sicht der Niederösterreicher. Auf unserer Seite sorgt jetzt Luka Gaspar dafür, daß wir in diesem Viertel wenigstens einmal anschreiben können. Doch zu mehr reicht es vorerst nicht, denn nun steigen die früheren Semperitler ordentlich aufs Gas, kein Wunder, waren doch das mit die besten Reifen auf dem Markt, sowohl in der Sommer- als auch in der Winterzeit. Unsereins kann da nicht so leicht mithalten, zumal ja wie schon erwähnt ein wichtiges Glied unserer Kette fehlt. So ziehen die Gastgeber fast einsam ihre Kreise, bauen ihren ohnehin schon großen Vorsprung noch weiter aus. Das Spiel, das eigentlich schon längst entschieden ist, geht in die Schlußphase. Hüben wie drüben ist jetzt nicht mehr die Einsergarde am Werk, und als dann die Schlußsirene ertönt, müssen wir mit einer 69:102-Niederlage leben.
In dieser Woche gilt es, Lehren aus dieser Pleite in Traiskirchen zu ziehen, zu regenerieren, gut zu trainieren, damit die Mission Cup-Final-Four, die dieses Wochenende am Traunsee stattfindet. Unser Halbfinale steigt am kommenden Samstag, 24.03.2018, mit Beginn um 19:15, in der Volksbank Arena zu Gmunden.
Liebe Panthers-Fans, laßt uns am Samstag bitte nicht im Stich! Unsere Burschen könnten an diesem Wochenende einen Titel holen, was ein hartes Unterfangen ist, mit euch könnte es gelingen! Wir brauchen euch, also kommt an den Traunsee und feuert uns an!
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber