Sarlija gegen KapfenbergSKR_0609

Glücklose Panthers verlieren Heimderby gegen die Bulls

Am Montag, dem ersten Tag der Karwoche, stand für unsere orangen Burschen das letzte Steirerderby des Grunddurchgangs auf dem Spielplan. In einer ziemlich gut besuchten Stadthalle empfingen sie die Bulls aus Kapfenberg. Trotz harten Kampfes und ausgezeichneter Unterstützung unserer Fans mußten wir uns den Hochsteirern geschlagen geben, und zwar mit einem letztendlich doch klaren 68:86.
Zu Beginn dieses steirischen Basketballklassikers setzt Head Coach Pit Stahl auf Paul Radakovics, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev, Marko Car ist ja leider noch immer verletzt. Auf Seiten der Gäste vertrauen Head Coach Michael Schrittwieser und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic in Abwesenheit des weiteren Assistant Coaches Tatiana Gallova auf Kareem Jamar, Bogic Vujosevic, Kushtrim Dvorani, Filip Krämer und Nemanja Krstic.
Der Start in dieses Steirerderby zu Wochenbeginn verläuft eher schleppend. Die Kapfenberger können sich zwar beim Aufwurf den Ball krallen, können aber kein Kapital schlagen. Obwohl sie in der ersten Minute nich nur eine Möglichkeit auf die ersten Punkte dieser Begegnung haben, bleibt für sie die Null auf der Anzeigentafel stehen. Anders ist die Situation bei unseren Panthers. Nach 59 Sekunden fabriziert Marino Sarlija den ersten Wurf unseres Teams, und der ist sogleich drinnen. Danach verlagern wir uns eher auf die Defence, was verdienterweise Früchte trägt. Die Obersteirer zerschellen Mal um Mal an unserer Mauer, wir hingegen können unser Punktekonto auffetten, wenn auch etwas bescheiden. Nach knapp 3 gespielten Minuten liegen wir mit 6:0 voran, der erste Score der Gäste läßt weiterhin auf sich warten. Nach 4 Minuten ist diese Scharte ausgewetzt, Bogic Vujosevic trifft gleich aus der Distanz und verkürzt somit auf 3:6 aus Sicht seiner Mannschaft. Dies ist jetzt die Initialzündung für die Walfersamer, die von Minute zu Minute besser werden, unsere Panthers mehr und mehr unter Druck setzen und 3 Minuten vor Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Jakob Ernst, Stefan Neudecker, Kapitän Christoph Astl und Luka Gaspar zum Einsatz kommen,  zum 10:10 ausgleichen können. Bis zur ersten Viertelpause entwickelt sich ein packender Schlagabtausch, mit einer knappen 20:18-Führung geht es dann in diese.
Das 2. Viertel beginnt ein bißchen anders als das 1., ganz speziell für die Gäste. Diesmal versenken sie gleich ihren ersten Wurf, und zwar in Person von Altmeister Armin Woschank, der aus der Distanz auf 23:18 stellt. Hannes Ochsenhofer, der unermüdliche Litzelsdorfer, ist aber gottseidank sofort zur Stelle, ebenfalls aus der Distanz kann er für uns auf 21:23 verkürzen. Nach einem erfolgreichen Sprungwurf für 2 Punkte von Kareem Jamar darf Hannes Ochsenhofer für 2 Freiwürfe an die Linie. Er kann leider nur einen davon verwerten, und dieser eine Punkt ist der letzte Panthers-Punkt für eine lange Zeit. Die Kapfenberger, die ziehen nämlich jetz ihren Turbo, eigentlich den Turbo-Boost. Wie eine gewaltige Bullenherde trampeln sie nun über das Spielfeld, punkten schneller als die Polizei erlaubt und bringen unsere Burschen total aus dem Konzept. Gerade jetzt fehlt Marko Car an allen Ecken und Enden, seine Punkte brauchen wir mehr als einen Bissen Brot. Etwas mehr als 2 Minuten vor dem Ende dieses Viertels führt die Schrittwieser-Fünf mit 45:26, das macht einen nur sprachlos. Bis zur Halbzeitpause können wir den Schaden dann aber doch ein wenig begrenzen und ein paar Punkte aufholen. Aber trotzdem geht es mit einem eher suboptimalen 34:48 aus unserer Sicht in die Kabinen, wo vor allem Pit Stahl Aufbauarbeit leisten muß.
Die Pause zwischen den Halbzeiten scheint beiden Teams nicht so gutgetan zu haben. Ähnlich wie im ersten Viertel gelingt es niemandem, den Ball im Korb unterzubringen. Der erste, der jetzt Zählbares zustandebringt, ist Nemanja Krstic. Dieser darf für 2 Freiwürfe an die Linie, immerhin kann er einen dieser Versuche erfolgreich verwerten. Ein paar Augenblicke später, unsere Mannen konnten inzwischen noch immer keinen Score in diesem Spielabschnitt zustandebringen, macht es Nemanja Krstic besser. Wiederum erhät er die Chance in Form von 2 Freiwürfen, und diesmal ist er mit beiden erfolgreich. Nun ist es aber endlich an der Zeit für die ersten Panthers-Punkte in diesem Spielabschnitt, Hannes Ochsenhofer ist es, der sie macht. Dies ist auch der Weckruf für seine Kollegen, ab nun läuft es für uns wesentlich besser. Sie bäumen sich auf, hauen alles rein, was sie haben, und das macht sich auch auf der Anzeigentafel bemerkbar. Unser Rückstand reduziert sich mehr und mehr, zur Mitte dieses 3. Viertels sind wir bis auf 48:55 an unsere Gäste herangekommen. Diese fighten aber zurück, können sich aber nicht mehr so leicht absetzen, unseren Burschen sind wieder da. Bis zur letzten Viertelpause geht es noch heiß her, ein 52:62 aus unserer Sicht läßt noch reelle Hoffnung auf ein gutes Ende dieses Derbys aufkeimen.
Ein schneller Korb zum Start des letzten Spielabschnitts wäre jetzt enorm wichtig, diesen gibt es auch, aber leider für die ehemaligen Bears. Der Youngster Marck Coffin, Sohn der Legende Mike Coffin, den wir ja am Karfreitag sehen werden, zeichnet für diesen verantwortlich, 2 Punkte sind der Lohn dafür. Marino Sarlija, der heute wie eigentlich die ganze Saison über eher unauffällig, dafür umso ertragreicher spielt, kontert sofort und hält somit unseren Rückstand in Grenzen. Angetrieben von unseren dankenswerterweise phantastischen Fans bieten wir unsere letzten Kräfte auf und halten alles dagegen, was wir haben. Vorerst trägt das noch Früchte, wir können ein paar Punkte aufholen, ehe die Kapfenberger dies wieder zunichtemachen. Doch nach und nach schwinden bei uns die Kräfte, die Obersteirer legen einen Gang zu, wir kommen nicht mehr hinterher und unser Schicksal ist besiegelt. Die letzten Minuten sind dann nur mehr ein Ausgalopp, bei Ertönen der Schlußsirene müssen wir ein 68:86 hinnehmen.
Unsere Burschen haben gegen die Kapfenberg Bulls alles gegeben, auch gar nicht schlecht gespielt. In den entscheidenden Momenten hat uns aber das Glück und auch Marko Car gefehlt. Andererseits sind die Hochsteirer regierender Cupsieger und haben all ihre Erfahrung, Routine und Jugend aufgeboten und somit einen klaren Sieg eingefahren. Verstecken brauchen wir uns aber noch lange nicht.
Am Karfreitag geht es für uns schon wieder weiter, eine schwierige Aufgabe wartet auf uns. Um 19:30 empfangen wir in unserer Stadthalle den WBC Wels, unseren direkten Konkurrenten um einen Play-Off-Platz. Ein Sieg ist absolute Pflicht, mit möglichst großem Rückhalt unserer Fans möge uns diese Übung gelingen.
Nun gibts zum Abschluß natürlich wieder die Statistik:
Klaus Vollstuber

Scorer: Sarlija 21, Ochsenhofer 13, Iliev 11, Jandl 10, Radakovics 6, Gaspar 3, Ernst 2, Neudecker 2, bzw. Woschank 17, Stegnajaic 17