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Panthers krallen sich Derbysieg gegen UBSC Graz

 

Zum Auftakt der neuen Saison stand für unsere Panthers gleich das Derby gegen UBSC Graz auf dem Spielplan. In einer packenden Begegnung, bei der kein Team dem anderen etwas geschenkt hat, behalten die Panthers zur Freude des zahlreich erschienen Publikums mit 70:69 knapp die Oberhand.
Zu Spielbeginn schenkt unser neuer Head Coach Pit Stahl Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev sein Vertrauen, C.J. Turman darf als vierter Ausländer leider nur zuschauen. Auf Seiten der Landeshauptstädter schicken Head Coach Lluis Pino Vera und sein Assistant Coach Steffen Leitgeb Anton Maresch, Marin Sliskovic, David Hasenburger, Drago Brcina und Milos Krivokapic auf das Spielfeld.
Das Steirerderby beginnt ziemlich zäh, weder unsere Panthers noch die Gäste aus der Murstadt können ihre ersten Angriffe positiv abschließen. Heimkehrer Anton Maresch ist es dann vorbehalten, das Privileg des ersten Korbs, der gleich 3 Punkte wert ist, zu zelebrieren. Jakob Ernst kann dann sogleich kontern und mit 2 erfolgreich versenkten Freiwürfen auf 2:3 zu verkürzen. Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteil für unsere Gäste. Grund dafür ist die leider nicht immer sattelfeste Defence unserseits, die Offence kann das größtenteils kaschieren. Knapp vor Ende des Startviertels können wir, nicht zuletzt dank der Hilfe der neu ins Spiel gekommenen Paul Radakovics und Luka Gaspar, mit 22:21 in Führung gehen. Aber dank dreier Punkte von Anton Maresch gehen die Grazer mit einer Führung in die erste Viertelpause, und zwar mit einem 24:22.
Der erste Korb des zweiten Viertels ist Sache unserer Panthers. Luka Gaspar sorgt mit ihm für den Ausgleich zum 24:24, doch das soll es vorerst leider für uns gewesen sein. Die Uhrturmstädter übernehmen jetzt nämlich immer mehr das Kommando, erzielen Korb um Korb und lassen unsere Mannen ziemlich alt aussehen. Simeon Iliev, unsere neue lange Wunderwaffe aus Bulgarien, stoppt dann diesen Lauf der Schloßbergstädter. Mit 4 Punkten en suite macht er aus einem 24:32 immerhin ein 28:32. Anton Maresch mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz und Cameron Naylor stellen jetzt auf 37:28 für ihr Team. Unsere Panthers, bei denen in diesem zweiten Spielabschnitt Kapitän Christoph Astl neu ins Spiel gekommen ist, kontern aber sogleich und können auf 33:37 verkürzen. Doch Cameron Naylor sorgt quasi im Gegenzug dafür, daß seine Mannschaft mit einem 39:33 in die Kabine zum Halbzeitpausenelektrolytgetränk gehen kann. Es bleibt spannend, auch für unsere Panthers ist noch alles drin.
Obwohl unsere Jungs nun jeden Punkt gebrauchen können, machen die Unionbasketballer die ersten 4 Punkte des 3. Viertels. Wer jetzt glaubt, daß wir nun den Kopf in den Sand stecken, der irrt, und zwar gewaltig. Jetzt erwachen wir endgültig zum Leben, angetrieben von Pit Stahl, von den Akteuren auf der Bank und nicht zuletzt von unseren Fans, spielen wir uns in einen Rausch. In den nächsten Minuten ist es nur eine Mannschaft, die am Drücker ist, nur eine Mannschaft, die scort, und das ist unsere. Es ist eine wahre Freude zu sehen, zu was unser Team imstande ist. Da geht einem das Herz auf, wie aus einem 33:43-Rückstand eine 45:43-Führung wird. Die Grazer können unseren Run dann zwar kurz unterbrechen, stoppen können sie ihn aber nicht. Auch dank der in diesem 3. Spielabschnitt neu ins Spiel gekommenen Admir Zukic und Stefan Neudecker und dem letzten Viertelkorb von Christoph Astl können wir mit einer 58:50-Führung die letzte Viertelpause begehen.
Marko Car, der abermals sein letztes Hemd für unsere Mannschaft gibt, scort zwar zu Beginn des letzten Viertels zum 60:50, doch das ist noch lange nicht die Entscheidung. Die St. Leonhardner geben sich nämlich noch lange nicht geschlagen und werfen noch alles in die Waagschale. Während uns die Kräfte ob des vorletzten Viertels schwinden, holen die Gäste Punkt um Punkt auf. Das kostet natürlich auch Nerven, an denen in den letzten Spielminuten mehr und mehr gezerrt wird. Die Führung wechselt nun ständig, kein Team kann sich absetzen, von den Fans sitzt niemand mehr. Hannes Ochsenhofer läßt das ziemlich kalt, er bringt uns nun mit 68:67 in Führung. Im Gegenzug läßt sich Milos Krivokapic nicht einschüchtern und daher steht es jetzt auch 69:68 für sein Team. Das ist aber noch nicht der Sieg, denn da ist auf unser Seite ja der ehemalige Ritter Jakob Ernst. Er bleibt nun ganz ruhig und sorgt nun per Sprungwurf für das 70:69. Anton Maresch hat es jetzt noch in der Hand, doch er scheitert mit seinem Wurf und somit krallen wir uns den Derbysieg.
Dieser Sieg war ein hartes Stück Arbeit, doch das ist ja ein gutes Zeichen, zu sehen, daß unsere Mannschaft arbeiten kann. Das ist eben auch ein Verdienst unseres Head Coachs Pit Stahl, der sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen läßt.
Ein besonderer Dank gilt auch wieder unseren Fans, die uns zu diesem Husarenstück getrieben haben und dies auch hoffentlich auch morgen tun werden. Denn um 18:00 kommt es im Lions Dome zu Traiskirchen zum Raubkatzenduell mit den Lions.

 

Scorer: Iliev 22, Ernst 14, Car 14 – 8 Reb. 8 Ass., Sarlija 11, Ochsenhofer 5, Gaspar 2, Astl 2

Foto: Quelle Pictorial, Angelika Novak

Klaus Vollstuber