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Krallenlose Panthers verpatzen Heimauftakt gegen die Lions aus Traiskirchen

Am Mittwoch stand für unsere Panthers der Auftakt in die neue Saison auf dem Programm. Zuhause in unserer Stadthalle empfingen unsere orangen Burschen die Traiskirchner Arkadialöwen zum Raubkatzenduell. Obwohl Marko Car sein Comeback gegeben hat und er seine Kollegen immer wieder anfeuerte, setzte es für uns am Ende eine äußerst hohe und bittere 55:79-Heimniederlage vor unseren eigenen Fans.
Zu Beginn ihres Pflichtspieldebüts vertraut unser neuformiertes Trainerduo, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und seinem Assistant Coach Adnan Bajramovic, auf Luka Gaspar, Marko Car, unserem neuen Kapitän, Hannes Ochsenhofer und unsere nagelneuen US-Boys Christopher Reyes und Wesley Gordon. Auf Seiten der Niederösterreicher setzt der Rückkehrer, also Head Coach Zoran Kostic, auf Beneditkt Güttl, Benedikt Danek, Aleksandar Andjelkovic, Martin Maximilian Trmal und Jozo Brkic.
Der Start in dieses Raubkatzenduell zum Wochenteiler verläuft ziemlich holprig. Sowohl unsere Panthers, die sich den ersten Angriff dieser Begegnung erkämpfen, als auch die Gäste aus Niederösterreich können ihre ersten Offensivaktionen nicht erfolgreich abschließen, zu stark sind die jeweils anderen Defensivabteilungen.  Erst unser Neuzugang Christopher Reyes, ehemaliger College-Kollege von unserem rotweißroten NBA-Export Jakob Pöltl, kann diesen Bann nach etwas mehr als einer Minute brechen und den Ball per Tap-in im Korb unterbringen. Unser Mastermind Marko Car kann danach nach einer erfolgreichen Defensive mit einem erfolgreichen Distanzwurf unsere Führung auf 5:0 ausbauen. Anstatt jetzt nachzulegen, gelingt dies unseren Jungs trotz harter Anstrengung leider nicht. Benedikt Güttl und Aleksandar Andjelkovic können diese Schwächeperiode ausnutzen und den 5:5-Ausgleich herbeiführen. Christopher Reyes gelingt zwar nun durch zwei erfolgreiche Freiwürfe der Konter, doch die Gäste können jetzt abermals 5 Punkte drauflegen und auf 10:7 stellen. Marko Car macht nun diesem Treiben mit einem lupenreinen Dreipunkter ein Ende, doch leider nur vorerst. Die Löwen sind momentan im Gegensatz zu unseren Pantherbuam wahrlich los und knallen einen 6:0 Run auf das Parkett unserer altehrwürdigen Heimstätte.  Doch bis zum Ende dieses Startviertels gelingt es uns, nicht zuletzt der neu ins Spiel gekommenen Paul Radakovics, Stefan Neudecker und Jakob Ernst, den Schaden weitestgehend zu begrenzen. Somit können wir mit einem knappen 14:16-Rückstand die erste Viertelpause begehen und Kräfte für das zweite Viertel bündeln.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigt Christopher Reyes, was er draufhat, und gleicht per Sprungwurf zum 16:16 aus. Erleichterung für unser Spiel bringt das aber leider nicht,  die Kostic-Fünf bleibt an uns dran wie die Kletten, obwohl Tilo Klette ja gar kein Löwe ist, sondern noch immer ein äußerst starker Gmundner Schwan. In den nächsten Minuten entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, die Führung wechselt ständig, keine Fünf kann sich wirklich absetzen. Gute 7 Minuten vor der Halbzeitpause liegen unsere Burschen 25:21, also 4 Punkte voran, doch Ramiz Suljanovic, eines der ABL-Urgesteine, das jetzt das Löwen-Dress trägt, und Benedikt Danek führen ihr Team Generälen gleich zu einem 34:27-Vorsprung, 31 Sekunden vor der großen Pause. Unsere Mannschaft schaut in dieser Phase gar nicht gut aus, selbst die beiden neu ins Spiel gebrachten Youngster Drew Koka und Roland Reinelt schaffen es vorerst nicht, ihren Gefährten entscheidend zu helfen. Aber es gibt ja noch Christopher Reyes, der uns mit einem sehenswerten Wurf aus der Weite auf 30:34 an das Gästeteam heranbringt. Mit diesem Spielstand geht es nun in die Kabinen, wo nun die Trainer versuchen, ihre Motivationskünste sinnvoll an den Mann zu bringen. Wie beim Lotto ist auch bei diesem Spiel noch alles möglich.
 Wesley Gordon scheint die Halbzeitpause besonders gut getan zu haben, denn mit einem coolen Sprungwurf halbiert er unseren Rückstand und stellt auch 32:34. Die Löwen aus dem Traisental lassen sich davon aber nicht wirklich beeindrucken, sie können sofort kontern und in weiterer Folge ihre Führung behaupten, wenn auch nur knapp. Zur Mitte dieses 3. Viertels schafft es Wesley Gordon dann endlich wieder, uns in Front zu bringen, und zwar mit 38:37. In dieser Tonart geht es einige Momente weiter, einmal führt der Gigl, ein anderes Mal der Gogl. Gute 3 Minuten vor Viertelende liegen die Gäste aber plötzlich mit 48:40 voran. Guter Rat ist auf unser Seite dringend nötig, und genau aus diesem Grund nimmt Goran Patekar jetzt eine Auszeit. Viel hilft die aber leider nicht, denn auch danach behalten die Löwen das Kommando. Sie erspielen sich eine 54:47-Führung, mit der es auch in die letzte Viertelpause geht. 7 Punke Rückstand, das ist aber noch lange kein Beinbruch, dieses Match ist für unsere Panthers noch lange nicht verloren.
Um aber Punkte aufholen zu können, und das müssen wir ja unbedingt, braucht man erst einmal den Ball. Aber den haben zu Beginn des letzten Viertels die Lions. Und das nutzen sie schamlos aus, Benedikt Danek performt einen astreinen Wurf aus der Ferne, der sich und seinen Mannen weitere 3 Punkte zum 57:47 bringt. Das ist zwar ein kleiner Rückschlag für unsere Lieblinge, aber mit ein wenig Gegenwehr, erbittertem Kampfgeist und riesengroßer Leidenschaft kann man auch dieses Kind noch schaukeln. Aber irgendwie muß ein Riß aufgetreten sein, ein Fehler im System, noch dazu ein gewaltiger, und das leider auf unserer Seite. Auf einmal klappt nicht mehr allzuviel, in der Offensive findet das runde Spielgerät nicht in den Korb der gegnerischen Mannschaft, in der Defensive wiederum paßt die Zuordnung nicht mehr, die Rebounds landen nicht in unseren Händen, sondern in denen von Suljanovic und Co. So wird der Abstand zwischen beiden Teams groß und größer, daß man schon ein Fernrohr braucht. Unsere Mannen sind eben noch nicht eingespielt, sie wollen ja, aber sie können nicht. Die Routine der Niederösterreicher wiederum setzt sich in diesem Schlußviertel mehr und mehr durch. Das Spiel ist schon längst entschieden, die Minuten werden zu Sekunden, und bei einem Stand von 55:79 aus unserer Sicht endet dieses am Ende doch sehr einseitige Raubkatzenduell. Während sich die Löwen aus Traiskirchen nun von ihren mitgereisten Fans feiern lassen können, müssen sich unsere Spieler von den ihren trösten lassen.
Drei Viertel lang waren wir mit den Niederösterreichern ja auf Augenhöhe, haben sogar zeitweise geführt, also war auch nicht alles schlecht. Doch was im 4. Viertel vonstatten gegangen ist, das bedarf doch einer genauen Analyse. Unser Trainerduo wird schon dafür sorgen, daß dies getan wird und die Köpfe der Spieler wieder aufzurichten. Im Training wird in den nächsten Tagen der Fokus auf eine gute Mischung aus harter Arbeit und Erholung angesagt. Der nächste Gegner kommt ja bestimmt.
Unser nächstes Spiel steigt schon am Montag, da ist dann gleich einmal Derbytime. Unsere Panthers gastieren zu Wochenbeginn beim Tripleholder Kapfenberg Bulls, Spielbeginn ist 19:00, Sky ist live dabei.
Zum Abschluß gibt es auch diesmal den Link zum Spiel, in dem Fall zum Raubkatzenduell:
Klaus Vollstuber

Scorer Panthers: Gordon 19, Reyes 17, Car 8, Ernst 7, Ochsenhofer 3, Gaspar 1