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Panthers-Niederlage ohne Sarlija in Wien

Panthers unterliegen dem BC Vienna deutlich
Am Montagabend gastierten unsere Panthers beim BC Vienna im Hallmann Dome. Ohne den leider noch immer verletzten Marino Sarlija hingen unsere Trauben noch höher als ohnehin schon. Ausgenommen der Anfangsphase war es eine ziemlich klare Angelegenheit für die Hauptstädter, nach einer Lehrstunde mußten wir mit einem äußerst ernüchternden 71:98 von dannen ziehen.
Zu Beginn dieses Spiels in der Bundeshauptstadt schenkt unser Head Coach Pit Stahl Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Kapitän Christoph Astl und Simeon Iliev sein Vertrauen. Auf Marino Sarlija muß er ja leider verletzungsbedingt verzichten, dafür ist aber der vom Landesligakader hochgezogene Ibrahim Alisic das erste Mal mit von der Partie. Auf Seiten der Hausherren schicken Head Coach John Griffin und sein Assistant Coach Ersin Sansak Anthony Clemmons, Stjepan Stazic, Predrag Miletic, Sebastian Koch und Christopher Ferguson auf das Parkett.
Der Beginn dieser Begegnung verläuft für beide Teams ziemlich zäh, die ersten Angriffe verlaufen allesamt im Nichts. Nach knapp einer Minute ist es dann endlich soweit, der erste Korb wird erzielt. Gottseidank ist es Marko Car, er verwertet gleich seinen ersten Versuch aus der Distanz. Die nächsten 5 Punkte aber, die gehen an die Hausherren, die somit mit 5:3 in Führung gehen. Im Gegenzug ist es abermals Marko Car, der mit einem erfolgreichen Wurf, wieder ist es ein Dreier, anschreibt und uns damit mit 6:5 in Führung bringt. Predrag Miletic hält aber nun dagegen, er kontert sofort mit einem Dreier, das Pendel schlägt sich auf Seiten der Gastgeber. Dies ist leider der Startschuß für eine Phase, die so gar nicht nach Wunsch unserer Mannen läuft. Die Clubberer überfahren uns mit Tempobasketball, Spielwitz und Teamplay, da kommen unsere Burschen nicht hinterher. Man merkt das Fehlen von Marino Sarlija mehr und mehr. Nach etwas mehr als 5 Minuten liegen die Hausherren mit 12:6 voran, und in dieser Tonart geht es weiter. Wir kommen immer mehr unter die Räder, vorne wie hinten sind wir nicht auf der Höhe. Dann ertönt endlich die Schlußsirene des Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Luka Gaspar, Stefan Neudecker, Paul Radakovics, Ibrahim Alisic und Admir Ado Zukic zum Einsatz gekommen sind, ein 12:27 aus unserer Sicht hat niemand von uns auf der Rechnung gehabt. Nach der 1. Viertelpause sind wir hoffentlich gestärkt für eine Aufholjagd.
Die ersten Punkte im 2. Spielabschnitt gehen auf das Konto der Donaustädter, Ex-Ritter Sebastian Koch wirft den Ball aus der Distanz in den Korb. Das schafft auf unserer Seite aber auch Marko Car, wie schon so oft an diesem Stefanitagabend. Der Spielstand aber ist schon jetzt erschreckend, 15:30 steht es im Moment, aus unserer Sicht versteht sich. Einer der Hauptverantwortlichen dafür ist Christoher Ferguson, der dort weitermacht, wo er in Oberwart aufgehört hat. In der Defence ist er quasi immer zur Stelle, nun zeigt er auch in der Offence, was er kann und schon führt sein Team mit 32:15.Egal, was wir auf dem Feld versuchen, was Coach Pit Stahl versucht, wir kommen nicht ins Spiel. Die Wiener wiederum brausen wie ein Orkan über das Spielfeld, unsere Panthers sind da ziemlich überfordert. Blickt man nun auf die Anzeigentafel in der Halle an der Donau, dann muß man erkennen, daß unser Rückstand schon 20 Punkte beträgt, die Hälfte der 2. Spielperiode ist schon wieder hinter uns. In der 2. Hälfte dieses Viertels ändert sich daran nichts, und das obwohl wir alles versuchen, doch einzig Marko Car scort beständig weiter. Schlußendlich geht es dann mit einem 33:53 aus unserer Sicht in die Kabinen, Kräfte sammeln tut bei uns nun not.
Ein guter Start ins 3. Viertel wäre für uns sehr wichtig. Der gelingt auch, dafür sorgt – natürlich Marko Car. Diesmal ist er mit einem Zweipunkter zur Stelle, ein 35:53 ist aber auch nicht wirklich Grund für viel Hoffnung. Die aber stirbt zuletzt, also heißt es weiterkämpfen. Und in der Tat, in den nächsten Minuten läuft es für uns doch ein wenig besser, wir treten vermehrt im Team auf, Defence wie Offence verbessern sich Schritt für Schritt. Gute 5 Minuten vor dem Ende des 3. Viertels sind wir bis auf 11 Punkte an den Wienern dran, in Zahlen ausgedrückt steht es 46:57 aus unserer Sicht. Doch leider haben wir die Rechnung ohne den Wirt, sprich den BCV, gemacht, der läßt sich das nicht bieten und legt wieder an Tempo zu. Unsere Panthers geben zwar wieder alles, aber es soll an diesem Abend einfach nicht sein. Das Imperium ist übermächtig, es schlägt immer gnadenlos zurück oder läßt es gar nicht erst darauf ankommen. Ob Mustafa Hassan Zadeh, Christopher Ferguson, Predrag Miletic, Stjepan Stazic, oder wie sie alle heißen, es regnet nur so an Punkten auf ihrem Konto. Mit einem 77:53-Vorsprung der Hauptstädter geht es in die letzte Viertelpause, der Sieg ist ihnen so gut wie nicht mehr zu nehmen.
Das letzte Viertel beginnt mit einem Korb unserer Panthers. Diesen steuert diesmal aber nicht Marko Car, sondern Stefan Neudecker. Seine Punkte bringen uns auf 55:77 an die Hausherren heran. Diese schlagen aber wieder einmal zurück, innerhalb von nicht einmal 2 Minuten ziehen sie auf 30 Punkte davon. Unsere Panthers wollen sich dann aber doch nicht so mirnichts dirnichts abschlachten lassen, sie erzielen sogleich die nächsten 6 Punkte am Stück. Sebastian Koch macht diesem Treiben aber ein Ende, erzielt per Sprungwurf 2 Punkte und macht gewissermaßen den Deckel drauf. Der Rest des Spiels ist dann nicht mehr als ein Schaulaufen, ein besseres Training, ein Lichtblick auf unserer Seite sind da schon die ersten Bundesliga-Punkte von Ibrahim Alisic. Marko Car erzielt weiterhin Punkt um Punkt, ob von der Freiwurflinie in der Zone oder außerhalb des großen Kreises. Am Ende kommt er auf sagenhafte 39 Punkte, aber so richtig freuen kann er sich darüber nicht. Wenn dein Team, also unsere Panthers, mit 71:98 untergeht, dann ist jeder Topscorer enttäuscht. Enttäuscht ist natürlich auch der ganze Panthers-Stab, gottseidank ist die Heimreise nicht allzu lang.
Wenn wir so wie am Montag gegen den BC Vienna nicht in Bestbesetzung antreten können, dann haben wir es gegen jeden Gegner schwer. Da müssen unsere Recken dann noch mehr geben, noch mehr kämpfen, ohne das können wir kein Spiel gewinnen. Potential hat unsere Mannschaft, das hat man heuer schon oft genug gesehen, mit ein wenig mehr Glück hätten wir den einen oder anderen Sieg mehr auf unserem Konto. Jetzt hat unsere Mannschaft Zeit, sich zu erholen, ordentlich trainieren, Kraft tanken, bis es dann zum nächsten Spiel auf das Parkett geht.
Da wir in der nächsten Runde am Freitag spielfrei sind und unser Gastspiel in Oberwart aufgrund der Europacuptätigkeit der Gunners höchstwahrscheinlich nicht am Dreikönigstag über die Bühne gehen wird, steigt das nächste Spiel unserer Panthers erst am 08. Jänner. An diesem Tag kommt es zum Heimspiel gegen die Dukes aus Klosterneuburg, welches um 17:00 beginnt.
Zum Abschluß gibt es auch diesmal natürlich wieder die Statistik:
Klaus Vollstuber