Kloburg 1

Orange Siegesserie von den Donauherzögen brutalst gestoppt

Nach den beiden Derbysiegen gegen die Bulls aus Kapfenberg und UBSC Graz  fuhr man gestern doch mit breiter Brust nach Klosterneuburg. Doch anstatt einen weiteren Sieg zu landen gegen einen Gegner, der seine letzten 4 Spiele in den Sand gesetzt hat, ist man selbst untergegangen, quasi wie die Titanic. Aufgrund eines horriblen letzten Viertels müssen wir mit einem desaströsen 56:82 die Heimreise antreten.
 Zu Beginn dieses Sky-Live-Spiels bei den Klosterneuburger Herzögen schenken unser Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovics Jakob Ernst, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Christopher Reyes und Wesley Gordon ihr Vertrauen. Auf Seiten der Gastgeber schicken der seit Saisonbeginn an der Donau engagierte Head Coach Ante Perica und sein Assistant Coach, der Expanther Damir Zeleznik, Lennart Burgemeister, den Ex-Löwen Fabricio David Vay, Edin Bavcic, Valentin Bauer und Jurica Blazevic auf das Spielfeld des Dukes Castle.
Den ersten Angriff dieses Duells am Montagabend ist Sache unserer Panthers. Doch leider können wir kein Kapital daraus schlagen, vielmehr können wir wie schon das eine oder andere Mal beim Heimderby gegen UBSC Graz innerhalb der 24 Sekunden nicht einmal Richtung Korb werfen.  Somit verlieren wir natürlich den Ball und die Gastgeber sind im Ballbesitz. Punkten können sie zwar auch nicht sofort, aber eine knappe Minute nach Spielbeginn netzt Edin Bavcic zur 2:0-Führung seines Teams ein. Marko Car, unser Herz, Hirn und Kapitän, kann danach zwar sogleich ausgleichen, aber diesmal ist Lennart Burgemeister zur Stelle. In dieser Tonart geht es einige Minuten lang weiter, die Dukes können vorlegen, uns gelingt der rasche Ausgleich. Die Führung können wir vorerst leider nicht übernehmen, ganz im Gegenteil. Denn je länger dieses Startviertel dauert,  desto robuster werden die Niederösterreicher, unseren Panthers in allen Belangen überlegen, sei es in der Offense oder in der Defense. Wir verlieren immer mehr den Zugriff auf das Spiel, vorne können wir keine Körbe machen und hinten keine verhindern.  So endet dieses erste Viertel, in dem auf unserer Seite auch Luka Gaspar und Paul Radakovics zum Einsatz gekommen sind, mit einem 13:18, Christopher Reyes konnte mit einem erfolgreichen Distanzwurf den Schaden noch einigermaßen begrenzen. In der ersten Viertelpause ist nun Zeit, sich auszuruhen, um frisch in das 2. Viertel gehen zu können.
 Das 2. Viertel beginnt für unsere Burschen denkbar schlecht. Christoph Greimeister verhindert nicht nur hinten durch einen Defensivrebound Panthers-Punkte, nein, er netzt vorne zum 20:18 für das Heimteam ein. Danach zeigt auch Timur Bas, was er kann, er probiert es aus der Ferne, und schon liegen die Hausherren mit 23:18 voran. Wesley Gordon behält anschließend gottseidank kühlen Kopf und kann  uns durch ein Lay-up auf 15:23 heranbringen. Leider war das nur ein Strohfeuer, ein oststeirisches. Dafür brennt das Feuer auf der anderen Seite weiter, weiter und immer weiter. Den Herzögen ist überhaupt nicht anzumerken, daß sie die vergangenen 4 Spiele am Stück allesamt verloren haben.  Ganz im Gegenteil, die Klosterstädter wirbeln einem Orkan gleich übers Parkett, während unsereins statisch wirkt, nur hin und wieder scoren kann, vor allem Wesley Gordon ist auf dem Posten. Aber je näher die Halbeitpause rückt, desto besser können wir ins Spiel zurückfinden.  Im Gegensatz zu den Klosterburgern werden wir immer frischer, treffen die richtigen Entscheidungen, was uns den Hausherren immer näher an die Donaustädter heranbringt. Erfreulicherweise bekommen gegen Ende dieser Spielperiode, in der auch Stefan Neudecker für uns zum Einsatz kommt, Wesley Gordon und Hannes Ochsenhofer jeweils 2 Freiwürfe zugesprochen. Da 3 von diesen sitzen, gehen wir mit einem knappen 27:32-Rückstand zum Pausentee in die Kabinen, wo jetzt die Coaches das Sagen haben. Auf jeden Fall bleibt es spannend, der Sieger dieser Begegnung ist noch nicht ermittelt.
 Der Start ins vorletzte Viertel gelingt unseren Jungs ganz gut, das ist alle Ehren wert. Christopher Reyes mit 3 Punkten und Wesley Snipes, pardon Wesley Gordon mit 2 Zählern gelingt es, uns endgültig wieder in die Partie zurückzubringen und zum 32:32 auszugleichen. In weiterer Folge entwickelt sich ein offener packender Schlagabtausch. Beide Teams schenken sich jetzt gar nichts, unsere Orangen  bleiben voll an den Gastgebern dran, entweder sind wir nur wenige Punkte hinten oder wir können sogar ausgleichen. Das ist wirklich eine sehr gute Phase, in der wir uns gerade befinden.  Und gute 3 Minuten vor dem Ende dieses 3. Spielabschnitts ist es dann endlich so weit. Wesley Gordon bringt uns erstmalig in dieser Begegnung in Führung, knapp, aber doch mit 42:41. Leider ist diese Führung gleich wieder weg, mehr noch, die Perica-Fünf schafft es, sich eine Achtpunkteführung herausspielen. 12 Sekunden sind jetzt noch in diesem Viertel zu spielen, da bringt uns Christopher Reyes mit einem Dreipunkter auf 5 Punkte heran,  das ist im letzten Spielabschnitt durchaus machbar. Doch die Sirene ist noch nicht ertönt, da erzielt Edin Bavcic seinerseits auch 3 Punkte zum 55:47. Wie ärgerlich ist das! Nun geht es einmal in die letzte Viertelpause, ehe es in das alles entscheidende Viertel geht,  das auch für uns noch den Sieg bringen kann, wenn wir uns zusammenreißen.
Das mit dem Zusammenreißen ist so eine Sache, in unserem Fall dauert es 9 Sekunden, denn dann ist es damit vorbei, da scoren die Gastgeber schon. Timur Bas netzt per Jump shot zum 57:47 ein, das kann ja heiter werden. Und das wird es auch, leider gottes wird es das auch. Zuvor geht aber Wesley Gordon für uns an die Freiwurflinie, und zwar für 2 dieser Dinger. Wesley Gordon wäre nicht Weley Gordon, zumindest nicht an diesem Spieltag, wenn nicht beide drinnen wären und das sind sie auch. Jetzt wird es aber knüppeldick, jetzt geben es uns die Herzöge kaltwarm. Das Resultat sind 9 Punkte in Serie, ehe Christopher Reyes endlich wieder unser Konto wieder um 2 Punkte anwachsen lassen kann.  Auch diesmal ist das leider nur ein Strohfeuer, wie schon in einem der Viertel davor. Aber jetzt kommt es noch schlimmer als zuvor. Die Klosterneuburger kennen jetzt überhaupt kein Pardon mehr. Sie zertrampeln unsere Mannschaft geradezu, fressen sie auf und wir können gar nichts dagegen tun. Keiner von unseren Spielern trifft jetzt nicht einmal mehr aus kürzester Distanz einen Autobus, außer Wesley Gordon. Nicht einmal Roland Reinelt, der noch ins Spiel gekommen ist, kann das Unheil aufhalten, das sich in einem  56:82-Debakel widerspiegelt.
Auf den ersten drei Viertels dieses Spiels vom Montagabend kann man aufbauen, mit dem letzten Viertel aber muß man sich eingehendst befassen und knallhart analysieren. Die nächsten Gegner kommen bestimmt, und da muß man dann perfekt vorbereitet sein.
Für unsere Panthers folgen nun 2 Heimspiele in der Stadthalle en suite. Am Dienstag, 26.12.2017, um 17:00 empfangen wir den BC Vienna und am Freitag, 05.01.2018, um 19:30 die Gunners aus Oberwart.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Topscorer:
Klosterneuburg: Bavcic 25, Vay 16, Blazevic 11

Panthers: Gordon 26, Reyes 16 und Ochsenhofer und Gaspar je 4

Coach Goran Patekar: Das Spiel so schnell wie möglich abhaken; der ganze Fokus gilt nun dem Spiel gegen BC Hallamann Vienna am 26.12.2017!