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Panthers Niederlage in Klosterneuburg

Die Fürstenfeld Panthers fanden in Klosterneuburg nicht das richtige Konzept und verlieren mit 75:66.  Die Dukes verstanden es vorzüglich Marko Car zu entschärfen, er warf lediglich 5 Punkte. Darüberhinaus traf der Panthers Superstar keinen von der Dreier-Distanz, damit war die stärkste Waffe entschärft. Durch diese Niederlage verlieren die Panthers den Kontakt zur Spitzengruppe.

Spielbericht:

Panthers unterliegen den überraschend auch den Herzögen
Nach zuletzt 3 Niederlagen am Stück wollten unsere Panthers am Sonntagnachmittag gegen die Klosterneuburg Dukes wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Trotz teilweisen famosen ersten Viertels konnten wir dieses Vorhaben nicht in die Tat umsetzten. Schlußendlich mußten wir mit einem 66:75 das Dukes Castle verlassen, das Happyland wurde für uns zu einem Unhappyland.
Zu Spielbeginn setzt unser Head Coach Pit Stahl auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Hausherren vertrauen Head Coach Zoran Kostic und sein Assistant Coach, der Ex-Panther Damir Zeleznik, auf Romed Vieider, Maurice Barrow, Clemens Leydolf, Jozo Rados und Christoph Greimeister.
Der Start in diese Begegnung in der Stiftsstadt verläuft für beide Teams erfolgreich. Sowohl Maurice Barrow als auch Marino Sarlija können gleich einmal scoren, somit steht es nach 42 Sekunden 2:2. Nun darf Jozo Rados für 2 Freiwürfe an die Linie treten, da er aber nur einen davon erfolgreich im Korb unterbringen kann, führen die Herzöge jetzt knapp, aber doch, mit 3:2. Quasi im Gegenzug ist jetzt Marko Car auf dem Posten, sein Wurf wird mit 2 Punkten und der 4:3-Führung für unsere Panthers belohnt. Als dann auch noch Hannes Ochsenhofer aus der Ferne trifft, ist das erste orange Aurufezeichen im Dukes Castle schon gesetzt. In dieser Tonart geht es auch in den nächsten Minuten weiter, dank einer starken Defence und einer phantastischen Offence können wir unsere Führung bis auf 12:3 ausbauen. Natürlich kann das leider nicht ewig so weitergehen, und nachdem Zoran Kostic den einen oder anderen Wechsel vorgenommen hat, wendet sich nun allmählich das Blatt. Die Hausherren kommen nun immer besser in das Spiel, treffen ihre Würfe hochprozentiger, unsere Mannen werden dadurch verunsicherter, ineffizienter, verlieren den Rhythmus. Zur Mitte des Startviertels liegen wir nur mehr 3 Punkte voran, nach der Hereinnahme von Paul Radakovics und Luka Gaspar kommt wieder Kompaktheit in unser Spiel und wir können abermals das Heft in die Hand nehmen. So können wir wieder auf 6 Punkte davonziehen, alles scheint bei uns wieder auf Schiene zu sein. Die letzten 3 Minuten bis zur ersten Viertelpause sind aber leider eine Sache der Dukes, mit einem knappen 23:20 können wir diesen Spielabschnitt aber dann doch mit einer Führung beenden.
Zum Start des zweiten Viertels betritt auch unser Kapitän Christoph Astl das Parkett. Dieser macht dann auch gleich den ersten Korb in diesem Spielabschnitt und baut unsere Führung auf 25:20 aus. Doch die Gastgeber lassen sich jetzt nicht mehr einschüchtern, halten dieses Mal gleich voll dagegen und pirschen sich mit Riesenschritten an unsere Panthers heran. 3 Minuten nach Wiederbeginn sind sie schon wieder in Führung, ein 27:25 für die Herzöge prangt momentan von der Anzeigetafel. Da unsere Mannen jetzt aber auch wieder Oberwasser bekommen, entwickelt sich nun ein offener Schlagabtausch. Beide Teams geben alles, schenken einander gar nichts, absetzen kann sich nun niemand. Die Zuschauer im Dukes Castle kommen nun ganz auf ihre Rechnung. Ein spannendes Basketballspiel zu sehen lassen eben alle Fanherzen höher schlagen. So ist es denn auch kein Wunder, daß es mit einem äußerst knappen 37:36 für die Gastgeber zur Halbzeitpause in die Kabinen, da ist auch für unsere Jungs noch jede Menge drinnen.
Jozo Rados erhöht zu Beginn des 3. Viertels zwar für sein Team auf 39:36, doch Simeon Iliev kann sofort kontern. Per Lay-Up schafft er den Anschlußkorb zum 38:39, aber die Fünf von Zoran Kostic wittert sofort wieder Morgenluft. Mit Hilfe einer exzellenten Defence und einer sicheren Offence gelingt es den Niederösterreichern, sich wieder von unserer Truppe abzusetzen. Gottseidank können wir uns aber rasch davon erfangen und uns wieder zurückkämpfen. Zur Mitte dieses Spielabschnitts sind wir wieder auf 2 Punkte an den Herzögen dran, es keimt wieder ein wenig Hoffnung in unserem Lager auf. Doch es ist wie verhext, unsere Hochs in dieser Begegnung sind nicht von langer Dauer, auch diesmal schaffen wir es nicht, diese gute Phase lange zu konservieren. Angetrieben von ihren Fans, starten sie wieder eine Aufholjagd. Diese mündet in einem durchaus beeindruckenden und komfortablen 61:51, 2 Minuten sind es jetzt noch bis zur letzten Viertelpause. Bis zu dieser fallen keine Punkte mehr, die Dukes müssen nicht, unsere Panthers können leider nicht. Einen Zehnpunkterückstand in einem Viertel aufzuholen, ist nicht unmöglich, das Momentum spricht aber eher dagegen.
Den ersten Angriff im Schlußabschnitt haben unsere Panthers. Doch leider können wir diesen nicht erfolgreich abschließen, der Ball geht schon vor einem Wurf verloren. Jozo Rados macht es da schon besser, er kann den Vorsprung seines Teams auf 12 erhöhen. Marlino Sarlija gelingt es dann sogleich, den alten Rückstand wiederherstellen, mehr ist vorerst nicht drin. Die Donaustädter bleiben weiterhin am Ruder, bestimmen das Spiel ganz nach Belieben. Unsere Mannen wiederum versuchen alles, um noch irgendetwas an dem Spielstand zu ändern, aber allein der Ball will und will nicht in den Korb. Dann, 3 Minuten nach Wiederbeginn, hat das runde Spielgerät dann doch ein wenig Einsehen und daher können wir bis auf 6 Punkte an Jozo Rados & Co. herankommen. Doch nun legen die Gastgeber wieder einen Gang zu, knallen in den nächsten 3 Minuten einen 8:0-Run auf ihr hauseigenes Parkett, was in gut 3 Minuten vor Schluß ein beruhigendes 73:59 einbringt. Damit ist die Partie entschieden, unserer Truppe gelingt bis zur Schlußsirene nur mehr Ergebniskosmetik. Mit einem mehr als ernüchternden 66:75 müssen wir die Heimreise antreten und auf das nächste Spiel hoffen.
Seit dem Derbysieg in Kapfenberg ist unseren Mannen ein wenig das Glück abhandengekommen. Über weite Phasen des Spiels können wir mit den Gegnern sehr gut mithalten, doch dann gibt es auch wieder Phasen, in denen gar nichts mehr geht, zugunsten der Widersacher kippt und wir uns nicht mehr davon erholen. Wenn wir das durch hartes Training ausmerzen können, kommt auch das Glück wieder zurück und wir wieder retour auf die Siegerstraße.
Das nächste Spiel für unsere Panthers steigt dann am kommenden Sonntag. Dabei kommt es um 18:00 zum Steiererderby gegen UBSC Graz in der Unionhalle. Mit Unterstützung unserer zahlreichen Fans, die uns hoffentlich in der Landeshauptstadt lautstark anfeuern, werden wir dieses Duell für uns entscheiden.

Topscorer: Iliev 21, Sarlija 16, Ochsenhofer 12, Ernst 9, Car 5, Astl 2, Radakovics 1 bzw. Rados 21

Zum Abschluß gibt es wieder etwas für unsere Statistikfreunde.
Klaus Vollstuber