08.02.2016 Basketball 2.Bundesliga 2015/16 Grunddurchgang 17.Runde D.C. Timberwolves vs. Mistelbach Mustangs Im Bild: Toni Blazan (6)
 
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Panthers-Niederlage bei den Gunners

Panthers verpatzen Derby im Südburgenland!
Zum Abschluß der 35. Runde des ABL-Grunddurchgangs gastierten unsere Panthers Montagabend in der südburgenländischen Messestadt Oberwart. Dieser Derbyklassiker, welcher auch auf Sky in ganz Österreich zu sehen war, war lange Zeit eine enge Kiste. Am Ende aber behielten die Hausherren die Oberhand und gingen als 80:66-Sieger vom Parkett.

Zu Beginn des Spiels setzt unser Trainerduo Head Coach Radomir Mijanovic und Assistant Coach Adnan Hajder auf Marko Car, Luka Katura, Hannes Ochsenhofer, Gary Ware und Dejan Cigoja. Auf Seiten der Hausherren vertrauen Head Coach Chris Chougaz und Assistant Coach Goran Patekar auf Derek Jackson, Sebastian Käferle, Christopher Ferguson, Quincy Diggs und Adomas Drungilas.

Der erste Angriff dieses Lokalderbys ist zwar eine Sache für unsere Panthers, Zählbares kommt dabei aber leider nicht heraus. Marko Car probiert es nämlich gleich mit einem Wurf aus der Distanz, im Korb landet der Ball aber leider nicht. Hannes Ochsenhofer macht es dann glücklicherweise besser, er vollendet einen Sprungwurf mit 2 Punkten. Nach knapp über 2 Spielminuten gelingt den Heimischen mit ihren ersten Punkten der Ausgleich, Adomas Drungilas ist zweimal von der Freiwurflinie erfolgreich. Nun gelingen auch Marko Car seine ersten Punkte dieses Spiels, er netzt per Sprungwurf zur 4:2-Führung ein. Sebastian Käferle kann aber sofort für sein Team ausgleichen, sehr zur Freude des wie immer enthusiastischen Heimpublikums. In den nächsten Minuten haben die Gunnersfans gleich noch mehr Grund zur Freude, denn auch die weiteren 7 Punkte gehen auf das Konto ihrer Lieblinge. Dejan Cigoja ist es dann, dem es obliegt, diesen Run der Gastgeber zu stoppen und auf 6:11 zu verkürzen. Nach einem Dreier von Hannes Ochsenhofer keimt bei unserem Team wieder Hoffnung auf, doch danach gelingt es den Gastgebern, auf 19:13 davonzuziehen. Unsere Mannschaft, bei der nun auch Igor Chumakov und Paul Radakovics ihr Scherflein beitragen dürfen, kämpft sich wieder an die Kanoniere heran, 2 Minuten vor Ende dieses Startviertels liegen wir nur mehr 18:21 zurück. Bis zur Schlußsirene dieses Spielabschnitts gibt es nur mehr 4 Punkte, die allesamt Sache der Gunners sind. Somit geht es mit einer 25:18-Führung für die Südburgenländer in die erste Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels kommt dann auch unser Kapitän, Christoph Astl, aufs Spielfeld. Trotz dieser Verstärkung gehören den Hausherren die ersten Punkte in diesem Spielabschnitt. Luka Katura hat aber gottseidank sogleich die perfekte Antwort, er verwertet sehenswert aus der Distanz. Aber leider weiß im Anschluß auch Maximilian Schuecker im Dress der Oberwarter, was er zu tun hat. Erst performt er einen Sprungwurf, der seinem Team 2 Punkte bringt und danach kann er immerhin einen von zwei ihm für ein Foul zuerkannten Freiwürfe verwerten. Jetzt ist endlich die Stunde für Toni Blazan gekommen, er darf für Marko Car auf das Parkett der Sporthalle Oberwart. Zum Zeitpunkt dieses Wechsels ist der letzte Korb auch schon eine knappe halbe Minute her und es wird eine weitere volle Minute bis zum nächsten dauern. Und diesen fabriziert wieder ein Fürstenfelder, es ist wieder ein Dreier. War der letzte erfolgreiche Distanzwurf von Paul Radakovics, ist es auch diesmal Paul Radakovics, dem dieses Kuntstück gelingt. Dadurch sind wir auf 3 Punkte an die Kanoniere herangekommen, es steht nun 27:30 aus unserer Sicht. Unser Lauf geht jetzt aber leider nicht weiter, vielmehr können die Gastgeber einen starten und auf 35:27 davonziehen. Igor Chumakov kann diesen aber gottseidank mit einem erfolgreichen Sprungwurf für 2 Punkte stoppen und auch die nächsten 3 Punkte durch Dejan Cigoja tragen die Farbe Orange. 3 Minuten sind in diesem zweiten Viertel noch zu spielen. Doch anstatt den Rückstand zu verkürzen, gelingt uns bis zur Halbzeitsirene kein Korb mehr. Es ist eine dieser vielen Phasen, wo wir eher träge wirken als voller Energie. Ein Platz unter den ersten Vier, der im Viertelfinale Heimrecht bedeutet, ist aber nur mit einem Sieg möglich. Die Gunners nutzen unsere Trägheit jedenfalls aus und erspielen sich eine 40:34-Halbzeitführung. Nach den Kabinenpredigten geht es dann weiter.

Bis zum ersten Korb im dritten Viertel dauert es nur 20 Sekunden. Derek Jackson läßt seine Halle jubeln, er netzt nämlich ein zum 42:34. Der nächste Korb ist dann auch eine Sache der Hausherren, Adomas Drungilas erhöht mit ihm auf 44:34 für die Hausherren. Somit beträgt unser Rückstand schon 10 Punkte, aber nicht lange. Jetzt blasen wir nämlich, angetrieben von unseren dankenswerterweise zahlreich anwesenden Fans, zur Aufholjagd. Diese bringt uns von 34:44 auf 43:44 heran. Das sind schon andere Panthers, die da jetzt am Werk sind. Das macht Freude, so kann es gerne weitergehen. Christopher McNealy mit 2 erfolgreichen Freiwürfen beendet vorerst den Lauf unserer Mannschaft. Toni Blazan jedoch ist nun sofort zur Stelle, er verkürzt per Sprungwurf auf 45:46. Christopher McNealy ist sogleich abermals erfolgreich, diesmal erzielt er 2 Punkte zum 48:45 für sein Team. So turbulent wie jetzt, so geht es auch bis zum Ende dieses dritten Viertels weiter. Zuerst nehmen sich Marko Car und Dejan Cigoja ein Herz und bringen uns jeweils mit einem Fernwurf mit 51:48 in Führung, unsere Fans kochen vor Freude. Quincy Diggs verkürzt danach mit einem Sprungwurf auf 50:51, doch Luka Katura kontert sogleich mit einem Distanzwurf, der das 54:50 für unser Team bedeutet. Jetzt sind nur mehr ganz wenige Sekunden bis zum Ende dieses Spielabschnitts zu spielen. Irgendwie schwindelt sich jetzt Derek Jackson über die Mittellinie, freistehend und einfach so, eben weil jeden Moment die Sirene kommt, ballert er das Spielgerät Richtung Korb und trifft sogar. Ob der Ball aber rechtzeitig seine Hand verlassen hat, wird und muß sich nun mithilfe des Videostudiums klären. Nach einigen Minuten ist auch diese Aktion beendet, der Korb wird gegeben, mit einem 53:54 aus Sicht der Gastgeber geht es sodann ins letzte Viertel.

Angespornt durch diese Entscheidung gelingt den Kanonieren ein wahrer Blitzstart ins letzte Viertel. Christopher Ferguson sorgt nämlich schon nach 16 Sekunden für die Führung seines Teams. Luka Katura kann nun zwar mit einem Distanzwurf zur 57:55-Führung für unser Team antworten, doch was nun folgt, ist suboptimal. Den Hausherren gelingt zünden jetzt nämlich ein wahres Basketballfeuerwerk, 10 Punkte en suite sind ganz einfach bombastisch. Unseren Mannen gelingt jetzt aber so gut wie gar nichts mehr. Ballverluste häufen sich en masse, die Offense läßt viel zu wünschen übrig, auch die Defense ist sehr ausbaufähig. Die Hausherren schwimmen nach wie vor auf der Erfolgswelle, sie punkten quasi nach Belieben, unseren Panthers bleibt immer öfter das Nachsehen. So kommt es eben, wie es eben in solchen Fällen kommen muß, wir schlittern immer mehr in ein Debakel, und das im letzen so wichtigen Auswärtsspiel vor den Play Offs. Am Ende ist ein 80:66-Derby-Heimsieg für die Oberwart Gunners von der Anzeigentafel abzulesen, was für uns bedeutet, daß das Heimrecht für das Viertelfinale futsch ist.

Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt jetzt nicht, geht es doch schon am Mittwoch weiter. Um 19:00 empfangen wir im Rahmen des letzten Spiels im Grunddurchgang die Schwäne aus Gmunden. Am Sonntag geht es dann schon mit den Play Offs los, jedenfalls auswärts, unklar ist aber noch, wo. Liebe Panthers-Fans, bitte unterstützt uns weiterhin so vorbildlich, morgen zu Hause und dann auch in den Play Offs.

Klaus Vollstuber