Sarlija in Mattersburg

Panthers nehmen im Cup die Hürde Mattersburg

Die Panthers sind  in Mattersburg mit einem blauen Auge davongekommen.
Am Freitagabend stand für unsere Panthers ein Auswärtsspiel auf dem Programm. In der Sporthalle Mattersburg kam es im Rahmen des Cup-Achtelfinales zum Duell unserer Mannschaft gegen die der Rocks. Das Spiel stand aufgrund unserer miserablen Wurfausbeute und den ziemlich lästigen Hausherren lange Zeit auf der Kippe, erst in den letzten Sekunden wurde es für uns entschieden, und zwar mit 66:63.
Zu Beginn dieses Cupspiels im Burgenland vertraut unser Head Coach Pit Stahl zum wiederholten Male auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iiev, David Jandl wiederum hat auf ein Antreten in diesem Spiel aus Respekt vor seinen ehemaligen Klubkollegen und dem Verein verzichtet. Auf Seiten der Gastgeber schickt Head Coach James Williams Krisztian Bakk, Wolfgang Träger, Stefan Ulreich, Sebastian Gmeiner und Corey Hallett auf das Parkett der Sporthalle Mattersburg.
Der erste Angriff dieses Freitagabends ist eine Sache für uns. Marko Car hebt ab zu einem Sprungwurf, doch er wird dabei von Krisztian Bakk geblockt. Somit müssen wir leider auf unseren ersten Korb warten. Auf der Gegenseite ergeht es den Rocks genauso. Krisztian Bakk, der zuvor schon in Aktion getreten ist, versucht es ebenfalls per Sprungwurf, auch er scheitert aber, Punkte gibt es also noch immer nicht zu bejubeln. In dieser Tonart geht es leider weiter, ehe Simeon Iliev nach 2:37 Minuten für die Erlösung sorgt. Er probiert es aus der Distanz, und siehe da, das ist das 3:0 für uns. Corey Hallet sorgt quasi postwendend für die  Anschlußpunkte für sein Team, 2:3 steht es jetzt aus Mattersburger Sicht. Unsere Burschen können sich nun ein wenig besser ins Spiel bringen, mehr als ein 7:4 nach etwas mehr als 4 Minuten ist aber nicht drinnen. Die Mattersburger sind nämlich mehr als lästig und werden es nun noch mehr. Sie schaffen jetzt nicht nur den Ausgleich zum 7:7, nein, sie erzielen gleich die nächsten 6 Punkte, nicht zuletzt dank der Mithilfe des neu ins Spiel gekommenen Ex-Herzogs Ramiz Suljanovic. Jetzt endlich, knappe 3 Minuten vor dem Ende dieses Startviertels, reißen sich unsere Burschen am Riemen und drehen am Gaspedal. Sie erhöhen die Defense, lassen bis zur Sirene, keinen Korb der Rocks mehr zu und erzielen selbst immerhin 7. Somit endet das erste Viertel, in dem auch Paul Radakovics, Stefan Neudecker und Kapitän Christoph Astl zum Einsatz gekommen sind, mit 14:13. Da ist noch viel Luft nach oben.
Ramiz Suljanovic scheint die erste Viertelpause sehr gut getan zu haben. Er kann gleich den ersten Angriff dieses 2. Viertels erfolgreich abschließen und seinen Kollegen und sich selbst die 15:14-Führung bescheren. Simeon Iliev zeigt gleich darauf, daß heute alle Wege zum Panthers-Erfolg über ihn führen, aber natürlich nur mit Hilfe seiner Kollegen wie Marko Car, der ihn zum 16:15 assistiert. Wer aber jetzt glaubt, daß unsere Panthers jetzt endlich endgültig das Zepter in die Hand nehmen, der hat sich getäuscht. Denn während in den nächsten Minuten unsere Würfe in der Luft verenden, macht das die Williams-Fünf weitaus besser. Unter der lautstarken Unterstützung ihrer zahlreichen Fans kann sie die Führung wieder zurückerobern und diese bis auf 23:18 ausbauen. Simeon Iliev wird das jetzt aber zu bunt, er macht diesem Treiben ein Ende und verkürzt aus der Distanz zum 21:23. Nachdem die Hausherren ihren nächsten Angriff versemmeln und danach Marino Sarlija gefoult wird, darf er nun für 2 Freiwürfe an die Linie. Den ersten verwertet er souverän, den zweiten aber leider nicht. Daher kann er auch nicht zum 23:23 ausgleichen, sondern nur zum 22:23 verkürzen. Marko Car wiederum macht es von der Freiwurflinie weitaus besser als sein Klubkollege und verwertet beide zur 24:23-Führung. So holprig geht es auch weiter, sogar die Führung kann sich auf keine der beiden Teams festlegen, daher wechselt sie ständig. Als es schon danach ausschaut, daß die Burgenländer mit einer 27:26-Führung die Halbzeitpause in der Kabine verbringen kann, tritt Hannes Ochsenhofer auf den Plan bzw. an die Freiwurflinie. Da er beide kalt wie ein Eisbär verwertet, endet das zweite Viertel mit einer mehr als glücklichen orangen 28:27-Führung. Nun ist es Zeit für den Pausentee.
Zu Beginn des dritten Viertels macht Hannes Ochsenhofer dort weiter, wo er zum Ende des zweiten Viertels aufgehört hat. Waren es vor der Halbzeitpause 2 erfolgreiche Freiwürfe ist es jetzt zu Beginn der 2 Halbzeit ein souverän verwerteter Distanzwurf. Dies bedeutet die 31:27-Führung, was einen kleinen Ruhepolster und etwas Oberwasser für unsere Fünf bedeutet. Dieses gute Gefühl können wir jetzt eine Zeitlang konservieren. Wir treffen zwar nach wie vor nicht alle unsere Würfe, aber aufgrund unsere bombenfesten Verteidigung, sprich Defense, können wir diese unsere Führung verteidigen. Doch gut 3 Minuten vor Ende dieses vorletzten Spielabschnitts ist es dann leider so weit, die Führung ist weg. Krisztian Bakk nimmt sich ein Herz, wirft aus der Distanz und schon führt sein Team mit  40:38, das ist nicht zum Aushalten. Luka Gaspar, der auch schon längst auf dem Parkett ist, schafft jetzt per Sprungwurf zum Ausgleich gegen sein Ex-Team. Die letzte Viertelpause wird nach einigem Hin und Her und Her und Hin auch mit einem Remis, und zwar mit einem 42:42. Was wird das für ein Schlußviertel!
Der Beginn des letzten Viertels gestaltet sich für beide Mannschaften mehr als zäh. Keines der beiden Teams kann ihre ersten Angriffe positiv gestalten, erst Ramiz Suljanovic ändert dies nach 96 Sekunden. Er verwertet einen Sprungwurf und schon haben die Mattersburger 2 Punkte mehr auf ihrem Konto. Hannes Ochsenhofer auf unserer Seite macht das weitaus besser, sein jetziger Wurf ist 3 Punkte wert und wir führen mit 45:44. Als wir den nächsten und auch den übernächsten Korb auch machen und wir somit mit 49:44 in Führung liegen, scheint die Vorentscheidung gefallen zu sein. Und als wir auch die nächsten 5 Punkte machen, was mit dem 54:44 belohnt wird, lassen wir innerlich schon die Sektkorken knallen. Doch genau das ist nie gut, so auch jetzt nicht. Die Williamsbuam werfen jetzt alles auf die Waagschale, nehmen das Herz in die Hand und den Ball Richtung Korb, was das Zeug hält. Auf diese Art und Weise kommen sie unseren Burschen immer näher und 17 Sekunden vor Schluß liegen sie nach einem Sprungwurf von Jan Nicoli nur mehr mit 61:64 zurück. 10 Sekunden vor dem Ende wird Marko Car gefoult, 2 Freiwürfe für ihn sind jetzt die Folge. Anders als zuvor bleibt er jetzt nervenstark und verwertet beide erfolgreich zum 66:61. Nun haben die Rocks wieder den Ball, Stefan Ulreich kann den Angriff positiv abschließen, er netzt ein zum 63:66 aus Sicht seines Teams. Wir können im Gegenzug keinen Punkt mehr machen, die Gastgeber haben noch eine Chance, die Chance auf die Verlängerung. Dafür müßte jetzt Corey Hallett über sich hinauswachsen, aus weiter Ferne den Ball im Korb versenken, doch er schafft es nicht, schafft es knapp nicht. Das ist das Cupaus für sein Team, unsere Mannen atmen jetzt tief ein und aus.
So wie es für Marcel Hirscher Hänge gibt, wo er nicht so gut zurecht kommt wie auf anderen, so gibt es auch für Basketballer Hallen und Gegner, wo sie nicht so auf Touren kommen wie sonst. Die Kunst liegt oft genau darin, auch auf diesem, nicht sehr geliebten, Terrain erfolgreich zu sein. Genau dies haben unsere Jungs zuletzt in Klosterneuburg und Mattersburg geschafft.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt unseren Burschen jetzt aber nicht. Schon am Montag geht es weiter, und zwar mit einem Heimderby gegen UBSC Graz, welches um 19:30 beginnt. Das ist aber nicht das einzige Heimspiel in der kommenden Woche, denn am Freitag empfangen wir um 19:30 alte Bekannte, nämlich die Klosterneuburg Dukes, bevor dann am Sonntag der All Star Day in Traiskirchen über die Bühne geht.
Zum Abschluß gibt es auch jetzt wieder die Statistik:
Klaus Vollstuber