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Panthers krallen sich wichtigen Heimsieg gegen die Dukes

Am Sonntagabend war die lange Weihnachtspause für unsere Burschen endlich vorbei. Vor einer recht ansehnlichen Kulisse gastierten die Dukes aus Klosterneuburg bei uns in der Stadthalle. Es entwickelte sich eine recht rassige Partie, nicht zuletzt dank eines grandiosen dritten Viertels siegen wir mit 80:71. Somit spielen wir im Achtelfinale des Cups in Mattersburg gegen die Rocks.
Zu Spielbeginn vertraut unser Head Coach Pit Stahl auf Jakob Ernst, Marko Car, Stefan Michael Neudecker, Hannes Ochsenhofer und Simeon Iliev. Marino Sarlija hat zwar das Warm Up mitbestritten, bleibt aber vorerst auf der Bank. Auf Seiten der Gäste aus Niederösterreich setzen Head Coach Zoran Kostic und sein Assistant Coach Damir Zeleznik, der in Fürstenfeld ja wohlbekannt ist, auf Romed Vieider, Clemens Leydolf, Christoph Greimeister, Giorgi Bezhanishvili und Jurica Blazevic.
Die Begegnung an diesem Sonntagabend beginnt mit einer kurzen Verspätung. Da beide Teams mit orangen Dressen spielen wollen, aus diesem Grund also sehr ähnlich sind, müssen wir unsere Spielkleidung wechseln. Das ist zwar schnell erledigt, aber dadurch sind beide Teams ein wenig aus dem Rhythmus gekommen, was man in der ersten Spielminute auch merkt. Keine Mannschaft kann in diesem Zeitraum scoren, Hannes Ochsenhofer ist es dann, der uns mit einem erfoglreichen Distanzwurf erlöst. Jurica Blazevic läßt sich davon aber nicht lumpen, auch er verwandelt aus der Ferne, was den Ausgleich für sein Team bedeutet. In dieser Tonart geht es dann auch weiter. Ob unter dem Korb, in der Zone oder von weiter weg, beide Mannschaften haben ihr Visier gut eingestellt. So regnet es denn auch Punkte, sehr zur Freude der zahlreich erschienenen Fans. Die Spannung in diesem Startviertel, in dem auf unserer Seite auch Luka Gaspar und Paul Radakovics zum Einsatz kommen, bleibt ständiger Begleiter, es kann sich nämlich kein Team vom anderen absetzen. Mit einer knappen 20:17-Führung für die Stiftstädter geht es dann in die erste Viertelpause, nach einer kurzen Rast kann es danach mit dem 2. Viertel weitergehen.
Das zweite Viertel beginnt mit herzöglichen Punkten, Giorgi Bezhanishvili ist per Lay up erfolgreich, die Führung der Happylander wächst auf 22:17. Gottseidank ist auf unserer Seite der zu Beginn dieses Spielabschnitts neu auf das Parkett gekommene Christoph Astl sofort zur Stelle. Er bringt uns auch dank eines Lay ups auf 19:22 an die Gäste heran. Simeon Iliev und Hannes Ochsenhofer scheint die Pause zwischen den ersten beiden Spielabschnitten gutgetan zu haben, sie bringen uns nämlich innerhalb weniger Augenblicke mit 26:22 in Führung. Romed Vieider aber läßt sich das nicht bieten und trifft sogleich aus der Vorstadt. Das ist der Startschuß für einen kleinen Lauf der Niederösterreicher, die zur Mitte dieser Spielperiode mit 29:28 in Führung liegen, Simeon Iliev hat nämlich einen Zweipunkter eingestreut. So geht es auch bis zur Halbzeitpause weiter. Wenn das Spiel nicht remisiert, führt einmal der Gigl und einmal der Gogl. So ein offener Schlagabtausch ist ganz nach dem Geschmack der Zuschauer, die es wie die Ersatzspieler auch nicht mehr auf ihren Sitzen hält. Der letzte Korb der ersten Halbzeit geht auf unser Konto, Hannes Ochsenhofer sorgt mit einem sehenswerten Wurf aus der Distanz für die 42:41-Führung nach den ersten beiden Vierteln. Jetzt geht es einmal in die Kabinen zum Pausentee und den Traineransprachen in die Kabinen.
Die Halbzeitpause scheint unseren Panthers sehr gutgetan zu haben. Sie sind wie ausgewechselt, strotzen nur so vor Selbsvertrauen und Spielfreude. Das ist zwar erst nach etwas mehr als 1 Minute wirklich zu erkennen, zumindest in der Defence. Jakob Ernst macht dann auch in der Offence Ernst, er sorgt per Sprungwurf für die ersten beiden Punkte in diesem 3. Viertel. Somit ist der Panthers-Express angeworfen, wir rollen in schlafwandlerischer Sicherheit über das Parkett unserer Spielstätte. So legen wir einen 10:0-Run hin, daß es nur so eine Freude ist. Erst nach knapp 3 Minuten in diesem Viertel regnet es die ersten herzöglichen Punkte, die steuert Timur Bas aus der Ferne bei. Das bringt uns aber nicht aus dem Konzept, Simeon Iliev und der heute eine wahre Talentprobe ablegende Jakob Ernst bringen uns mit 2 erfolgreichen Distanzwürfen wieder in die Spur, die wir ja ohnehin nicht wirklich verlassen haben. Auch in den nächsten Minuten diktieren wir das Spiegeschehen, unser Vorsprung bleibt fast immer zweistellig. So ein Viertel, das ist zum Zungenschnalzen, das sieht man nicht alle Spieltage. Wir sind eben der Herr im Haus, mit einem komfortablen 66:53 geht es nun in die letzte Viertelpause. Es sieht sehr gut aus, aber es geht ja noch 10 Minuten.
Auch das letzte Viertel beginnt ganz nach unserem Geschmack. Simeon Iliev ist sofort zur Stelle, mit einem Lay-up erhöht er mithilfe eines Assists von Marko Car auf 68:53. Die Donaustädter wollen ihrerseits aber noch nicht klein beigeben, ihre Youngsters Lennart Burgemeister und Clemens Leydolf sorgen nun für 5 Punkte en suite. Jetzt wird es Marko Car zu bunt, er stellt sein Visier derart gut ein, daß es für einen Dreipunkter reicht, Gott sei Dank. Danach passiert gut 2 Minuten lang nichts, die Körbe in unserer Stadthalle hängen nur so rum. Jetzt ist es wieder Zeit für Punkte, und die kommen von Jakob Ernst. Der junge Südburgenländer im Panthers-Dress erzielt in den nächsten Minuten nicht weniger als 8 Punkte in Folge, das ist aller Ehren wert. Giorgi Bezhianishvili ist es dann, der diesen Lauf des Jakob beendet und für 2 Punkte für sein Team sorgt. In diesem Moment steht es 79:60 für unsere Mannen, 5 Minuten sind noch zu spielen. Die Partie ist so gut wie entschieden, das wissen alle Akteure. Somit nehmen wir einen Gang weg, bringen auch unsere jungen Spieler wie Ibrahim Alisic und Admir Ado Zukic auf das Parkett, Marino Sarlija hingegen kommt nicht zum Einsatz. Die Gäste aus Niederösterreich können uns daher zwar näher und näher kommen, aber wenn es darauf ankommt, sind wir da. So rückt auch diese Begegnung dem Ende entgegen, beim Stand von 80:71 ertönt die Sirene und unsere Spieler können sich von unseren Fans feiern lassen.
Dieses Spiel gegen Klosterneuburg, dieser Sieg gegen die Dukes, war enorm wichtig. Man hat gesehen, daß unsere Mannschaft weiterhin intakt ist, jeder für jeden kämpft, auch den Ausfall eines so wichtigen Spielers wie Marino Sarlija kompensieren kann. Man hat auch gesehen, daß uns unsere Fans nicht im Stich lassen, daß sie hinter uns stehen wie eine Eins. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft.
Am kommenden Sonntag um 17:00 geht es für unsere Panthers weiter, es geht nach Klosterneuburg ins Happyland. Am Montag, den 23. Jänner, mit Beginn um 19:30 kommt es zum nächsten Heimspiel gegen UBSC Graz. Und zum Drüberstreuen treten unsere Panthers am Freitag, 20.1. im Cup-Achtelfinale bei den Rocks in Mattersburg an.
Zum Abschluß gibt es jetzt Statistisches:
Scorer Panthers: Ernst 21, Iliev 18, Car 17, Ochsenhofer 15, Radakovics 5, Gaspar 2, Astl 2
Klaus Vollstuber