Gordon in OW

Panthers lassen die Punkte in Graz liegen

Am Freitagabend stand für unsere Panthers das zweite Steirerderby innerhalb von 8 Tagen auf dem Spielplan. Trotz der blamablen Niederlage in Kapfenberg gegen die dort heimischen Bulls war unsere Mannschaft diesmal doch Favorit, ging es doch gegen den bis dato sieglosen Klub aus der Landeshauptstadt, den UBSC Graz. Völlig überraschend wurde unsere Truppe dieser Rolle nicht gerecht, vielmehr verliert sie dieses Spiel sogar, und zwar mit 82:89.
Zu Beginn dieses Derbys schenkt unser Trainerteam, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und seinem Assistant Coach Adnan Bajramovic, wie gehabt Jakob Ernst, Luka Gaspar, Marko Car, Christopher Reyes und Wesley Gordon sein Vertrauen. Auf Seiten der Gastgeber schickt unterdessen Head Coach MARKUS GALLE Darien Nelson-Henry, Matthieu Gamberoni, Anton Maresch, David Heuberger und Expanther Fabian Richter auf das Parkett der Unionhalle.
Der erste Angriff an diesem Freitagabend geht auf unser Konto. Leidergottes können wir kein Kapital daraus schlagen, Wesley Gordon verpatzt einen Sprungwurf. Den Hausherren geht es aber gottseidank ähnlich, auch sie punkten nicht auf der Stelle. So dauert es bis zur 2. Minute bis zum ersten Score. Christopher Reyes ist es dann, der für die ersten beiden Punkte dieser Begegnung sorgt. Die Grazer jedoch lassen sich davon aber nicht beeindrucken, sie schaffen nun nicht nur den Ausgleich, nein, sie können sogar in Front gehen, und zwar mit 3:2. Quasi im Gegenzug gelingt es uns, den Spieß umdrehen und durch Christopher Reyes mit 4:3 in Führung zu gehen. Obwohl wir in weiterer Folge nicht unsere beste Leistung an den Tag legen, gelingt es uns, diese fast durchwegs zu verteidigen, wenn auch nur knapp. Erst gegen Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Stefan Neudecker zum Einsatz kommt, kommen wir doch ein paar Punkte mehr von den Unionbasketballern weg und beenden dieses mit einem durchaus akzeptablen 21:15. Nach der ersten Viertelpause kann es dann mit dem zweiten Viertel weitergehen.
 Der Beginn des zweiten Viertels beginnt für unsere Mannschaft ganz nach Wunsch,  Christopher Reyes baut prompt unseren Vorsprung auf 23:15 aus, es scheint wie auf Schienen weiterzulaufen. Doch nun bekommen die Landeshauptstädter in Person von Anton Maresch 2 Freiwürfe zugesprochen. Dieser bleibt cool wie ein Eisblock, verwertet beider ganz sicher und löst damit eine wahre Kettenreaktion aus, mit der wahrlich nicht zu rechnen war. Unsere Mannen wirken auf einmal wie gelähmt, bringen nichts zustande, treffen vorne nicht einmal mehr einen Autobus aus kürzester Entfernung und hinten sind wir meilenweit vom Gegenspieler entfernt. Die St. Leonharder wiederum wirken plötzlich wie verwandelt, im positivsten Sinne. Sie sind voller Energie, Selbstvertrauen, Kraft, sind wie im Rausch. Punkt um Punkt holen sie jetzt auf, lassen unsere Burschen uralt aussehen. Gut 3 Minuten nach Wiederbeginn ist der Ausgleich für die Murstädter geschafft, 23:23 steht es nun. Fabian Richter bringt seine Kollegen erneut in Führung, Wesley Gordon gleicht sofort aus, doch die Grazer schwimmen auf ihrer Welle weiter. Schnell liegen sie wieder voran und diesmal ziehen sie das knallhart durch, ohne unseren Jungs den Funken einer Chance zu lassen. Sie punkten wie am Fließband, während wir unser Punktekonto nur mehr alle heiligen Zeiten aufstocken können. Am Ende dieses 2. Spielabschnitts, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Roland Reinelt zum Einsatz kommen, liegen wir mit 27:39 zurück, was erst einmal verdaut werden muß. Da kommt jetzt die Halbzeitpause wie gerufen, wo nun die Trainer in der Kabine das Sagen haben.
Goran Patekar scheint in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Anfangsphase des dritten Viertels gehört uns. Wesley Gordon und Luka Gaspar bringen uns mit 4 Punkten am Stück auf 31:39 heran.  Auf der Gegenseite gelingen nun aber auch den Grazer 4 Punkte en suite, Matthieu Gamberoni und Anton Maresch zeichnen für diese verantwortlich. Dies ändert aber nichts daran, daß der Panthers-Expreß nun langsam in Fahrt kommt. Unsere Burschen spielen zwar weiterhin nicht ihren besten Basketball, das genügt aber, um die Uhrturmhähne ein wenig in Schach zu halten und Punkt um Punkt gutzumachen. Etwas weniger als 5 Minuten nach Wiederbeginn ist es dann endlich soweit, unsere Burschen können endlich wieder in Front gehen, Jakob Ernst netzt ein zum 44:43. Wer aber jetzt denkt, daß die Hausherren nun beeindruckt sind und klein beigeben, der ist auf dem Holzweg. Sie haben schon längst Lunte gerochen, sie glauben an den ersten Saisonsieg in der laufenden Meisterschaft, sie wollen ihn und sie wollen dafür alles geben, was sie haben.  So entbrennt nun ein offener Schlagabtausch, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Diese können die Führung an sich reißen, diese auf bis zu 6 Punkte ausbauen,  kurz vor Ende dieses vorletzten Spielabschnitts verkürzt Wesley Gordon dann unseren Rückstand auf 55:59 heran. Mit diesem Spielstand geht es dann in die letzte Viertelpause, in der beide Mannschaften sich noch sammeln und Kräfte bündeln für die letzten 10 Minuten an diesem Abend.
 Der Beginn des Schlußviertels ist für beide Teams immens wichtig, vor allem für unsere Panthers.   Aber genau diesen verpatzen unsere Burschen aber leider total. Anstatt selbst so schnell als möglich draufloszupunkten und den Rückstand zu verkürzen oder vielleicht sogar in Führung zu gehen, sind wir wieder einmal an diesem Abend wie gelähmt. Die Hausherren wiederum machen nun NEUN Punkte in Folge, und das in der ERSTEN Minute dieser Spielperiode. Das ist zum Verzweifeln, das ist zum Haareraufen, das ist ein Wahnsinn. Und man kann als Panther gar nicht so schnell schauen, sind wir schon zweistellig hinten. Das gibt den UBSClern Möglichkeiten, die sie im Verlauf dieser Saison ja gar noch nie hatten. Egal, was unsere Jungs jetzt auch machen, sie rennen gegen eine Wand.  Der Rückstand wird und wird nicht kleiner, erst gegen Ende des Spiels wird er einstellig. Das Spiel ist entschieden, zumal die Galle-Fünf immer eine Antwort findet. Nach Ertönen der Schlußsirene ist die Sensation perfekt, ein 89:82 für UBSC Graz leuchtet von der Anzeigentafel. Während Graz feiert, ist Fürstenfeld bis auf die Knochen blamiert und verläßt mit hängenden Köpfen das Spielfeld.
 Bei aller Liebe zu und Respekt vor UBSC Graz, die heuer eine schwierige Saison haben, unsere Panthers müssen, auch ohne Hannes Ochsenhofer, imstande sein, diese Mannschaft zu besiegen.  Diese Niederlage hat vor allem eines gezeigt, und zwar, daß man gegen jeden Gegner sein absolut Bestes geben muß, und zwar von 0 – 40. Tut man das nicht, kann man gegen jede Mannschaft, auch UBSC Graz, als Verlierer vom Platz gehen.
Zeit für Regeneration und Analyse bleibt nicht viel, wartet doch schon am Sonntag um 18:00 das nächste Spiel. Unsere Panthers empfangen nämlich am Tag nach dem fulminanten Pfadfinderball  die Dukes aus Klosterneuburg zum Wochenabschluß.
Zum Schluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Topscorer Panthers: Reyes 28, Gordon 20 (14 Reb.), Ernst 11, Car 10, Gaspar 7, Radakovics 6