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Panthers gewinnen gegen WBC deutlich

Panthers wahren mit souveränem Heimsieg gegen Wels Chance aufs Play Off.
Am Karfreitag stand für unsere orangen Lieblinge ein sehr wichtiges Heimspiel auf dem Spielplan. Gast in unserer Stadthalle war der Welser Basketballclub, unser schärfster Rivale im Kampf um einen Platz im Play Off. In dieser so wichtigen Begegnung konnten unsere Mannen über weite Strecken, trotz des abermaligen Fehlens von Marko Car, endlich wieder einmal ihr wahres Potential abrufen und die Oberösterreicher mit einem klaren 80:70-Sieg in die Schranken weisen.
Zu Beginn dieses Heimspiels von enormer Wichtigkeit vertraut unser Head Coach Pit Stahl auf Paul Radakovics, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Messestädter setzen Head Coach Mike Coffin und sein Assistant Coach Dana Beszczynski auf Benjamim Mair, David Lamesic, Ales Chan und die beiden Expanther Kevin Payton und Dejan Cigoja.
Der Aufwurf an diesem Karfreitagabend ist eine Sache der Pferderennbahnstädter. Benjamin Mair kann den daraus resultierenden ersten Angriff aber nicht ausnützen, sein Distanzwurf findet nicht sein Ziel. Das gleiche Schicksal erfahren auch Ales Chan und auf unserer Seite auch Hannes Ochsenhofer, somit steht es weiterhin 0:0. Nach 76 Sekunden darf Marino Sarlija für 2 Freiwürfe an die Linie, diese verwertet er ohne Probleme. Ales Chan ist es dann, der die ersten beiden Punkte für den WBC auf die Anzeigentafel bringt, dies bedeutet das 2:2. Danach entwickelt sich vorerst ein offener Schlagabtausch, die anwesenden Zuschauer können mehrere Führungswechsel beobachten, sie werden für ihr Kommen belohnt. Knappe 3 Minuten vor Ende des 1. Viertels liegen wir mit 16:11 voran, der Lohn für einen 7:0-Run unsererseits aufgrund einer starken Defence und einer ziemlich guten Offence. Davor Lamesic, dem Urgestein der Welser, gelingt es dann mit einem erfolgreichen Lay-up, unseren Lauf zu stoppen und sein Team wieder aufzurichten. In den letzten beiden Minuten dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Jakob Ernst, Stefan Neudecker und Kapitän Christoph Astl neu ins Spiel kommen,  gelingt es aber weder Lamesics Kollegen noch unserem Team ein Score. Aus diesem Grund geht es denn auch mit einer 16:13-Führung unserer Mannschaft in die erste Viertelpause, wo neue Kraft für das 2. Viertel geschöpft werden kann.
Das zweite Viertel gehört eindeutig unserem Kapitän. Christoph Astl gelingt jetzt nicht nur defensiv eine Menge, nein, er macht auch Punkte. 5 Punkte gehen in den nächsten Momenten auf sein Konto, nur unterbrochen durch einen spektakulären Dunk von Ales Chan. Nach etwas mehr als einer gespielten Minute im 2. Spielabschnitt liegen wir mit 21:15 voran, für uns läuft es heute ganz gut, aber im Basketball kann es ja sehr schnell gehen. Das wissen auch die Messestädter, die sich dann doch nicht so leicht aufgeben und einen Zwischensprint einlegen können. Nach einem Lay-up von Davor Lamesic sind sie auf 20:21 an unser Team herangekommen, sehr zum Gefallen ihrer mitgereisten Fans und der Spielerbank. Jetzt ist es wieder spannend in unserer altehrwürdigen Stadthalle. Es geht wieder hin und her und her und hin, beide Mannschaften schenken einander nichts, die Führung wechselt ständig, mitunter ist es auch ausgeglichen. Doch die letzten Minuten dieses 2. Viertels sind eine Sache unserer Truppe, nicht zuletzt dank des sich neu im Spiel befindenden Luka Gaspar können wir hinten dichtmachen und vorne die Gäste das eine und andere Mal austricksen. Belohnung  dafür ist eine 36:30-Führung, die in unserer Kabine keine Sorgenfalten in die Gesichter treibt. So kann es nach einer kurzen Erholung  weitergehen.
Zum Start des vorletzten Viertels beweist Marino Sarlija wieder einmal, was wir an ihm arbeiten. Wie ein Uhrwerk bringt er seit Wochen seine Leistung, so auch jetzt, wo er ein Lay-up zur 8-Punkte-Führung vollendet. Auf der anderen Seite ist es danach zum wiederholten Male ist es auf der anderen Seite Ales Chan, der dafür sorgt, daß der Abstand seiner Mannschaft zu unserer nicht ins Exorbitante ausartet. Stoppen kann er uns denn auch wieder nicht, zu selbstbewußt sind wir in dieser Phase. Hannes Ochsenhofer hält dieses aufrecht, indem er es aus der Ferne probiert und damit wieder einmal erfolgreich ist. Weil auch seine Kollegen anscheinend das richtige Zielwasser intus haben, wächst unser Vorsprung in den nächste Minuten stetig an, sehr zur Freude des Panthers-Staffs. Nach einem lupenreinen Dreier von Paul Radakovics zur Mitte dieses Spielabschnitts haben wir schon 50 Punkte auf unserem Konto, die Oberösterreicher, wo jetzt Thomas Stelzer anstatt Josef Pühringer als Landeshauptmann die Richtung vorgibt, nur 36. Die nächsten 6 Punkte aber, die sind allesamt ein Ding der Gäste, die wieder Lunte riechen. David Jandl behält nun aber die Ruhe, er darf für 2 Freiwürfe an die Linie, schlafwandlerisch verwertet er beide. Trotz verbissener Gegenwehr der Mike-Coffin-Fünf können wir bis zum Ende dieser 3. Spielperiode eine zweistellige Führung verteidigen und mit einer 61:50-Führung in die letzte Viertelpause gehen. Der erste Saisonsieg gegen den WBC ist in Griffweite.
Hannes Ochsenhofer macht zu Beginn des letzten Viertels das einzig Richtige, er geht in die Luft, wirft aus der Distanz und vergrößert unseren Vorsprung auf 14 Punkte. Der so wichtige Sieg wird immer konkreter, aber man sollte trotzdem ruhig bleiben und konzentriert zu Ende spielen. In der nächsten Minute gelingt dann beiden Equipen nicht wirklich viel, der Spielstand von 64:50 aus unserer Sicht ändert sich nicht. Diese Durststrecke wird von Dejan Cigoja, der ja auch einmal bei uns aktiv war, beendet, er trifft zweimal an der Freiwurflinie. Nach einem Zweipunkter von David Jandl liefern sich dann Benjamin Mair und Simeon Iliev ein Distanzwurf-Duell, bei dem beide treffen und auch zeigt, daß eine Antwort von uns nicht lange auf sich warten läßt. Trotzdem, die Welser geben nicht auf, sie wollen sich diesen Sieg, der ihnen den Play-Off-Platz sichert, heute holen. Sie werfen noch alles auf die Waagschale, holen Punkt um Punkt auf, bringen damit unsere Panthers ein wenig ins Wanken. Etwas mehr als 5 Minuten vor Spielende ist es plötzlich wieder spannend, nach einem Sprungwurf von Ales Chan führen wir nur mehr mit 5 Punkten, ein 71:66 prangt von der Anzeigentafel. Jetzt würden wir am besten einen Dreier brauchen, um wieder etwas mehr Ruhe zu bekommen. David Jandl ist es, der sich jenseits des Dreipunktekreises aufstellt, den Ball bekommt, wirft und tatsächlich den Ball in die Maschen des Korbs setzt. Da fällt einem ja ein wahrer Felsbrocken, ein wahres Bergwerk vom Herzen, wenn man Panthers-Afficionado ist. Die Messestädter müßten jetzt nachsetzen, sind aber zu geschockt, um punkten zu können. Auch unsere nächsten Angriffe enden punktelos, ehe Paul Radakovics zum Wurf kommt. Wie zuvor David Jandl versucht es auch er von außen, und auch er trifft. Die nächsten drei Punkte für unsere Fünf ist da, sie bedeuten das 77:66. Abermals gelingt den Clubberern keine Antwort, sie sind wie gelähmt. Hannes Ochsenhofer dagegen ist on fire, zum wiederholten Male wirf ers aus der Distanz, und wieder ist er drin, wir führen mit 80:66. Den Welsern gelingt nun nur noch Ergebniskosmetik, Dejan Cigoja und zuvor Davor Lamesic stellen auf 70:80 aus der Sicht ihres Teams, wir aber können uns von unseren Fans feiern lassen, aber so richtig.
Was war das für eine tolle Leistung unser Burschen am Karfreitag. Fast über die gesamte Spielzeit hatten wir alles unter Kontrolle, haben das Spiel wahrlich dominiert. Vieles, was in den letzten Spielen nicht so geklappt hat, hat gestern umso besser geklappt, Defence, Offence, Würfe von außen, das war ganz tolles Basketball! Die Chance aufs Play Off lebt weiter!
Die Osterpause für unsere Burschen ist minimalst, am Ostermontag geht es schon weiter. Wir reisen nach Wien, wo wir um 17:00 auf den BC Vienna treffen. Liebe Panthers-Fans, haltet uns bitte wieder die Daumen, damit wir dieses Spiel gewinnen und damit weiterhin im Rennen um einen Play-Off-Platz bleiben!
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder die Statistik:
Scorer Panthers: Ochsenhofer 21, Iliev 15, Sarliza 14, Jandl 9, Radakovics 9, Astl 7, Ernst 5,
Klaus Vollstuber