Car gegen Klobg 040218

Couragierte Panthers gewinnen gegen Klosterneuburg in letzter Sekunde

Zwei Tage nach dem desaströsen Derby gegen UBSC Graz hatten unsere orangen Burschen schon die nächste Aufgabe zu lösen. In der heimischen Stadthalle empfangen wir die Dukes aus Klosterneuburg, kämpfen bis zur letzten Sekunde und können uns dafür gottseidank belohnen. Marko Car verwertet nämlich mit der Schlußsirene  den letzten Wurf des Spiels zum 83:81 und läßt St. Stadthalle jubeln.
Zu Beginn dieser Begegnung am Sonntagabend vertrauen Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach Adnan Bajramovic zum wiederholten Male auf Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Geburtstagskind Christopher Reyes, dessen Eltern und Schwester gerade zu Besuch sind, und Wesley Gordon, Hannes Ochsenhofer sitzt als eiserne Reserve auf der Bank. Auf Seiten der Gäste schicken Head Coach Werner Sallomon, der den gesundheitsbedingt fehlenden Ante Pericar vertritt, und sein Assistant Coach, der Ex-Panther Damir Zeleznik, Predrag Miletic, Fabricio David Vay, Christoph Greimeister, Valentin Bauer und Jurica Blazevic auf das Parkett.
 Der Start in dieses Spiel verläuft nicht optimal, und das für beide Teams. Wir können uns zwar den ersten Angriff an diesem Abend erkämpfen, Christopher Reyes gelingt es aber leider nicht, den Ball im Korb unterzubringen. Im Gegenzug mißlingt auch den Herzögen ihre erste Offensivaktion, zumindest vorerst.  Valentin Bauer verwirft zwar, beim Offensivrebound wird sein Kollege Christoph Greimeister gefoult. Dieser bekommt nun 2 Freiwürfe zugesprochen, von denen er aber nur einen erfolgreich im Korb unterbringen kann. Marko Car geht nun auf Nummer sicher, er  entscheidet sich für ein Lay-up, unsere erste Führung im Ausmaß von 2:1 ist perfekt. In weiterer Folge entwickelt sich ein offener Schlagabtausch,  die Führung wechselt hin und her, es ist packend, was man da zu sehen bekommt. Je länger dieses Startviertel aber dauert, desto besser kommen unsere Panthers ins Spiel. Sie hauen sich mächtig ins Zeug, wollen zeigen, daß sie besser sind als das Freitagsspiel in Graz vermuten ließ, und können sogar in Front gehen. Anfangs beträgt sie nur ein paar Punkte, aber dank leidenschaftlichen Kampfes wird sie immer größer, knapp 1 Minute vor Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Stefan Neudecker zum Einsatz kommen, liegen wir mit 25:16, also mit 9 Punkten voran. Die Dukes können vor der ersten Viertelpause noch 4 Punkte anbringen, sodaß es zu Beginn dieser 25:20 für uns steht. Nach einer kurzen Verschnaufpause kann das 2. Viertel starten.
Der Start ins zweite Viertel ist eine Sache der Herzöge. Zwar mißlingt Fabricio Vay die erste Gelegenheit für einen Score, Jurica Blazevic macht es da danach schon viel besser, er probiert es aus der Distanz und ist damit prompt erfolgreich. Jakob Ernst gelingt aber postwendend erfolgreich der Konter,  immerhin 2 Punkte sind nun mehr auf unserem Konto. Fabricio Vay, der ehemalige Traiskirchner Löwe,  versucht es jetzt abermals, diesmal ist er erfolgreich, mit einem lupenreinen Dreier kann er zum 36:36 ausgleichen. In dieser Tonart geht es munter weiter. Beide Mannschaften schmeißen sich voll ins Zeug, schenken sich einander nichts. Unsere Panthers geben zwar weiterhin ihr Bestes, das Glück ist ihnen nicht mehr so hold wie noch im Startviertel. Während die Bälle auf unserer Seite vermehrt zwar in den Korb schauen, aber nicht hineingehen, ist das bei den Niederösterreichern anders. So können sie auch die Führung übernehmen und diese bis zum Ende dieses Spielabschnitts, in dem für uns auch Roland Reinelt neu ins Spiel gekommen ist, behaupten. Mit einem 45:49-Rückstand müssen wir die Halbzeitpause begehen, doch nun geht es vorerst einmal in die Kabinen, wo die Trainer das Sagen haben.
Die Halbzeitpause scheint der Sallomon-Fünf gutgetan zu haben, besonders Jurica ist nun ganz gut aufgelegt. Er fackelt nämlich nicht lange, haut den Ball für 3 Punkte in den Korb und sein Team liegt mit 52:45 voran. Unsere Burschen müssen sich schnellstens etwas einfallen lassen, sonst nimmt dieses Spiel eine Entwicklung, mit der keiner von uns glücklich sein kann. Jetzt ist Marko Car in der Offensive am Zug, auf dem Weg, Punkte zu erzielen, wird er aber gefoult. Daher sind 2 Freiwürfe fällig, die er souverän verwertet. Die Dukes wiederum bleiben cool, Lennart Burgemeister ist zwar aus der Distanz nicht erfolgreich, Fabricio Vay hingegen erzielt per Sprungwurf 2 wichtige Punkte. Doch nun sind unsere Burschen am Zug, und wie sie das sind. Sie mobilisieren jetzt alle Kräfte, holen Punkt um Punkt auf, doch die Führung können wir noch nicht übernehmen. Zur Mitte des vorletzten Spielabschnitts ist es dann aber soweit, 59:58 liegen wir voran. Diese erobern die Gäste aus Niederösterreich aber sofort wieder und können sie in weiterer Folge ein bißchen ausbauen. Doch das lassen wir uns nicht so ohne weiteres gefallen, und fighten zurück. So schmilzt jetzt nicht nur unser Rückstand, vielmehr gelingt es uns, in Führung zu gehen, die wir bis zum Ende dieser Spielperiode behalten können. Mit einem 71:67 gehen wir in die letzte Viertelpause, es bleibt weiterhin  spannend.
Das letzte Viertel beginnt nicht nach Wunsch für unsere Panthers, das kennen wir schon aus Graz. Das gegnerische Team hat das Spiel nämlich noch nicht aufgegeben, vielmehr startet es nun wie aus der Pistole geschossen in den letzten Spielabschnitt. Punkt um Punkt können sie jetzt erzielen, 1 Minute nach Wiederbeginn liegen sie mit 1 Punkt in Führung, 1 Minute später sind es deren 3. Gottseidank können sich unsere Burschen jetzt doch erfangen und Wesley Gordon zum 75:74 einnetzen. Fabricio Vay zeigt jetzt, wie wichtig er auch für die Dukes ist und läßt den Ball zum 77:75 für seine Kollegen und sich im Korb unterbringen. So geht es weiter, es braut sich was zusammen, Alfred Hitchcock läßt nun grüßen. Die letzten Sekunden dieses Thrillers, wie man diese Begegnung jetzt nennen muß, artet zum Duell der beiden Großmeister aus. Zuerst gelingt Predrag Miletic ein Steal, den er sogleich in den Ausgleich zum 81:81 ummünzen kann. Die Verlängerung ist zum Greifen nah, doch da gibt es ja noch Marko Car. Dieser erobert nun den Ball, inmitten der Zone sieht er sich einem Gegenspieler gegenüber, also macht er einen Schritt nach links, in buchstäblich letzter Sekunde setzt er zum Wurf an, der Ball verläßt rechtzeitig seine Hand, der  fliiiiiiiiegt und landet im Korb. Jubel brandet nun auf in unserer Stadthalle, auch Harald Fischl lacht über den 83:81-Sieg unserer  Helden.
Bei diesem Spiel am Sonntagabend hat man gesehen, wozu unsere Mannschaft in der Lage ist, wenn sie von der ersten bis zur letzten Sekunde kämpft. Nun ist erst einmal schnellste Regeneration und konzentriertes Training angesagt, stehen doch bald neue Herausforderungen an.
Am Donnerstag um 19:30 empfangen wir in unserer Stadthalle die Lions aus Traiskirchen im Rahmen des Cup-Viertelfinales zum Raubkatzenduell. Am Sonntag reisen wir dann nach Wien, wo wir um 18:00 auf den BC Vienna treffen.
Und hier gibt es ihn noch, den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer: Reyes 21, Gordon 20 (14 Reb.), Ernst 19, Car 18, Radakovics 3, Neudecker 2 bzw. Vay 25, Greimeister 20, Blazevic 15