Ernst gegen Klobg

Hattrick gegen die herzöglichen Klosterneuburger

Innerhalb kürzester Zeit kam es am Freitagabend zum dritten Duell unserer Panthers gegen die Dukes aus Klosterneuburg. Es war auch dieses Mal eine turbulente Begegnung, die da in der Stadthalle den zahlreich anwesenden Fans geboten wurde. Diese Fans haben uns letztendlich zum 3. Sieg am Stück gegen die Dukes gepeitscht, zu einem mehr als souveränen 77:61.
Unser Head Coach Pit Stahl vertraut zu Spielbeginn auf seine altbewährte Starting Five, also auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Herzöge versuchen es Head Coach Zoran Kostic und sein Assistant Coach, der Expanther Damir Zeleznik, mit Clemens Leydolf, Lennart Burgemeister, Jozo Rados, Christoph Greimeister und Jurica Blazevic.
Der erste Angriff an diesem Freitagabend in unserer altehrwürdigen Stadthalle ist eine Angelegenheit der Herzöge aus Niederösterreich. Lennart Burgemeister, eine der jungen Wilden im Dukes-Dress, probiert es gleich einmal von außen, schafft es aber nicht, den Ball im Korb unterzubringen. Das gleiche Prozedere spielt sich dann auch auf unserer Seite ab, hier ist es Hannes Ochsenhofer, dessen Ball nicht für drei Punkte im Rund landet, sondern irgendwo im Niemandsland. Jozo Rados ist es dann, der nach 49 Sekunden endlich den ersten Korb des Abends erzielt, sein erfolgreicher Sprungwurf ist 2 Punkte wert. Hannes Ochsenhofer will nun seinen vorherigen Fehlwurf nicht auf sich sitzen lassen, er probiert es wieder von außen und die ersten 3 Panthers-Punkte sind da. In der nächsten Minute tut sich dann aber nichts, danach dafür aber umso mehr auf unserer Seite. Durch hervorragendes Teamplay sowohl in der Offence wie auch in der Defence gelingt es uns, auf 13:6 davonzuziehen. Doch anstatt dieses Erfolgsrezept beizubehalten, also hochkonzentiert ans Werk zu gehen und den Gegner weiterhin großmeisterlich in Schach zu halten, vertändeln wir uns leider. Die Stiftsstädter nutzen das schamlos aus, können sogar nicht nur auf 13:13 ausgleichen, nein, sie schaffen sogar die 16:14-Führung. Diese wechselt dann noch das eine oder ander Mal, aber schlußendlich besinnen wir uns gegen Ende dieses Spielabschnitts alter Stärken. Somit können wir dieses erste Viertel, in dem für uns auch David Jandl, Paul Radakovics und Kapitän Christoph Astl zum Einsatz gekommen sind, mit einer 20:16-Führung beschließen.
Das zweite Viertel beginnt dann mit einem Korb der Panthers, Wirbelwind David Jandl erzielt diesen per Sprungwurf mit einem Wert von 2 Punkten. Zum wiederholten Male ist es nun Jozo Rados, der uns, diesmal sogar mit 2 Körben in Folge, die Suppe gehörig versalzt. Der Ausgleich zum 22:22 ist der Lohn dafür. In den nächsten Minuten entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Unsere Truppe versucht mit aller Macht, die Herzöge abzuschütteln, eine Führung zu behaupten und diese womöglich auch auszubauen. Doch genau das versuchen die Gäste aus Niederösterreich hochbeherzt zu verhindern, was ihnen auch gelingt, zumindest vorerst. Mitunter können sie dann sogar in Führung gehen, aber unser Team ist immer sofort zur Stelle und kann die Niederösterreicher wieder in ihre Schranken weisen. Kurz vor Ende dieses hochspannenden Viertels können wir dann doch wieder das Heft in die Hand nehmen, die Führung an uns reißen und diese auch ausbauen. Mit einem 41:35, das uns einiges an Hoffnung für die zweite Halbzeit, aber keinen Grund zum Abheben gibt, geht es nun in die Kabinen, wo jetzt die Coaches das Sagen haben.
Hannes Ochsenhofer scheint die Halbzeitpause besonders gutgetan zu haben, er probiert es sogleich von außen und ist damit prompt erfolgreich. Sehr zur Freude des Publikums, des Teams und natürlich auch von ihm selbst senkt sich der Ball zum 44:35 in das runde Ding, das man Korb nennt. Jozo Rados, der in der Vergangenheit schon in Gmunden und auch in Mistelbach sein Unwesen getrieben hat, darf nun für 2 Freiwürfe an die Linie treten. Da er nur einen verwerten kann, kan er auch nur auf 34:46 verkürzen, aber wenigstens is der erste Klosterneuburger Punkt im 3. Viertel präsent.  Marko Car, der in letzter Zeit mit seinen Distanzwürfen leider nicht so erfolgreich ist wie eigentlich gewohnt, versucht es nun unter dem Korb und siehe da, das gelingt. Auch die nächsten 5 Punkte gehen in den nächsten Momenten auf unser Konto, Jakob Ernst und Marino Sarlija bringen uns damit mit 51:36 in Führung. Das ist mal ein Ausrufezeichen! Auch in den nächsten Minuten geht es so weiter, unsere Panthers agieren höchst souverän, die Führung bleibt mehr oder weniger konstant bei 15. Die Donaustädter kämpfen zwar beherzt weiter, aber gegen unsere Panthers ist momentan kein Kraut gewachsen. Was nicht zuletzt daran liegt, daß nun auch Stefan Neudecker, der wie Luka Gaspar, Admir Zukic und Ibrahim Alisic auch in der Landesliga groß aufzeigt und sich damit Selbstvertrauen für die Bundesligaspiele holt, am Parkett mitwirkt. So geht es mit einem mehr als beeindruckenden 62:42 in die letzte Viertelpause. Der Sack scheint zu zu sein, das McMenü gegessen.
Eine Basketballpartie dauert eben nicht 3 Viertel, sondern 4, und auch ein Plus von 20 ist kein sanftes Ruhekissen. Vor allem ist es das dann nicht, wenn man zu Beginn eines letzten Viertels keine Punkte machst, sondern sogar dein Herz und Hirn, deinen Spielmacher, nämlich Marko Car, verlierst. 27 Sekunden nach Beginn des letzten Spielabschnitts kassiert unser Kroate aus der Bierhauptstadt Karlovac sein 2. Technisches Foul. Laut Regelwerk muß er nun nicht nur das Feld räumen, sondern sogar den Innenraum der Stadthalle verlassen. Dies macht er dann nach langen Diskussionen a la „Club 2“ mit Franz Kreuzer, und zwar in Begleitung von Bodyguard Anil Ramadani. Daß seine Kollegen in den nächsten Minuten geschockt sind und ein wenig aus dem Tritt geraten, den Rhythmus verlieren, das ist klar und menschlich. Die Herzöge nutzen dies knallhart aus und pirschen sich langsam, aber sicher, an unser Buam heran. 3 Minuten nach Wiederbeginn sind sie auf 52:65 dran. Doch nun finden wir wieder zurück in die Spur, da alle für Marko Car in die Bresche springen und den alten Panthers-Teamgeist wiederaufleben lassen. 2 Minuten vor Ende dieser Begegnung am Freitagabend sind wir zwar nur mehr mit 72:59 voran, doch jetzt gasen wir wieder an legen den nächsten Sieg, den 3. Sieg in Folge gegen die Dukes, in trockene Tücher. Ibrahim Alisic, Luka Gaspar und Admir Ado Zukic dürfen nun auch noch das Ihrige zum hochverdienten 77:61 beitragen und sich dann mit ihren Kollegen von den Fans feiern lassen.
Momentan schwimmen wir ja auf einer wahren orangen Erfolgswelle, im Jänner haben wir mit dem Cupspiel in Mattersburg 5 Spiele absolviert und alle diese 5 Spiele GEWONNEN. Wir sind nämlich alle eine Einheit, Fans, Verein und Spieler. Im Moment liegen wir in der Tabelle auf Platz 5, mit Aussicht auf Platz 4, das Play Off liegt in Reichweite, momentan sind wir mittendrin statt nur dabei. Jetzt gilt es, konzentriert weiterzuarbeiten, ZUSAMMEN.
In der nächsten Woche gibt es für unsere fabelhaften Pantherbuam 2 Spiele, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Am Donnerstag mit Beginn um 19:30 gastieren wir zum Nachtrag bei den an der Tabellenspitze regierenden Oberwart Gunners und am Sonntag mit Beginn um 17:00 fordern wir im Lions Dome die Traiskirchen Lions zum Raubkatzenduell.
Scorer. Car 16, Iliev 14, Ernst 12, Sarlija 12, Ochsenhofer 11, Jandl 10, Astl 2,
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder die Statistik, die sogleich folgt:
Klaus Vollstuber