Car gegn Gmunden

Gewaltige Panthers entthronen Tabellführer Gmunden dank grandiosen Spiels

Am Sonntagnachmittag zum 5-Uhr-Tee empfingen unsere Panthers den aktuellen Tabellenführer, also die Schwäne aus Gmunden. Nachdem letzten Sonntag beim Lokalrivalen Flyers Wels der Traunseer trotz einigermaßen starken Spiels nicht gelungen ist, wollten unsere Burschen gegen den anderen oberösterreichischen Klub etwas reißen. Obwohl dies ein schwieriges Unterfangen, noch dazu weiterhin ohne Hannes Ochsenhofer, war, gelang dies. In eindrucksvoller Manier konnten wir vor eigenem Publikum einen  haushohen 101:77-Sieg einfahren.
Unser Trainerteam, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach Adnan Bajramovic, geben zu Beginn dieses Duells gegen die Schwäne Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marco Car, Christopher Reyes und Wesley Gordon ihr Vertrauen. Auf Seiten der Traunviertler schicken Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, Ex-Panther Markus Pinezich, Enis Murati, Daniel Friedrich, Alex Wesby, Ex-Panther Toni Blazan und Ex-UBSCler Povidas Gaidys auf das Parkett unserer Stadthalle.
Vor den Augen von Michael Schrittwieser, dem Generalsekretär des ÖBV,   können unsere Panthers den Aufwurf zwar für sich entscheiden und den ersten Angriff für sich verbuchen, dieser bringt aber leider nichts ein. Luka Gaspar versucht es zwar per Sprungwurf, für seine Einberufung in die Starting Five kann er sich aber noch nicht bedanken. Auf der anderen Seite probiert es Alex Wesby von außen, prompft kann er den Ball im Korb unterbringen und sein Team auf 3:0 in Führung bringen. Christopher Reyes läßt sich davon aber nicht beeindrucken, mit 3 Punkten in Folge kann er zum 3:3 ausgleichen. In weiterer Folge entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, die Führung wechselt fast im Minutentakt, kein Team kann sich absetzen. Was sehr positiv ist, ist die Tatsache, daß unsere Burschen dem Tabellenführer gehörig Paroli bieten können. Mehr noch, sie können sich sogar um einige Punkte von der Wimmer-Fünf absetzen, die aber sogleich zurückfightet und den Ausgleich schafft. 3 Minuten vor Ende dieses ersten Spielabschnitts läuft es für uns aber besonders gut, 6 Punkte haben wir zwischen den Gästen und uns legen können, wir spielen nämlich vorne wie hinten phantastisch. Die Wimmer-Fünf gibt aber nicht klein bei, wehrt sich mit Leibeskräften, doch wir können standhaft bleiben und noch einige Punkte herausholen. Somit geht dieses Startviertel, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovic und Roland Reinelt zum Einsatz kommen, mit einem durchaus zufriedenstellenden 26:19 an uns. In der ersten Viertelpause ist jetzt aber einmal Zeit zum Ausruhen, ehe es wieder ans Werk geht.
Das zweite Viertel beginnt mit einem wahren Paukenschlag für uns. Paul Radakovics nimmt sich jetzt nämlich ein Herz, probiert es aus der Distanz und ist gottseidank erfolgreich. Nun beträgt unser Vorsprung sage und schreibe 10 Punkte, doch Neuzugang Aaron Rountree kann den Rückstand seines Teams sofort auf 8 Punkte verkürzen. Danach passiert eine gute Minute lang nichts, zumindest was den Score betrifft. In diesem Zeitraum sind die jeweiligen Defenses zu stark für die Offenses. Danach sind es aber wiederum die Oberösterreicher, die es klingeln lassen. Matthias Linortner ist nun zur Stelle, und schon sind er und seine Mannen auf 6 Punkte an uns dran. Und das ist noch nicht alles, wir sind voll in einem Abwärtsstrudel und kommen von dem nicht los. Aber wir kämpfen weiter, wie das Eichhörnchen, das sich mühsam nährt. Und das lohnt sich, nach und nach finden wir wieder ins Spiel zurück, können das gegnerische Team unter Druck setzen und wieder davonziehen. Zur Mitte dieses Spielabschnitts prangt abermals eine zweistellige Führung für unsere Burschen von der Anzeigentafel. Diesen Vorsprung gilt es möglichst zu halten oder auszubauen, um wirklich eine Siegchance zu haben. Und genau das schaffen wir, und wie. Wir zünden jetzt nämlich den Turbo, auch mit Hilfe von Stefan Neudecker, brennen ein wahres Basketballfeuerwerk aufs Parkett, das die mehrmaligen Titelträger mehr als nur beeindruckt. Am Ende der ersten Halbzeit liegen wir mit 55:34 voran, das sind 21 Punkte, und das gegen den Tabellenführer. Diese erste Halbzeit müßte man einrahmen. Nun ist einmal Halbzeitpause angesagt, es geht also in die Kabinen, wo jetzt die Coaches das Sagen haben. Vor allem Bernd Wimmer wird das sehr gut nutzen, denn auch dieser Rückstand ist aufzuholen.
Die Kabinenpredigt von ihrem Coach haben sich seine Traunseer zu Herzen genommen, Alex Wesby legt im vorletzten Viertel gleich mit 4 Punkten en suite los, unsere Panthers haben dem vorerst nichts entgegenzusetzen. Aber nach einer kurzen Erholungspause  sind wir gleich wieder in der Spur und können ausreichend punkten. Hoffentlich können wir dieses Niveau weiter halten, ohne daß der Schlendrian sich zu uns gesellt. Vorerst passiert dies aber nicht. Wir sind zwar nicht immer mehr als 20 Punkte vorn, dies ist nämlich jetzt die Marke, die es nicht zu unterschreiten gilt. Passiert das aber einmal, ist sofort einer unserer Akteure zur Stelle, die diese Schart ausmerzen. Es macht ganz einfach einen Riesenspaß, unseren Spielern bei der Arbeit zuzusehen. Blickt man jedoch in die Gesichter der Schwäne, ist da sehr viel Frust zu sehen. Dies soll aber nicht bedeuten, daß sie nun klein beigeben, denn das tun sie nicht, wahrlich nicht.  Gegen Ende dieser Spielperiode reißen die Tranviertler sich noch einmal zusammen, werfen alles in die Waagschale, um eine gute Basis für das letzte Viertel zu bekommen. Der Lohn dafür ist ein 59:75-Rückstand, der unsere Panthers im letzten Spielabschnitt zum Nachdenken bringt und vielleicht zu Fehlern zwingt. Ob das den Oberösterreichern doch noch den Auswärtssieg bringt, wird sich weisen.
Das letzte Viertel beginnt für unsere Fünf nicht ganz nach Wunsch. Anstatt selbst zu punkten, müssen wir Punkte der Gäste hinnehmen. Enis Murati vollendet aus der Distanz, auch der uns wohlbekannte Adrian Mitchell und Altmeister Tilo Klette, der mittlerweile auch schon 4 Jahrzehnte auf dem Buckel hat, können das Punktekonto der Gmundner aufstocken. Etwas mehr als 1 Minute nach Wiederbeginn liegen wir nur mehr 8 Punkte voran, jetzt muß etwas passieren. Das tut es nun, dafür sorgt unser Kapitän Marko Car. Er darf nun für 2 Freiwürfe an die Linie, ein gefundenes Fressen für ihn, beide Würfe landen im Korb. Der Konter der Schwäne bleibt nicht aus, Tilo Klette läßt nun ebenfalls 2 Punkte folgen, wie Marko Car an der Freiwurflinie. Da ist aber noch Christopher Reyes, der wieder on fire ist und mit 2 Punkten dafür sorgt, daß sich bei unserer Mannschaft wieder der Schalter legt. Den beiden Zählern von Christopher Reyes folgen nämlich weitere 7, was uns einiges an Luft verschafft. In den folgenden Momenten probieren die Swans noch einmal alles, um an uns Panthers heranzukommen. Dieses Unterfangen gelingt, zwar nicht wie gewünscht, aber immerhin. Doch der Schwäne Widerstand ist bald gebrochen, unsere Panthers übernehmen wieder das Kommando und überrennen den bisherigen Tabellenführer, daß dieser nur mehr das Ende dieser Partie herbeisehnt. Bei einem imposanten Spielstand von 101:77 ertönt die Schlußsirene, Fans und Mannschaft feiern nun gemeinsam dieses Husarenstück.
Für diesen grandiosen Sieg gebührt unserer Mannschaft ein Pauschallob, Marko Car ist da aber doch hervorzuheben. So stark wie gegen die Traunviertler war er schon lange nicht, er scheint wieder ganz der Alte zu sein. Möge dieser Zustand lange anhalten, dies ist uns allen zu wünschen. Es geht ja bald wieder weiter.
Unser nächstes Spiel ist wieder ein Heimspiel, natürlich in unserer Stadthalle. Es geht am kommenden Samstag, 20.01.2018, mit Beginn um 19:00 vonstatten. Gegner sind die Traiskirchen Lions, die uns ja als Gegner im Cup-Viertelfinale ausgesucht haben, zur Austragung kommt diese Begegnung in unserer Stadthalle. Endlich haben wir wieder ein Heimspiel im Cup!
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer. Car 31 (10 Ass.), Reyes 27 (9 Reb.), Gordon 15 (18 Reb.), Ernst 13, Radakovics 12, Gaspar 3

Genauer Spielbericht folgt.