Jandl gegen Graz

Panthers erklimmen mit Derby-Sieg die Top 6

Geduldige Panthers bleiben gegen UBSC Graz unbesiegt.
Diese Woche begann bei uns in Fürstenfeld frisch, saftig, steirisch. Stand doch in unserer Stadthalle das Steirerderby unserer Panthers gegen den Unionbasketballsportclub Graz mit starkem Fürstenfeldbezug auf dem Programm. Wie auch die vergangenen beiden Begegnungen gegen die UBSCler, war auch dieses hochspannend, und auch diesmal hatten wir mit einem hocherfreulichen 82:74 das bessere Ende für sich.
Vor Beginn dieses aufgrund der Tabellensituation brisanten Derbys vertraut unser Head Coach Pit Stahl auf seine bewährte Starting Five, also auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Grazer probiert es deren Head Coach Lluis Pino Vera derweil mit Anton Maresch, David Hasenburger, Cameron Naylor, Drago Brcina und Milos Krivokapic.
Auch dieses Spiel beginnt mit dem Aufwurf und den bzw. den ersten Angriff sichern sich unsere Panthers. Erfolgreich können wir den aber leider nicht abschließen, Simeon Iliev probiert es aus der Ferne, scheitert aber. Cameron Naylor wiederum macht es auf der Gegenseite für die Landeshauptstädter besser, sein Sprungwurf bringt 2 Punkte und damit gleichzeitig die 2:0-Führung für sein Team. Nun ist Marino Sarlija an der Reihe, er setzt seinen Sprungwurf in die Maschen und der Ausgleich zum 2:2 ist da. Weitere Punkte in Orange gibt es in weiterer Folge nicht bzw. nicht viele. Das Phänomen der wenigen Panthers-Punkte, das uns in den vergangenen beiden dann doch siegreichen Spielen begleitet hat, scheint weiterhin präsent zu sein. Dadurch gelingt es den Murstädtern, auf 10:4 davonziehen gespielt sind da nicht einmal 4 Minuten. Schön langsam kommen unsere Burschen besser in die Partie, der Ball wird mehr und mehr zu unserem Freund, ein Freund, der den Weg durch den Korb findet. Nach einem sehenswerten Dreipunkter von Simeon Iliev sind wir bis auf 2 Punkte an den Uhrtumstädtern dran, ein 8:10 prangt nun von der Anzeigentafel. Cameron Naylor stoppt diesen unseren kleinen Lauf und baut die Führung seiner Mannschaft durch einen Sprungwurf auf 12:8 aus. Jakob Ernst und Simeon Iliev wollen das aber jetzt nicht auf sich sitzen lassen und bringen uns mit 5 Punkten en suite in Front. Nach einem weiteren Führungswechsel, bedingt durch einen Zweipunkter von Ex-Panther David Hasenburger, bringen wir uns selbst wieder in Vorteil. Wir können diese unsere Führung bis auf 18:14 ausbauen, doch der erste Spielabschnitt, in dem auf unserer Seite David Zecke Jandl, Stefan Michael Neudecker und Kapitän und Kampfschwein Christoph Astl zum Einsatz kommen, endet nach einem Zweipunkter von David Hasenburger mit 18:16.
Der Start in den zweiten Spielabschnitt gelingt unseren Mannen ausgesprochen gut, das Zielwasser scheint seine Wirkung nicht zu verlieren. Die beiden Burgenländer Christoph Astl und David Jandl sorgen mit ihren jeweils 2 Punkten für die Ausbauung unserer Führung, es steht nun 22:16 aus unserer Sicht. Ein Plus von 6 Punkten, das ist is dato das höchste der Gefühle. Die Schloßbergstädter können ihren Rückstand jetzt nicht nur verkleinern, nein, sie schaffen es sogar, auf 22:22 auszugleichen. Man sagt eben nicht umsonst, daß der Basketballsport ein Sport der Runs ist. Es gibt nämlich sogleich den nächsten, und zwar einen 5:0-Run für uns. Die Grazer können diesen zwar stoppen und ihren Rückstand ein wenig verkürzen, doch jetzt bleiben unsere Pantherbuam standhaft. Bis zur Halbzeitpause gelingt es uns, immer einen Vorsprung unser eigen zu nennen, wenn auch dieser nicht allzu groß wird, aber immerhin. Den Schlußpunkt dieses 2. Viertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics ins Geschehen einschreiten durfte, setzt Jakob Ernst. Sein Sprungwurf, der 2 Punkte einbringt, manifestiert eine 40:36-Halbzeitführung für uns, ehe es in die Kabinen zu den Predigten der Coaches geht.
Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Korb der Gäste aus Graz. Anton Maresch, der ehemalig Spanien-Legionär, zeichnet für diesen verantwortlich, das Resultat ist das 38:40 aus Sicht seines Teams. Marino Sarlija und Marko Car sorgen kurzfristig für klare Verhältnisse, und zwar mit 4 Punkten am Stück. Mehr ist wieder einmal nicht drin, denn das Team von Lluis Pino Vera läßt nicht locker. Wie Kletten, wie Zecken, wehren sie sich, daß ihr Rückstand auf unsere Fünf nicht größer wird. Auf unserer Seite geht zwar auch nicht alles nach Wunsch, doch er ist wieder da, der Kampfgeist der Panthers. Egal in wessen Gesicht man schaut, ob das nun David Jandl ist oder Christoph Astl oder Marko Car, man sieht förmlich den Kampfgeist widerspiegeln. Jeder rackert, gibt sein letztes Hemd, nur damit der Vorsprung auf das andere Team kleiner wird. Das gelingt auch ganz gut, denn mit Fortdauer dieser Spielperiode ziehen wir Steffen Leitgeb, David Hasenburger & Co. den letzten Nerv. Hinen lassen wir das Gästeteam anrennen und vorne scoren wir fast nach Belieben. Der Lohn für dieses recht ansehnliche Viertel vor recht ansehnlicher Kulisse ist ein 63:52 nach 30 Minuten. Ein Plus von 11 Punkten, das sollte eigentlich für die letzten 10 Minuten reichen, aber schau mer mal.
Das letzte Viertel dieses Steirerderbys beginnt damit, daß uns Drago Brcina einen Korb gibt. Mit diesem, den er per Sprungwurf besorgt, kann er sein Team um 2 Punkte näher an unseres heranbringen. Jetzt ist es wieder einmal an der Zeit für einen erfolgreichen Distanzwurf unseres Lieblingskroaten Marko Car, und schon macht er einen rein. Dies bedeutet unsere 66:54-Führung, knappe 9 Minuten sind jetzt noch zu spielen. In den nächsten Minuten rollt er dann endgültig über das Parkett unserer Stadthalle, der Panthers-Express. Punkt um Punkt, Korb um Korb, geht nun auf unser Konto, den Grazern wird jetzt schon ganz schwindlig. Zur Mitte des letzten Spielabschnitts sind wir dann schon mit 73:60 voran, die Partie ist gegessen. Der Rest ist dann nur mehr Schaulaufen wie bei einer Eiskunstlauf-WM. Auf unserer Seite kommt dann auch noch Luka Gaspar zum Einsatz, den hat er sich redlich verdient. So geht dann auch dieses Spiel, dieses Steirerderby, dem Ende entgegen und nach 40 Spielminuten heißt es dann 82:74 für unsere Panthers, die in dieser Saison weiterhin noch kein Steiermarkderby verloren haben.
Unsere Panthers schwimmen ja in den vergangenen Tagen und Wochen auf einer wahren Erfolgswelle. Dies war der dritte Sieg im dritten Spiel in der Meisterschaft und dazu kommt ja auch noch der Sieg im Cupachtelfinale in Mattersburg. Speziell unsere Defence ist im Moment bärenstark, aber auch unsere Offence ist, wie man am Montag gesehen hat, auf dem Weg der Besserung. Und wenn man dann noch die Unterstützung der Fans hat, kann ja gar nichts mehr schief gehen.
Es geht ja jetzt Schlag auf Schlag weiter, vor dem All-Star-Game-Break steht noch ein Spiel auf dem Plan. Dieses findet am kommenden Freitag statt, wieder zu Hause und es geht mit Beginn um 19:30 gegen – die Klosterneuburg Dukes!
Scorer: Car 21 (9 Ass.), Iliev 19, Sarlija 17, Neudecker 8, Ernst 5, Astl 4, Jandl 2 (3 Steals).
Auch heute schließe ich wieder mit der Statistik, die da folgt:
Klaus Vollstuber