Ochsenhofer in wels 2

Bärenstarker Hannes Ochsenhofer & Co. beenden gegen UBSC Graz lange Durststrecke

Am Ostermontag empfingen unsere Panthers UBSC aus Graz zum zweiten Steirerderby in unserer Stadthalle innerhalb von 72 Stunden. Nach 6 Niederlagen am Stück war es endlich wieder Zeit für einen Sieg, ausgerechnet bei Hannes Ochsenhofers besonderem Spiel gelang dieser Coup. Der sympathische und immer mit alles gebende Burgenländer bestritt sein 543. ABL-Spiel und zog damit mit einer anderen Legende, und zwar De’Teri Mayes, gleich. Zur Krönung war er mit 26 Punkten bester Werfer und ließ am Ende nach langer Zeit endlich wieder alle jubeln, wofür wir ihm an dieser Stelle natürlich alle sehr herzlich gratulieren.

Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic geben zu Beginn dieses “kleinen” Steirerderbys zum wiederholten Male Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Wesley Gordon ihr Vertrauen. Auf Seiten der Landeshauptstädter schickt Head Coach Markus Galle Darien Nelson-Henry, Matthieu Gamberoni, David Heuberger, Ex-Panther Fabian Richter und Silvio Mendes-Mateus aufs Parkett, Routinier Anton Maresch muß verletzt zuschauen.

Zu Beginn dieser Begegnung erkämpfen wir uns beim Aufwurf den Ball, auch der erste Angriff ist unser. Punkte wandern leider nicht auf unser Konto, Auf dem Weg zum Korb geht uns das Spielgerät nämlich verlustig, landet beim Gegner und dieser geht durch Silvio Mendes Mateus mit 3:0 in Führung. Da der Unionbasketballer bei diesem erfolgreichen Wurf gefoult wird, darf er für einen Freiwurf an die Linie. Auch mit diesem hat er Erfolg, sodaß die Grazer nun mit 4:0 voran liegen. Marko Car und Hannes Ochsenhofer können mit 4 Punkten en suite den Ausgleich herstellen, Wesley Gordon uns an der Freiwurflinie sogar in Front bringen, und zwar mit 6:4. Darien Nelson-Henry kann anschließend sogleich zum 6:6 ausgleichen, es ist jetzt packend und bleibt auch so. Es entwickelt sich nun ein offener Schlagabtausch, beide Teams schenken sich nichts, die Führung wechselt ständig, es geht hin und her. In den letzen Minuten dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Roland Reinelt zum Einsatz kommen, bekommen wir aber immer mehr die Oberhand. So dürfen wir mit einem doch ansehnlichen 21:14 in die erste Viertelpause gehen, wo wir Kraft tanken können, um dieses ausgezeichnete Niveau weiterhin zu halten.

Das 2. Viertel ist keine 10 Sekunden alt, da klingelt es schon bei uns. David Heuberger, dessen Bruder Alexander auch einmal das Panthers-Dress trug, netzt per Lay-up zum 16:21 aus Sicht seines Teams ein. Die nächste Offensive gehört uns, Kapital können wir aber leider keines daraus schlagen. Darius Nelson-Henry macht es danach David Heuberger gleich, sein Lay-up bedeutet den Anschluß zum 18:21. Aber dann ist auf unserer Seite Paul Radakovics zur Stelle, er netzt aus der Distanz ein. Das gibt uns Kraft, das gibt uns Halt und einen Vorsprung von 6 Punkten, das gibt es uns auch. In weiterer Folge gelingt es uns, uns zu stabiliseren. Das erste Mal seit Langem sind wir in der Lage, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken, in Führung zu bleiben, auch wenn der Vorsprung nicht mehr als 8 Punkte beträgt. 3 Minuten vor Ende dieses Spielabschnitts, in dem wir auch Hilfe von Stefan Neudecker bekommen, sind die Murstädter nur mehr 4 Punkte von uns entfernt. Doch wie zum Ende des Startviertels können wir auch diesmal einige Punkte drauflegen was in einer Halbzeitführung von 38:32 resultiert. So kann es weitergehen, aber vorher geht es erst einmal in die Kabinen, wo die Coaches nun das Sagen haben.

Der Start ins 2. Viertel verläuft äußerst zäh, hüben wie drüben landet der Ball einige Male nicht im Korb. Über eine Minute dauert diese Dürreperiode an, ehe Hannes Ochsenhofer den Erlöser spielt. Per Lay-up steuert er die ersten Punkte dieser Spielperiode bei, Darius Nelson-Henry erzielt wenig später die ersten Grazer Punkte im 3. Viertel. In weiterer Folge plätschert das Spiel nur so dahin, bei uns macht sich das Fehlen von Christopher Reyes bemerkbar, im Falle der Landeshauptstädter ist es der auf dem Parkett abwesende Anton Maresch, für den seine Klubkollegen in die Bresche springen müssen. Dieser Kraftakt gelingt uns denn doch ein wenig besser, die Führung bleibt uns nämlich nach wie vor erhalten. Die Gäste können uns zwar einige Male sehr nahe kommen, doch schaffen wir es danach wieder einige Punkte zu enteilen. Am Ende dieses vorletzten Viertels, in dem wir auch auf die Hilfe von Klaus Reinelt zählen können, liegen wir mit 52:45 voran. Nach der letzten Viertelpause sollten wir den Derbysieg in trockene Tücher bringen.

Hannes Ochsenhofer sorgt dafür, daß wir sehr gut in das letzte Viertel starten. 2 Punkte per Lay-up und 1 per Freiwurf bedeuten die 55:45-Führung, wir liegen 10 Punkte voran. Danach versucht es Matthieu Gamberoni zweimal mit einem Korbleger, von Erfolg gekrönt ist aber nur einer. Nun ist Ex-Panther Fabian Richter an der Reihe. Er postiert sich jenseits der Dreipunktelinie, holt zum Wurf aus, der Ball fliegt und landet tatsächlich im Korb. Jetzt liegen die Leonhardibasketballer nur mehr 5 Punkte zurück, doch im Gegenzug macht Marko Car mit einem Jump shot 7 daraus. Roland Reinelt denkt sich jetzt, was Wesley Gordon kann, das kann ich auch, und dunkt spektakulär 2 Punkte. Die Fünf von Markus Gallegibt zwar nicht klein bei, hält dagegen und kann immer wieder ein paar Punkte aufholen. Doch unsere Panthers lassen sich davon nicht beirren, nicht an diesem Tag. Wir geben unsere Führung nicht mehr her, können immer wieder den einen oder anderen Zähler drauflegen und frühzeitig den Sieg eintüten. Unter dem Jubel unserer Fans beenden wir dieses Steirerderby mit einem souveränen 75:65, Schlußpunkt war ein spektakulärer Alley-oop von Wesley Gordon.

Es war jetzt zwar nicht alles Gold, was geglänzt hat, die Leistung unserer Panthers bei diesem Derby kann man aber durchaus als solide bezeichnen. Wir haben teilweise um einiges besser gespielt als in den Wochen davor, wenn es brenzlig wurde, haben wir immer die passende Antwort gefunden. Unser Trainerteam hat auch ganze Arbeit geleistet, sodaß der Derbysieg mehr als verdient war. Nun gilt es, dies zu konservieren für die nächsten Spiele, die da anstehen.

Am kommenden Sonntag reist unsere Mannschaft nach Klosterneuburg, wo um 18:00 im dortigen Dukes Castle die Begegnung gegen die Dukes auf dem Programm steht. Am darauffolgenden Donnerstag empfangen wir dann in St. Stadthalle den BC Vienna, Spielbeginn ist 19:30.

Anbei gibt es auch diesmal wieder den Link zum Spiel:

https://tinyurl.com/yamll33j

Klaus Vollstuber

Scorerliste:
BSC Panthers FF: Ochsenhofer 26, Car und Gordon je 14 Pkt., Radakovics 9, Ernst 6 Gaspar und Reinelt R, je 2

USBC Graz: Nelson-Henry 16, Mendes Mateus 11, Heuberger D. u. Richter je 10, Gamberoni u. Domitner je 9

Der detaillierte Spielbericht folgt!