Gordon gegen Graz

Panthers Derby-Sieg gegen Oberwart

Geduldige Panthers gewinnen nervenaufreibendes Heimderby gegen die Gunners aus Oberwart
Am Tag vor den Heiligen Drei Königen stand für unsere Panthers wie auch für den Gegner das erste Spiel des Jahres 2018 auf dem Spielplan der ABL. Dieser Gegner war niemand Geringerer als die Oberwart Gunners, die samt ihren zahlreichen enthusiastischen Fans zum Lokalderby gekommen sind. Nach 40 spannenden nervenaufreibenden Minuten stand der Sieger dann endlich fest, natürlich in unserer Stadthalle.  Und dieser Sieger, das ist die Heimmannschaft, das sind unsere Fürstenfeld Panthers, die den Sieg mehr wollten, mehr dafür investierten und auch ein wenig mehr Glück hatten, das Glück des Tüchtigen. Mit einem dann doch souveränen 78:70 konnten sich unsere Spieler dann von den jubelnden Fans feiern lassen.
Unser Head Coach Goran Patekar, der ja zuletzt bekanntlich lange Jahre bei den Oberwart Gunners als Assistant Coach tätig war, und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic vertrauen zu Spielbeginn einmal mehr  auf Jakob Ernst, Kapitän Marko Car, den wieder genesenen Hannes Ochsenhofer und die beiden US-Boys Christopher Reyes & Wesley Gordon. Auf Seiten der Gäste schicken Head Coach Lluis Pino Vera und sein Assistant Coach Horst Leitner Jakob Szkutta, Louis Dabney jr., Sebastian Käferle, Denzel Gregg und Benjamin Blazevic auf das Parkett unserer Heimstätte.
Der erste Angriff dieses Abends geht auf das Konto unserer Panthers. Leider können wir kein Kapital daraus schlagen, Christopher Reyes kommt zwar zum Wurf, dieser wird aber von Denzel Gregg geblockt. Die erste Führung dieser Begegnung ist dann prompt eine Sache der südburgenländischen Kanoniere, Benjamin Blazevic ist per Lay-up erfolgreich. Jakob Ernst gelingt gottseidank prompt der Konter, er probiert es von außen, ist erfolgreich, 3:2 steht es nun für unsere orangen Burschen. In dieser Tonart geht es nun vorerst weiter, die Pinkataler legen vor, unsere Feistritztaler legen nach. Zur Mitte dieses Startviertels bekommen die Südburgenländer aber jedoch ein wenig Oberwasser, mit ein wenig Geduld, sowohl in der Offense als auch in der Defense, können sie auf 11:5 davonziehen. Jetzt braucht es auf unserer Seite am besten einen Dreier, um die Lluis-Pino-Vera-Fünf aus dem Konzept zu bringen, zu stoppen. Und Marko Car gelingt nun, gerade jetzt, dieser erfolgreiche Wurf aus der Distanz, der uns den Anschluß zum 8:11 bringt. Das gegnerische Team läßt sich davon aber dann doch nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil, es wird dadurch nur angestachelt. Innerhalb weniger Momente ziehen unsere speziellen Freunde wieder alle Register und auf 17:8 davon. Unsere Jungs dürfen jetzt nicht durchdrehen, nicht allzu hektisch werden, am besten rasch zur Ruhe kommen und schnellstmöglich den Rückstand verkürzen. Und das gelingt ihnen auch, denn je kürzer dieser Spielabschnitt noch dauert, desto mehr bekommen wir die gegnerische Fünf in den Griff, desto ruhiger werden wir, auch die Effizienz wird größer. Sowohl in der Offense als auch in der Defense kaufen wir den Gegnern die Schneid ab und wir kommen immer näher heran.  Ausgerechnet der Ex-Gunner Hannes Ochsenhofer kommt zum letzen Wurf dieses ersten Viertels, in dem auf unserer Seite auch Luka Gaspar eingesetzt wird, und dieser, ein Geschoß von außen, sitzt. Somit können wir mit einem ziemlich knappen 20:22-Rückstand in die erste Viertelpause gehen.
 Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts haben unsere Gäste aus dem Südburgenland die Kugel, also den ersten Angriff. Doch so wie wir zu Beginn des Startviertels können auch sie nun keine Punkte erzielen, dies bleibt uns überlassen. Wesley Gordon ist es, der mit einem Hammerdunk unseren Ausgleich herstellt. Die Führung gelingt uns danach leider nicht, vielmehr erzielt Aaron Ross aus der Distanz das 25:22 für seine Mannschaft. Danach darf Louis Dabney jr. aufgrund eines Fouls an ihm für 2 Freiwürfe an die Linie. Da er aber nur einen davon erfolgreich verwerten kann, erhöht sich das südburgenländische Punktekonto auch nur um einen Punkt, 26:24 liegen sie jetzt also voran. Wir brauchen aber nicht zu verzagen, denn in diesem Moment ist wieder einmal Marko Car, unser Denker, Lenker und Kapitän, zur Stelle. Mit einem lupenreinen Dreipunkter beschert er uns eine knappe Führung, ein 27:26 aus unserer Sicht ist nun dem Scoreboard zu entnehmen.  Lange währt unsere Freude darüber jedoch nicht, auf der Gegenseite ist jetzt nämlich Georg Wolf zur Stelle, ebenfalls mit einem erfolgreichen Wurf aus der Ferne. Dieser bringt den Messestädtern prompt eine Führung, ein 29:27 ist der Lohn. Wesley Gordon kann nun mit einem Lay-up zum 29:29 ausgleichen, doch die nächsten Minuten gehören den Messestädtern. Durch geduldiges Spiel können sie sich knapp, aber doch, eine Führung erkämpfen, die  von unseren Panthers angegriffen wird. Kurz vor der Halbzeitpause gerät diese in Gefahr, Paul Radakovics, auch ein Ex-Gunner so wie Hannes Ochsenhofer, bringt uns nämlich aus der Distanz auf 35:36 heran. Doch dieses zweite Viertel, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics  und Roland Reinelt neu ins Spiel gekommen sind, endet mit einem 38:35, da Benjamin Blazevic doch noch ein Dunk gelingt. Nun ist aber erst einmal Zeit für den Halbzeitpausentee und die Coaches, die jetzt in den Kabinen das Sagen haben.
Das dritte Viertel beginnt ziemlich dürr, beide Teams scheinen mit ihren Gedanken noch in ihren Kabinen zu sein. Die jeweils ersten Angriffe verlaufen allesamt im Sand, ehe es dann doch die ersten Punkte in diesem vorletzten Spielabschnitt gibt. Leider ist es kein Panther, der für diese verantwortlich ist, sondern ein Kanonier. Denzel Gregg dunkt nämlich zum 40:35 für sein Team ein. Eine Antwort unsererseits bleibt jedoch aus, vielmehr ist es jetzt Louis Dabney jr., der nun von der Freiwurflinie trifft. Er kann zwar nur einen von zweien verwerten, aber immerhin. Einigen von unseren Akteuren gelingt nämlich nicht einmal dieses Kunststück. In weiterer Folge bleiben die Oberwarter voran, unseren Akteuren wiederum gelingt es doch, den Rückstand auf das gegnerische Team nicht zu groß werden zu lassen. Doch immer wenn wir bis auf zwei Punkte herankommen, gibt es eine kalte Dusche von der Gegenseite. In dieser Tonart geht es danach einige Minuten weiter, ehe wir durch 2 erfolgreiche Würfe aus der Distanz den 46:46-Ausgleich schaffen. Dem nicht genug, darf nun Wesley Gordon nun für 2 Freiwürfe an die Linie. Er bleibt beide Male cool wie ein Eisblock und bringt uns somit mit 48:46 in Front. Auf der Gegenseite darf sich nun Sebastian Käferle für 2 Freiwürfe an die Freiwurflinie begeben, erfolgreich ist er aber nur einmal, die Panthers-Führung hält also weiterhin. In dieser Tonart geht es bis zum Ende dieses Spielabschnitts weiter, unsere Buam können voranbleiben, aber nicht davonziehen. Da unser Kapitän vor der Schlußsirene gottseidank noch zweimal erfolgreich freiwerfen kann, gehen wir mit einem 54:51-Vorsprung in die letzte Viertelpause. Es ist noch alles offen, aber das Momentum ist auf unserer Seite.
Der Start in das letzte Spielviertel an diesem Vorabend zu den Heiligen Drei Königen gelingt unseren Akteuren leider nicht ganz nach Wunsch.  Nicht wir können unsere Führung ausbauen, nein, die Gunners können bis auf einen Punkt an uns herankommen. Benjamin Blazevic kann nämlich per Sprungwurf zum 53:54 aus Sicht seines Teams einnetzen. Doch unsere Burschen lassen sich davon aber nicht beeindrucken, ganz und gar nicht. In den nächsten Minuten brennen sie ein wahres Feuerwerk auf dem Parkett ab. Ausgangspunkt dafür ist ein erfolgreicher Wurf aus der Distanz von Marko Car, der nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Kollegen, beflügelt. Vorne wie hinten haben wir nun die Bezirkshauptstädter voll im Griff, voll unter Kontrolle. Egal, was sie auch tun, sie können sich nicht von dieser orangen Beklemmung lösen. Unsere Akteure wiederum spielen nun befreit auf, zeigen endlich, was sie drauf haben und das ist ziemlich viel, dabei fehlt Stefan Neudecker ja leider verletzungsbedingt. 8 Punkte am Stück gelingen uns nun immerhin, ehe die Gäste in Person von Louis Dabney jr. endlich wieder einnetzen können. Der US-Boy steht nämlich für zwei Freiwürfe an der Linie, beide Male ist er jetzt erfolgreich. Auf der Gegenseite ist nun aber Wesley Gordon am Wort, er ist per krachendem Dunk zum 64:55 erfolgreich. Neun Punkte liegen wir nun voran, eine Vorentscheidung scheint gefallen zu sein, auch wenn noch immerhin etwas mehr als 6 Minuten zu spielen sind. Auf Seiten der Burgenländer ist es nun Denzel Gregg, der freiwerfen gehen darf, auch er kann beide dieser Freiwürfe im Korb unterbringen. In dieser Tonart geht es nun weiter.  Das Team des Spaniers Lluis Pino Vera hält verzweifelt dagegen, prallt aber immer wieder an unserer Fünf ab, die wie eine Mauer steht. So vergeht die Zeit, unsere Führung hält, die Partie ist nur mehr ein Schaulaufen. Christopher Reyes setzt mit einem Sprungwurf den Schlußpunkt dieses unseres Heimderbys, ein Endstand von 78:70 ist nun amtlich. Die Kanoniere gehen nun mit hängenden Köpfen von dannen, während wir uns von unseren Fans feiern lassen können.
Das Derby gegen die Oberwart Gunners ist also geschlagen, gottseidank sind auch die Oberwart Gunners geschlagen. Unser Team wiederum hat  zwar nicht immer den besten Basketball gezeigt, zumindest die erste Hälfte war nicht gerade optimal, aber auch nicht ganz schlecht. Sie hat aber Geduld gezeigt, Ende des dritten Viertels die Führung erobert und durch geschicktes Spiel diese auch nicht mehr hergegeben. Somit gab es diesen Derbysieg, der nicht süßer schmecken könnte, waren doch die Oberwart Gunners unsere Gegner.
Viel Zeit zur Erholung bleibt unseren Jungs jedoch nicht, steht doch schon am Sonntag das nächstes Spiel an. Um 17:00 gastieren wir nämlich bei den Welser Flyers in deren Raiffeisen Arena. Daumendrücken ist natürlich erbeten.
Zum Abschluß gibt es auch heute den Link zum Spiel, der diesmal hoffentlich funktioniert:
Klaus Vollstuber

Scorerliste:

Panthers: Gordon 22 Pkt, Reyes und Car mit je 19 Pkt., Radakovics 12, Ernst u. Ochsenhofer je 3 Pkt.

Gunners: Blazevic 18, Dabney Jr. L. 15, Käferle 13, Gregg 10, Ross 7, Wolf 3, Szkutta u. Schuecker je 2