Gordon in OW - Kopie

Gehemmte Panthers unterliegen BC Vienna klar und deutlich

Nach dem sensationellen Einzug ins Cup-Final-Four durch den Heimsieg am Donnerstag gegen die Lions aus Traiskirchen stand für unsere Panthers am Sonntag die nicht sehr einfache Aufgabe beim BC Vienna auf dem Spielplan. Trotz eines gar nicht mal so üblen Viertels kommen wir danach teilweise gehörig unter die Räder und beziehen schlußendlich  eine 86:111-Niederlage. Dank gebührt übrigens den zahlreichen Fans, die an die Donau gereist sind und uns sehr lautstark unterstützt haben, trommelnd, klatschend und laut schreiend.
Zu Beginn dieser Partie an der schönen blauen Donau vertraut unser Trainerteam, also Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic, wieder auf Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Christopher Reyes, dessen Familie sich vor ihrer Abreise auch noch dieses Begegnung gegeben hat, und Wesley Gordon. Auf Seiten der Hausherren probiert es Head Coach Luigi Gresta mit Stjepan Stazic, Reger Dewell II, Jiri Hubalek und den beiden Expanther Luka Gvozden und Jason Detrick.
Zum Start dieses Spiels am Sonntagabend erobern wir beim Aufwurf den Ball, können dies auch gleich zum ersten Angriff nutzen, aber leider nicht zu Punkten. Jiri Hubalek macht es für die Hauptstädter gleich viel besser, er scort per Lay-up zum 2:0 für sein Team. Stjepan Stazic gelingt es sorfort, nachzulegen, schon liegen die Favoritner mit 4 Punkten voran. Doch unsere Burschen bleiben jetzt ganz cool, werden nicht hektisch. Das trifft vor allem auf Luka Gaspar und Christopher Reyes zu, die mit 2 sehenswerten Körben zum 4:4 ausgleichen. Obwohl wir jetzt weiterhin dagegenhalten zeigen die Wiener ihre Klasse und ziehen dank eines 6:0-Runs auf 10:4 davon. Wesley Gordon ist es dann, der wieder für orange Punkte sorgt, und zwar per Lay-up. Es entwickelt sich  jetzt ein offener Schlagabtausch, mit leichten Vorteilen für die Donaustädter. Kommen wir nämlich auf 1-2 Punkte an sie heran, klingelt es hinten prompt und unser Rückstand ist schon wieder ein wenig größer. In den letzten beiden Minuten dieses ersten Viertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Hannes Ochsenhofer zum Einsatz kommen, macht die Gresta-Fünf ernst, weist unsere Jungs gehörig in die Schranken und zieht von 17:16 auf 24:16 davon. Dank zweier erfolglreicher Freiwürfe von Wesley Gordon können wir den Schaden begrenzen und mit einem 18:24 in die erste Viertelpause gehen.
Zu Beginn des 2. Viertels haben die Bundeshauptstädter den Ball und damit den ersten Angriff. Luka Gvozden kommt dann zwar auch zum Wurf, dieser findet aber nicht sein Ziel. Auch Stjepan Stazic gelingt es dann nicht, die ersten Punkte in diesem Spielabschnitt zu erzielen. Luka Gaspar ist aber in diesem Moment auf der Höhe, stiehlt den Ball und ermöglicht es dadurch Paul Radakovics, uns auf 20:24 an das gegnerische Team heranzubringen. Dieses läßt sich das aber nicht gefallen, Jiri Hubalek, der an diesem Abend wieder on fire ist, erzielt nun 3 Punkte und der BCV liegt mit 27:20 voran. Christopher Reyes was jetzt, was zu tun ist, er sorgt mit einem Megadunk für unsere Anschlußpunkte zum 22:27. Das ist zwar ein Weckruf, aber leider nicht für unser Team. Die hauen jetzt nämlich ziemlich laut auf die Pauke, was unsere Burschen total aus dem Rhythmus bringt. In den nächsten Minuten klingelt es mehrmals kräftig in unserem Korb, bis auf 44:22 ziehen die Clubberer nun davon. Wenn man sich das so anschaut, kann man sich gar nicht vorstellen, wie wir am Donnerstag die Löwen aus Traiskirchen besiegen konnten. Aber der BC Vienna ist nun einmal unser Angstgegner, was sich leider bestätigt. Obwohl auf unserer Seite Stefan Neudecker, Roland Reinelt und Klaus Reinelt ins Spiel kommen, behalten die Gastgeber das Kommando und schaffen es, mit einem für sie sehr beruhigenden und komfortablen 52:28 diesen Spielabschnitt zu beenden. Jetzt ist es erst mal Zeit für die Halbzeitpause, wo die Trainer in den Kabinen das Sagen haben. Hoffentlich findet Coach Goran nun die richtigen Worte, damit wir gestärkt in die 2. Halbzeit gehen und uns vielleicht noch eine kleine Chance auf ein Erfolgserlebnis erhalten können.
Das vorletzte Viertel beginnt für unsere Mannen nicht gerade optimal. Reger Dowell II, der in den ersten beiden Vierteln schon wie ein Wahnsinniger gepunktet hat, setzt das fort und erzielt per Sprungwurf 2 weitere Punkte. Jakob Ernst darf nun für 2 Freiwürfe an die Linie, da er mit beiden erfolgreich ist, trifft aber leider nur einen. Dies passiert ihm wenig später gleich noch einmal, Reger Dowell II aber scort schon wieder. Einer schiefen Ebene gleichend entwickelt sich in weiterer Folge dieses Spiel. Während unsere Burschen wie vom wilden Watz gebissen nur vereinzelt ihr Konto aufstocken können, sieht das bei den Hausherren anders aus, ganz anders. Sie geben weiterhin Vollgas, lassen uns keine Luft zu Atmen, lassen uns ziemlich alt, wenn nicht uralt, aussehen. Gelingt es uns vorne nicht zu scoren, holen sich die Gegenspieler die Kugel und blitzschnell stürmen sie Richtung Panthers-Korb und fabrizieren abermals Punkte. So endet das 3. Viertel mit einem für uns desaströsen 47:85. Nach der letzten Viertelpause geht es für uns nur mehr um Schadensbegrenzung.
Das 4. Viertel beginnt, Reger Dowell macht mit dem weiter, was er den ganzen Abend schon macht, er punktet. Da er das von außen tut, haben die Wiener schon wieder 3 Punkte mehr. Peter Gvero setzt gleich noch einen drauf, und zwar per Lay-up zum 90:47 aus der Sicht des Heimteams. Wesley Gordon läßt uns im letzen Spielabschnitt dann endlich anschreiben, das ist ganz gut. Vorerst bleiben Jason Detrick & Co. am Drücker, diktieren das Spielgeschehen und ziehen einsam ihre Kreise. Doch zur Mitte dieser letzten Spielperiode ändert sich das Geschehen auf dem Feld. Unsere Burschen nehmen das Heft in die Hand, halten hinten dicht und vorne läuft es auch viel besser. Wir punkten nicht nur innerhalb der Zone, nein, wir lassen es auch von außen einige Male krachen. Das Spiel ist zwar schon lange zu Gunsten des BC Vienna entschieden, aber es ist doch besser zu kämpfen als sich kampflos zu ergeben. Mit einem 86:111 aus unserer Sicht endet schlußendlich diese Begegnung, die Unterstützung unserer mitgereisten Fans war zwar sehr schön, den Sieg hat sie aber leider nicht gebracht, aber trotzdem ein herzliches Danke dafür.
Der doppelt verlängerte Cupsieg gegen die Löwen aus Traiskirchen dürfte doch zu viel Kraft gekostet haben. Wir haben uns im ersten Viertel zwar ganz gut aus der Affäre gezogen, das zweite und dritte waren ganz einfach schlecht. Den Angriffswellen der Wiener konnten wir nichts entgegensetzen, erst im Schlußviertel, als die Hausherren einen Gang zurückgeschaltet haben, konnten wir doch noch einige schöne Akzente setzen. Seis drum, aufgrund einer für uns spielfreien Runde und dem WM-Quali-Pause haben wir jetzt 3 Wochen Zeit für Regeneration und Training.
Das nächste Spiel ist für den Verlauf der weiteren Saison immens wichtig, geht es doch gegen unseren direkten Konkurrenten, sowohl lokal als auch tabellarisch. Am 03. März, einem Samstag, gastieren wir bei den Oberwart Gunners, Spielbeginn ist 19:00, Unterstützung unserer Fans ist erbeten. Unser nächstes Heimspiel steigt dann am Freitag, 11. März 2018, mit Beginn um 19:30, gegen die Flyers aus Wels.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Topscorer Panthers Gordon 27 Punkte (14 Reb.) bzw. Dowell 42