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Aufopfernd kämpfende Panthers verlieren am Traunsee denkbar knapp

Nach 14 langen Tagen nach der bitteren Heimniederlage gegen die Lions aus Traiskirchen und der anschließenden Pause aufgrund des Cup-Final-Fours stand für unsere Panthers endlich wieder eine Begegnung auf dem Spielplan. Am Sonntag ging es für unsere Burschen an den Traunsee zu den scheinbar übermächtigen Schwänen aus Gmunden. Trotz einer kämpferischen Topleistung reichte es am Ende leider doch nicht zum Sieg, mit einem mehr als unglücklichen 71:77 müssen wir die Heimreise antreten.
Head Coach Pit Stahl gibt zu Beginn dieser brisanten Partie in Abwesenheit des leider noch immer verletzten Marko Car Paul Radakovics, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev sein Vertrauen. Auf Seiten der Gastgeber setzen Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, der ehemalige Panther Markus Pinezich, auf Michael Ojo, Enis Murati, Daniel Friedrich, Tilo Klette und Alex Wesby.
Der Start in dieses Sonntagsspiel am Traunsee ist ganz nach dem Geschmack unserer Panthers. Wir können uns gleich im Aufwurf durchsetzen, den Ball erobern und den ersten Angriff verbuchen. Dank David Jandl ist dieser erfolgreich, dieser haut gleich einen Dreier in die Maschen des Runds. Dank einer ausgezeichneten Defense unsererseits gelingt es den Hausherren vorerst nicht zu scoren, vielmehr erhöht abermals David Jandl auf 5:0. Wenn das kein Auftakt nach Maß ist. Doch die Schwäne lassen sich das natürlich nicht bieten, in den nächsten Minuten diktieren sie das Geschehen auf dem Parkett. So können sie nicht nur ausgleichen, sie setzen sich mit 10:7 in Front. Unsere Burschen wachen jetzt endlich wieder auf, können ihre Festplatte neu ordnen und so den Traunseern wieder Paroli bieten. In den nächsten Minuten entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, die Führung wechselt ständig hin und her, es wird ganz guter Basketball gespielt. Am Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Jakob Ernst, Stefan Michael Neudecker und Kapitän Christoph Astl zum Einsatz kommen, wendet sich jedoch das Blatt zu Gunsten der Wimmer-Fünf. Dieser gelingen noch einige wertvolle Punkte, mit einer 22:17-Führung kann sie  die erste Viertelpause genießen, während wir unsere Köpfe aber auch nicht hängenlassen müssen.
Der Beginn des 2. Viertels verläuft für unsere Burschen nicht ganz optimal. Zwar kann uns Jakob Ernst prompt mit einen Sprungwurf 3 Punkte an die Schwäne heranbringen, aber Adrian Mitchell, der zum wiederholten Male sein Riesentalent unter Beweis stellt, bringt uns mit einem erfolgreichen Distanzwurf in die Realität zurück. In weiterer Folge nämlich halten uns die Swans auf Distanz, ihr Vorsprung pendelt sich auf 6 Punkte ein. Doch unsere Mannen geben nicht klein bei, aufopferungsvoll nähern sie sich nun wieder heran, gut 6 Minuten vor Ende dieses 2. Spielabschnitts sind wir nur mehr 1 Zähler hinten, es steht 29:30 aus unserer Sicht. Marino Sarlija kann uns danach sogar wieder eine 31:30-Führung bescheren, ehe die Gastgeber wieder zurückfighten. Wieder entwickelt sich nun ein offener Schlagabtausch, beiden Mannschaften gelingt es nun, die Führung innezuhaben, wir führen zweilen mit 3 Punkten. Aber auch am Ende dieses 2. Viertels, in dem bei uns Luka Gaspar neu ins Spiel kommt, behalten die Oberösterreicher die Oberhand, mit einem für sie erfreulichen 40:37 endet die erste Halbzeit, in der neben Adrian Mitchell vor allem auch Michael Ojo für Furore sorgt. Jetzt geht es erst einmal in die Kabinen, wo die Coaches das Sagen haben.
David Jandl scheint die Halbzeitpause besonders gutgetan zu haben, er ist gleich on fire und verkürzt unseren Rückstand durch einen Sprungwurf auf einen Punkt. Die anschließenden 2 Minuten verlaufen ohne jeglichen Korb, beide Mannschaften müssen der ereignisreichen ersten Halbzeit ein wenig Tribut zollen. Alex Wesby ist es dann, der wieder halbwegs zu Kräften kommt und für einen Score sorgt. Seine Teamkollegen und er machen in der nächsten Zeit munter weiter, ihr Vorsprung wird immer größer, knappe 3 Minuten vor Ende dieses 3. Viertels liegen sie mit 9 Punkten voran, ein 51:42 aus ihrer Sicht prangt von der Anzeigentafel der Volksbank Arena. Doch anders als in den ersten beiden Spielperioden geben unsere Burschen jetzt mächtig Gas. Sie holen Punkt um Punkt auf, das abermalige Fehlen von Marko Car kann nun besser kompensiert werden. Es ist eine wahre Freude, diesem Tun unserer Burschen zuzuschauen, die Gemütslage auf der Gmundner Bank und auf den Tribünen ist naturgemäß anders. Dank eines lupenreinen Dreiers von Paul Radakovics können wir mit einem glücklichen, aber verdienten, 52:51 in die letzte Viertelpause gehen, in der es heißt, kraftvoll und konzentriert zu bleiben, um den großen Coup zu landen.
Um auch nach dem letzten Viertel voranzuliegen, sollten wir zu Beginn dieses gleich einmal ein paar Punkte drauflegen. Doch die ersten Punkte in diesem Spielabschnitt gehen aber leider auf das Konto der Traunseer. Povilas Gaidys, der in der letzten Saison noch an der Mur für UBSC Graz auf Korbjagd ging, bringt seine Mannschaft prompt wieder in Führung, 53:52 macht dies in Zahlen. Nun gibt es auf beiden Seiten die eine oder andere Chance, etwas am Spielstand zu ändern, doch sowohl die Hausherren als auch unglücklicherweise uns gelingt das nicht. Adrian Mitchell aber bleibt cool wie ein Eisberg und versenkt den Ball für 3 Punkte im Korb. Simeon Iliev ist davon aber nicht sehr beeindruckt, er kontert sogleich ebenfalls mit einem erfolgreichen Distanzwurf. Daniel Friedrich läßt sich jetzt aber auch nicht lumpen, auch sein jetziger Wurf bringt  3 Punkte ein. Sind wir jetzt etwa beim Dreier-Bewerb eines Allstargames? Laut Hannes Ochsenhofer sind wir das, denn der steuert nun auch so ein Exemplar bei. Weitere dieser Sorte gibt es jetzt zwar nicht mehr in dieser Häufigkeit, spannend bleibt es aber trotdem. Die Hausherren bleiben nun zwar weiterhin vorne, unsere Panthers aber gottseidank dran. Gute 3 Minuten vor Spielende sind es 2 Punkte, die uns auf Adrian Mitchell, Michael Ojo & Co. fehlen, doch jetzt ist Adrian Mitchell wieder mit einem Dreier zur Stelle, es ist zum Verrücktwerden! Angespornt von ihrem Jungspund legen auch seinen Kollegen wieder einen Zahn zu, 2 Minuten vor dem großen Gong haben sie sich auf 76:66 abgesetzt. Unsere Burschen geben sich noch nicht geschlagen, hauen noch einmal auf den Putz, doch es ist zu spät. Wir können zwar noch einige Punkte aufholen, doch die Niederlage ist besiegelt, schlußendlich müssen wir uns mit 71:76 geschlagen geben.
Was war das für eine kämpferische Leistung unserer Jungs am Traunsee! Trotz des abermaligen Fehlens von Marko Car stemmten wir uns von Anfang bis zum Ende heftigst dagegen, konnten das Spiel fast gewinnen, aber das nötige Quäntchen Glück war uns leider doch nicht hold. So sind die Play Offs noch machbar, dafür müssen nun aber Siege her.
Das nächste Spiel unserer Truppe steigt nächsten Montag, und zwar zu Hause in unserer Stadthalle. Um 19:00 beginnt der heiße Derbytanz gegen den Cupsieger, die Bulls aus Kapfenberg, welcher auch auf Sky live übertragen wird.
Und nun gibt es wie immer die Statistik:

Scorer Panthers: Sarlija 19, Ochsenhofer 13, Jandl 13, Iliev 12, Radakovics 9, Ernst 5

Klaus Vollstuber