Kloburg 1

Indisponierte Panthers unterliegen Angstgegner Traiskirchen Lions zu Hause

Nach dem glamourösen Heimsieg gegen die Gmundner Schwäne vergangenen Sonntag wollten  unsere Panthers am Samstag gegen die Löwen aus Niederösterreich nachlegen. Obwohl wir wieder vor heimischem Publikum antreten durften, kamen unsere Burschen nie richtig ins Spiel kommen und mußten, erneut ohne Routinier Hannes Ochsenhofer, mit einer deutlichen 67:81-Niederlage von dannen ziehen.
Zu Beginn dieses Raubkatzenduells vertraut unser Trainerteam Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach Adnan Bajramovic auf Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Christopher Reyes und Wesley Gordon. Auf Seiten der Schwechatstädter setzen Head Coach Zoran Kostic und Playing Assistant Coach Ramiz Suljanovic auf Ex-Panther Sir Shawn L. Ray, Benedikt Güttl, Benedikt Danek, Florian Trmal und Jozo Brkic.
 Der erste Angriff an diesem  Samstagabend geht auf das Konto unserer Akteure in Orange. Doch leider können wir kein Kapital daraus schlagen, Luka Gaspar probiert es sofort aus der Distanz, Erfolg hat er damit aber leider keinen. Auf der Gegenseite setzt Altmeister Sir Shawn L. Ray, der in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal unsere Stadthalle als seine Heimhalle bezeichnen konnte, zum Sprungwurf an, und schon führt sein Team mit 2:0. Nun versucht es Luka Gaspar auf unserer Seite noch einmal von außerhalb des großen Halbkreises. Diesmal ist er erfolgreich und die orange 3:2-Führung ist in trockenen Tüchern. In dieser Tonart geht in den nächsten Momenten weiter, beide Teams können sich nicht absetzen, die Führung wechselt ständig, Tuchfühlung ist angesagt. Doch nachdem Wesley Gordon unsere Mannen mit 5:4 in Führung bringt und Jozo Brkic und Sir Shawn L. Ray für das Team am Fuße des  Anningers eine 10:5-Führung herstellt, ist das erste Mal eine gewisse Indisponiertheit in unserem Team festzustellen. Christopher Reyes scheint davon aber nicht betroffen zu sein, denn er bringt uns per sehenswertem Sprungwurf auf 7:10 an das Gästeteam heran. Dieses punktet danach durch Florian Trmal und Benedikt Danek schon wieder doppelt, 4 Punkte mehr sind dadurch auf dem Lionskonto gelandet. Wer jetzt mit einer Gegenreaktion unserer Mannschaft rechnet, der wird leider enttäuscht. Unserer Burschen können die Sturm- und Drangphase der Industrieviertler nichts entgegensetzen. Diese scoren nun fast nach Belieben, am Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics zum Einsatz gekommen ist, prangt eine klare 20:11-Löwen-Führung von der Anzeigentafel. Jetzt ist es aber Zeit für die erste Viertelpause, in der wir zur Ruhe kommen und uns sammeln müssen, um nicht in ein Debakel zu laufen.
Die erste Minute des zweiten Viertels hat keine Punkte zu bieten. Die Gäste aus Niederösterreich brauchen nicht unbedingt sofort Punkte, unsere Mannen müssen sich noch sammeln. Dann wird Marko Car bei einem Wurfversuch gefoult und da dies ein Dreierversuch war, bekommt er auch 3 Freiwürfe zugesprochen. Das ist ein gefundenes Fressen für ihr, er bleibt cool wie ein Eisberg und verwertet alle 3. Somit sind wir nun bis auf 6 Punkte an die Zoran-Kostic-Fünf herangekommen, Hoffnung keimt auf. Doch diese wird sogleich zunichtegemacht, denn auf der Gegenseite klingelt es schon wieder. Benedikt Güttl bringt sich in der Distanz in Stellung, wirft, und schon wieder sind 3 Löwenpunkte erzielt. Ramiz Suljanovic, die Basketballlegende in Diensten der Löwen, ist nun zwar nicht erfolgreich, doch Jozo Brkic macht es anschließend besser und netzt ein zum 25:14. Es ist zum Haareraufen für unsere Mannschaft. Sie versucht zwar weiterhin alles, doch was noch gegen die Gmundner Swans so ganz einfach geflutscht ist, will an diesem Abend nicht und nicht klappen. Benedikt Güttl, Benedikt Danek, Shawn Ray & Co. übernehmen mehr und mehr das Kommando dieser Begegnung. Immer größer wird ihr Vorsprung, unsere Mannen wehren sich zwar mit Leibeskräften, aber es ist nutzlos. Am Ende dieses 2. Viertels, in dem auf unserer Seite auch Stefan Neudecker aufs Parkett darf, müssen wir uns mit einem 27:42-Rückstand gegenübersetzen. Jetzt geht es aber einmal in die Kabinen, wo die Trainer das Sagen haben. Unser Head Coach Goran Patekar muß nun sofort das richtige Rezept finden, um zu Beginn des 3. Viertels unseren Rückstand schnellstens zu verkleinern.
Die kurze Erholungspause in der Kabine scheint unseren Panthers doch gutgetan zu haben. Speziell Jakob Ernst und Wesley Gordon sind gleich auf der Höhe, Ersterer assistiert nämlich Zweiterem zu einem erfolgreichen Sprungwurf, der uns das 29:42 beschert. Doch wie schon etliche Male zuvor ist die Hoffnung, die nun aufkeimt, von extrem kurzer Dauer. Diesmal ist es Aleksandar Andjelkovic, der diese aus der Ferne beendet. Eine 45:29-Führung zugunsten seines Teams leuchtet in diesem Moment von der großen Tafel mit den vielen Zahlen. Doch da ist immer noch Marko Car, der in den vergangenen Tagen mit Cuori Napoli, Letzter der 2. Liga Italiens in Verbindung gebracht wird, und jetzt einen lupenreinen Dreipunkter für uns, die BSC Raiffeisen Fürstenfeld Panthers, einstreut, was die Darskircher aber nicht sonderlich beeindruckt. Unsere Burschen bäumen sich weiterhin auf, kämpfen beherzt an, und haben damit doch einen gewissen Erfolg. Wir nähern uns der Auswärtsmannschaft zwar nicht mit Riesenschritten, das Eichhörnchen nährt sich ja auch nur mühsam.  Angetrieben von unseren trotzdem leidenschaftlichen Fans, holen wir bis zum Ende dieses vorletzten Viertels, das für Roland Reinelt auch einige Einsatzminuten bereithält, einige Punkte auf. Somit geht es mit einem durchaus aufholbaren 44:60-Rückstand in die letzte Viertelpause. Nach einer kurzen Erholung kann das letzte Viertel dann losgehen, unsere Orangen müssen aber schnell den Turbo für eine Aufholjagd zünden.
 Das letzte Viertel beginnt für unsere Fünf, vor allem für Marko Car, eher durchwachsen. Unserem Kapitän gelingt zwar gegen Shawn Ray ein Steal, den anschließenden Dreipunktversuch vermasselt er aber leider. Martin Trmal hingegen bleibt jetzt viel ruhiger, erst holt er einen Defensivrebound und dann scort er zum 62:44, was für unsere Fünf natürlich nicht gerade optimal ist. Optimaler ist dann aber schon, daß uns in den nächsten Minuten Luka Gaspar und Christopher Reyes auf 50:64 an den Gegner heranbringen. Doch der hat wie immer in diesem Raubkatzenduell die passende Antwort, wenn es eben nötig ist. Und diesmal antworten sie gleich doppelt, die beiden Youngster Martin Trmal und Benedikt Güttl liefern 4 Punkte zum 68:50. Gut 6 Minuten sind im Moment noch zu spielen, Hoffnungen auf einen Sieg dürfen sich unsere Panthers aber nach jetzigem Stand leider nicht mehr machen. Nichtsdestotrotz geben unsere Burschen aber trotzdem nicht klein bei, reißen sich noch einmal zusammen, was uns noch einige Punkte bringt. Aber dank Löwendompteur Zoran Kostic, der weiterhin unablässig seine Truppe anpeitscht,  lassen die Lions aber auch nicht locker. So bleibt das Spiel nicht langweilig, wenngleich die Entscheidung schon längst gefallen ist. Als die Schlußsirene dann schlußendlich ertönt, ist eine 67:81-Niederlage unserer Fürstenfeld Panthers gegen  die Traiskirchen Lions amtlich.
Manchmal gibt es eben Tage, da weißt du sofort, daß nichts läuft, ganz egal, was du tust. Wenn du aber an so einem Tag gegen deinen Angstgegner, die Traiskirchen Lions, antreten muß, dann hast du es verdammt schwer. Unsere Burschen sollten ob der Niederlage gegen die Löwen die Köpfe nicht hängenlassen, vielmehr sollten sie rasch regenerieren und bis zum nächsten, ordentlich trainieren und hoffen, daß Hannes Ochsenhofer wieder auf und nicht neben dem Parkett helfend eingreifen kann.
Das nächste Spiel bestreiten unser Panthers schon am kommenden Donnerstag, 25.04.2018. An diesem Tag reisen wir in die Hochsteiermark, wo es um 19:00 zum Steirerderby gegen die Kapfenberg Bulls kommt. Dieses ist live auf Sky zu sehen, so erlangen auch die Daheimgebliebenen bewegte Bilder, was das Mitfiebern erleichtert.
Zum Abschluß kommt jetzt auch heute wieder der Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer: Reyes 15 (10 Reb.), Gordon 14 (11 Reb.), Car 13, Gaspar 7, Neudecker 7, Radakovics 7, Ernst 2, Reinelt 2 bzw. Ray 18, Trmal 13,