Das Video zum Spiel:

Am Donnerstagabend stand für unsere von Raiffeisen hauptgesponserten Panthers Basketball statt Opernball auf dem Programm. Schauplatz unseres Tanzes auf dem Parkett war die Raiffeisen Arena in Wels. Trotz einer hochcouragierten Leistung unseres gesamten Teams müssen wir wieder einmal mit einer Niederlage die Heimreise aus der oberösterreichischen Messestadt antreten, diesmal mit einem 75:80.
Um endlich wieder einmal in Wels gewinnen zu können, schickt unser Head Coach Pit Stahl vor Spielbeginn zum wiederholten Male Marko Car, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev auf das Spielfeld. Auf Seiten der Gastgeber vertraut das Trainerduo Mike Coffin und Dana Beszczynski auf Benjamin Mair, Davor Lamesic, DeJuan Wright und die beiden Expanther Lorenzo O’Neal und Dejan Cigoja.
Der erste Angriff an diesem Ballabend ist eine Sache für die Welser Clubberer. Diese können sogleich Kapital daraus schlagen, Expanther Dejan Cigoja netzt gleich einmal von außen zum 3:0 ein. Kaum eine Minute gespielt, legt Davor Lamesic rasch nach, er verwertet ein Lay-up zum 5:0. Marino Sarlija ist es dann, der nach etwas über einer Minute gottseidank für die ersten beiden orangen Punkte in dieser Begegnung sorgt. Die Hausherren jedoch bleiben vorerst am Drücker, behaupten trotz aufopferungsvollen Kampfs unserer Jungs eine Führung, die zwischen 2 und 4 Punkten beträgt. Gute 2 Minuten vor Ende dieses intensiven Startviertels beträgt der Vorsprung der Coffin-Fünf die goldene Mitte, also 3 Punkte. 1 Minute vor dem Gong wird es so richtig heiß. Erwin Zulic und Marko Car geraten aneinander, der Messestädter kassiert dafür ein persönliches und ein unsportliches Foul, Marko Car wiederum darf daher für nicht weniger als 4 Freiwürfe an die Linie. Da er immerhin 3 davon verwerten kann, ist der Ausgleich zum 14:14 perfekt. Kurz vor Ende dieser Spielperiode darf dann auch Kapitän Christoph Astl, der mittlerweile ebenso wie Stefan Neudecker, Ex-Welser Paul Radakovics und Luka Gaspar neu ins Spiel gekommen ist, für 2 Freiwürfe an die Linie. Da er 1 davon verwertet und dann auch noch Luka Gaspar einen Sprungwurf für 2 Punkte drauflegt, gehen wir mit einem knappen 17:14 in die erste Viertelpause. So kann es weitergehen, mit Glück, Teamwork und Konzentration wird es das auch.
Der Start in das 2. Viertel gelingt unseren Burschen ganz gut. Nach einem Assist von Marko Car trifft Simeon Iliev von außen und baut damit unsere Führung auf 20:14 aus. Die Hausherren lassen sich das aber nicht gefallen, Davor Lamesic und Ales Chan bringen ihr Team nun innerhalb kurzer Zeit mit 4 Punkten en suite auf 18:20 an unsere Fünf heran. Paul Radakovics zeigt nun, was er kann, probiert es von außen, und sein Wurf, der 3 Punkte wert ist, landet im Korb. In dieser Tonart geht es nun vorerst weiter, wir können uns und unsere Führung gegen die immer stärker werdenden Welser behaupten. Etwas mehr als 4 Minuten vor der Halbzeitpause kann Davor Lamesic dann aber für seine Mannschaft zum 31:31 ausgleichen, was unsere Mannen aber nicht aus der Bahn wirft. Hannes Ochsenhofer bringt uns sofort wieder in Führung, diese können wir bis zur Halbzeitsirene verteidigen. Mit dieser gelingt dann noch Simeon Iliev ein vermeintlich erfolgreicher Wurf aus der Ferne zum 43:37, doch die Referees geben uns diese 3 Punkte nach Videostudium aber dann doch nicht. Für unsere Burschen gilt es nun, sich in der Kabine zu erholen und kühlen Kopf zu bewahren.
Marko Car holt zu Beginn des 3. Viertels das mit dem nicht gegebenen Dreipunkter nach, er springt für seinen Kollegen Simeon Iliev in die Bresche und netzt endgültig zum 43:37 ein. Das gefällt den Gastgebern natürlich gar nicht, Benjamin Mair und DeJuan Wright performen nun ebenso je einen erfolgreichen Wurf aus der Ferne und gleichen somit zum 43:43 aus. Damit wird diese Partie jetzt so richtig außergewöhnlich. Beide Mannschaften schenken sich momentan gar nichts, es geht so richtig hin und her, die Führung wechselt ständig. Die Fans hält es jetzt nicht mehr auf ihren Sitzen, die Stimmung in der Raiffeisen Arena kocht fast über. Dieses Viertel raubt einem ja direkt den Atem, man sehnt jetzt direkt die Schlußsirene herbei. Als diese ertönt, liegen die WBCler zwar in Führung, aber nur knapp, und zwar mit 58:57. Somit ist noch alles offen, das letzte Viertel kann ja direkt heiter werden.
Der Start in das letzte Viertel an diesem Donnerstagabend sollte uns aufgrund des Spielstandes gelingen, er tut es aber nicht. Die Gastgeber knallen die ersten 4 Punkte dieses Spielabschnitts auf das Parkett ihrer Heimhalle, da müssen unsere Burschen erst wieder in die Spur finden. Um das hinzubekommen, geben unsere Burschen ihr letztes Hemd, und gut 2 Minuten nach Wiederbeginn sind wir endlich wieder in Führung, und zwar mit 63:62. Das ist der Startschuß für die kochendheiße Phase, die die schon das ganze Spiel andauernde heiße Phase ablöst. Beide Teams rufen jetzt ihr allergrößtes Level ab, die Führung wechselt nun wieder fast sekündlich. Zur Mitte dieses Spielabschnitts schaut es dann ganz gut für unsere Burschen aus, liegen wir doch mit 71:67 voran. Die Welser jedoch geben nicht klein bei, kämpfen zurück reißen die Führung wieder an sich. Dies gelingt unseren Jungs aber auch, wie auch 1 Minute vor Schluß, da führen wir mit 75:74. Wir riechen nun am Sieg, aber dafür müßten wir nun noch scoren, was wir im Gegensatz zu den Oberösterreichern leider nicht mehr tun. Diese machen noch ein halbes Dutzend an Punkten und gehen wieder einmal mit einem Heimsieg im Ausmaß von diesmal 80:75 vom Parkett ihrer Heimarena.
Obwohl wir dieses Spiel in Wels nicht für uns entscheiden konnten, besteht kein Grund zum Trübsal blasen. Wir haben zum wiederholten Male gesehen, daß wir auch gegen Teams wie Wels, auch in deren Halle durchaus mithalten können. Wenn wir das nötige Glück dann auch noch haben, wird uns dann auch einmal der Sieg gelingen.
Weiter geht es für unsere Panthers schon am Sonntag, und zwar zu Hause in unserer Stadthalle. Um 17:00 kommt es da zum heißen Play-Off-Platz-Duell mit dem BC Vienna, hoffentlich vor voller Kulisse.
Zum Abschluß gibts auch dieses Mal wieder die Statistik:
Klaus Vollstuber