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Knappe Niederlage in Gmunden

Panthers unterliegen den Schwänen am Traunsee
Nach der bitteren Heimniederlage gegen die Traiskirchen Lions ging es am Mittvoch vor dem Marienfeiertag für unsere Mannschaft am Traunsee weiter. Obwohl wir phasenweise eine halbwegs gute Leistung geboten haben und auch nie wirklich weit weg waren, konnten wir auch gegen die Traunseestädter leider nicht gewinnen. Am Ende des Spiels prangte ein für uns äußerst ernüchterndes 68:73 aus unserer Sicht vom Scoreboard.
Zu Beginn dieses Duells in der Volksbank Arena vertraut unser Head Coach Pit Stahl einmal mehr auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Gastgeber setzen Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, der Expanther Markus Pinezich auf Heimkehrer Enis Murati, Austin Steed, Expanther Adrian Mitchell, Expanther Toni Blazan und den Ex-UBSCler Povidas Gaidys.
Der Start in die Partie gelingt unseren Mannen ganz vorzüglich, der erste Angriff geht auf unsere Konto. Marino Sarlija kann diesen dann auch gleich prompt positiv abschließen und auf 2:0 stellen. Toni Blazan, der ja in der letzten Saison noch bei uns an der Feistritz auf Korbjagd gegangen ist, läßt das nicht auf sich sitzen und gleicht quasi postwendend für sein neues Team aus. In den nächsten Momenten entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, vor den Sky-Kameras wechselt die Führung einige Male hin und her. Innerhalb von eineinhalb Minuten gelingt es unseren Mannen dann, das Spiel an sich zu reißen, sich einen Vorsprung zu erarbeiten und diese auch auszubauen. Etwas über 3 Minuten nach Spielbeginn können wir ein 13:6 für uns verbuchen. Eine erste Duftmarke ist nun gesetzt, doch die Schwäne lassen sich das nicht länger bieten und schon gar nicht vor eigenem Publikum. Angetrieben von diesem können sie unsere Panthers völlig aus dem Rhythmus bringen, Punkt um Punkt aufholen und zur Mitte dieses Spielviertels liegen sie nur noch einen Zähler zurück, bei uns steht nur noch ein 13:12 auf der Habenseite. Leidergottes geht es nun in dieser Tonart weiter, die Hausherren können die Führung an sich reißen und knappe 3 Minuten vor dem Ende dieser Spielperiode liegen sie mit 19:15 voran. Jetzt wachen unsere Mannen endlich wieder auf und knallen nun 6 Punkte in Serie auf das Parkett der Volksbank Arena und 107 Sekunden vor der ersten Viertelpause sind wir mit 21:19 voran. Doch kurz vor Abschluß dieses ersten Viertels, bei dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics, Kapitän Christoph Astl und Luka Gaspar zum Einsatz gekommen sind, kann Matthias Linortner noch den Ausgleich erzielen. Somit endet dieser Spielabschnitt mit 21:21, alles ist noch offen.
Der Start in den 2. Spielabschnitt mißlingt uns völlig. Anstatt selbst die Initiative zu ergreifen, sind wir komplett völig aus der Rolle und es gelingt uns in den ersten 3 Minuten so gut wie gar nichts. Weder in der Offence noch in der Defence sind wir auch nur annähernd auf dem Posten, das nutzen die Heimischen eiskalt aus. 10 Punkte von den Schwänen stehen 0 auf Seiten unseres Teams entgegen, das tut weh. Danach tut sich eine Minute lang gar nichts, der Spielstand von 31:21 bleibt solange bestehen. Marko Car erlöst uns dann endlich von diesem Grauen, sein Sprungwurf ist 2 Punkte wert und bringt uns zumindest auf 23:31 heran. Dies ist jetzt der Weckruf für unsere Truppe, denn von nun an kommen wir in diesem Spielabschnitt immer besser in diese Partie hinein. Nach und nach gelingt es uns, unseren Rückstand zu reduzieren und den Hausherren wieder einen offenen Schlagabtausch zu bieten. Knappe 3 Minuten vor der Halbzeitpause sind wir bis auf 32:35 dran, nicht zuletzt der Mithilfe von Stefan Neudecker, der mittlerweile ins Spiel gekommen ist. Die Hausherren können sich dann zwar auf 8 Punkte absetzen, doch nach 2 erfolgreichen Freiwürfen von Marko Car geht es mit einem nicht ganz so beunruhigenden 34:38 in die Kabinen.
Enis Murati, das Urgestein der Schwäne, kann das 3. Viertel mit einem Wurf aus der Distanz eröffnen, Marino Sarlija gelingt durch einen Sprungwurf der Konter. In den nächsten Minuten versuchen unsere Panthers alles in ihrer Macht stehende, um den Rückstand auf die Swans zu verringern, doch in der Tat passiert genau das Gegenteil. Die Wimmer-Fünf spielt wie aus einem Guß, auch Altmeister Tilo Klette kann immer wieder Akzente setzen. Nach 2 Dreiern von Toni Blazan und Adrian Mitchell, der sein Riesentalent wieder und wieder unter Beweis stellt, liegen die Gastgeber mit 51:40 voran, 6 Minuten sind jetzt noch in diesem Spielabschnitt zu spielen. Nun scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein, aber unsere Jungs wollen nicht klein beigeben. Jetzt fighten sie zurück, beide Teams zeigen jetzt bestes Basketball und was noch wichtiger ist, der Abstand wird zu unserer Freude kleiner und kleiner. In diesem Viertel, an dessen Ende es 60:56 steht, darf nun endlich auch Admir Ado Zukic ans Werk. Jetzt ist erst einmal Zeit für die letzte Viertelpause, die brauchen unsere Burschen jetzt auch.
Marko Car bringt uns zu Beginn des letzten Viertels mit einem Sprungwurf auf 4 Punkte heran, Matthias Linortner kann aber sodann dagegenhalten und die Führung seines Teams auf 6 Punkte erhöhen. Jetzt steigt die Spannung in der Volksbank Arena ins Unermeßliche, der Rückstand unseres Teams aber, der schrumpft auf 3 Punkte. Gut 7 Minuten sind im Moment noch zu spielen, jetzt müßten unsere Mannen kommen, aber leider ist jetzt Toni Blazan auf Seiten der Wimmer-Fünf zur Stelle. In dieser Tonart geht es jetzt einige Minuten weiter, die Schwäne können ihren Vorsprung wieder ausbauen. Nicht einmal 4 Minuten vor dem Ende dieses beinhart, aber fair, geführten Spiels sind sie 10 Punkte weg. Ist das schon der Sieg für die Hausherren? Nein, er ist es nicht, unsere Mannen mobilisieren nun die allerletzten Reserven und kämpfen wieder zurück. Ein paar Punkte können wir nun gutmachen, aber die Zeit verrinnt, ganz auf Tuchfühlung kommen wir leider doch nicht. Die Big Points sind heute leider nicht unsere Sache, statt in den Korb geht der Ball dann leider irgendwohin, ins Niemandsland. So kommt dann auch der Moment, in dem die Sirene das letzten Mal an diesem Abend ertönt, es ist die Schlußsirene. Ein Blick auf das Scoreboard zeigt uns leider wieder eine Niederlage, und wieder ist es knapp. Es ist ein 68:73 aus unserer Sicht, mit dem wir die Heimreise antreten müssen.
Wenn man kein Glück hat, dann kommt das Pech auch noch dazu. Dies ist immer öfter das Fazit nach Spielen unserer Panthers, aber hoffentlich nicht auch nach dem nächsten. Bis dahin können unsere Burschen jetzt wieder Kraft und Selbstvertrauen tanken und im Training lernen, lernen und lernen.
Das nächste Spiel unserer Panthers findet schon am kommenden Sonntag statt. Da kommt es in unserer Stadthalle ab 17:00 zum ewig jungen steirischen Derby-Klassiker. Es sind natürlich die Kapfenberg Bulls, die da gemeint und am Sonntag zu Gast sind, hoffentlich in einer möglichst vollen Stadthalle.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder die Statistik, die da folgt:
Klaus Vollstuber