Ernst Jakob in OW

Kein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für die Panthers

Stjepan Stazic und Jason Detrick demolieren die Panthers. Nach dem eher bescheidenen Spiel unserer Orangen letzte Woche in Klosterneuburg stand am Stefanitag eine weitere Begegnung gegen eine Mannschaft von der Donau auf unserem Spielplan. Ausgerechnet am Namenstag von Stjepan Stazic gastierte er mit seinem BC Vienna bei uns. Unser Vorhaben, uns für die Hinspielniederlage zu revanchieren, war schon zu Ende des Startviertels nicht mehr realisierbar, 41 Punkte vom einen Ex-Panthers Stjepan Stazic und 21 Punkte vom anderen Ex-Panther Jason Detrick sind zuviel. Mit einem 87:100 ziehen wir schlußendlich den Kürzeren, wieder einmal sind die Bundeshauptstädter eine Nummer zu groß für uns.
 Zu Beginn dieser Feiertagsbegegnung vertrauen unser Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic auf die beiden Ex-Ritter Jakob Ernst und Luka Gaspar, Kapitän Marko Car und die beiden US-Boys Christopher Reyes und Wesley Gordon. Auf Seiten der Gäste probiert es der italienische Head Coach Luigi Gresta mit Mustafa Hassan Zadeh, Stjepan Stazic, Reger Dowell II, Jiri Hubalek und Jason Detrick, wie auch Stjepan Stazic ein Expanther.
 Das Spiel gegen den BCV beginnt für unsere Panthers gar nicht so optimal, nicht nur weil Hannes Ochsenhofer aufgrund seines Krankenstands noch fehlt. Jason Detrick ergattert sich nämlich gleich den ersten Wurf an diesem Nachmittag. Er scheint gleich on fire zu sein, denn er trifft von außen und bringt sein Team mit 3:0 in Front. Christopher Reyes hält sogleich dagegen, sein erfolgreiches Lay-up ist 2 Punkte wert. In dieser Tonart geht es dann auch weiter, keine 2 Minuten nach Spielbeginn können wir sogar eine 7:5-Führung verbuchen, die von Jiri Hubalek aber sofort ausgegilchen wird. Dieser ausgeglichene, packende Spielverlauf hat noch bis 4 Minuten vor Ende des Startviertels Bestand, Wesley Gordon sorgt da per Kracherdunk für eine 17:16-Führung unsererseits. Im Gegenzug scort Stjepan Stazic weit von außen, sein erster und letzter Dreipunkter ist das nicht an diesem Spieltag. Unsere Panthers haben dem vorerst nichts entgegenzusetzen, vielmehr fabriziert Stjepan Stazic abermals einen Korb, diesmal 2 Punkte wert. Dies bewirkt etwas in dieser Begegnung, und das ist gar nicht gut für unser Team. Fast wie zu Salzsäulen erstarrt wanken sie über das Spielfeld, das ist doch nicht zu glauben. Die Donaustädter hingegen, die legen jetzt erst so richtig los. Einen Punkt um den anderen erzielen sie nun, da wird einem schwindlig. Dieses erste Viertel, in dem auf unserer Seite auch noch Paul Radakovics zum Einsatz gekommen ist, geht mit einem 17:31-Rückstand zu Ende, die erste Viertelpause muß unseren Akteuren Erholung, Frische und Konzentration bringen, sonst wird es noch finsterer.
Das 2. Viertel beginnt quasi an der Freiwurflinie, ein Panthers-Spieler ist es aber nicht, der dort steht. Es handelt sich um Jason Detrick, der zwar einmal das Panthers-Dress trug, am Stefanitag aber nicht. Jedenfalls netzt er zweimal an und schon führt sein Team mit 33:17. Wer jetzt aber glaubt, daß sich unsere orangen Helden schön langsam erholen und wieder besser ins Spiel kommen, der befindet sich auf dem Holzweg. Den Willen kann man unseren Burschen gewiß nicht absprechen, aber sowohl in der Offence als auch in der Defence sind wir ganz einfach nicht auf dem Posten. Die Weihnachtskekse werden daran ja nicht schuld sein, vielmehr wiegt die Abwesenheit von Hannes Ochsenhofer immer schwerer.  Er geht uns an allen Ecken und Enden auf dem Parkett ab, er ist eben Gold wert aufgrund seiner Routine. So punkten die Clubberer eben munter weiter, erst 4 Minuten nach Wiederbeginn gibt es den ersten Panthers-Punkt. Christoper Reyes, der wieder eine solide Leistung abliefert, ist für diesen an der Freiwurflinie, wo er zumindest einen von 2 Freiwürfen verwerten kann, verantwortlich. Ein 18:41-Zwischenstand, der jetzt von der Anzeigentafel prangt, ist aber nicht wirklich erstrebenswert. Aber vielleicht weckt diese Aktion doch ein wenig die Lebensgeister unserer Spieler und auch den Kampfgeist. Und tatsächlich wächst unser Punktekonto in diesem Spielabschnitt doch ein wenig mehr als das der Gäste. Das bedeutet aber leider nicht, daß unser Rückstand kleiner wird, aber andererseis wächst er nicht so ins Uferlose wie noch im Startviertel. Sei es wie es sei, trotz der Hilfe der neu ins Spiel gekommenen Stefan Neudecker und Roland Reinelt, endet das 2. Viertel mit einem 31:56 aus unserer Sicht. Jetzt geht es aber erst einmal in die Kabinen, wo die Trainer das Sagen haben und die Spieler sich erholen können. Diese tut vor allem unseren Jungs not, wenn sie  noch irgendetwas reißen wollen.
 Die Ruhezeit in der Kabine scheint unseren Panthers gutgetan zu haben, Wesley Gordon und Jakob Ernst sorgen für einen 5:0-Blitztstart. Das ist gut für uns, aber auch gut für unsere zahlreich erschienen Fans. Aber einem gefällt dieser orange Run ganz und gar nicht, diese Eine ist Stjepan Stazic. Und der nimmt wieder einmal jenseits der Dreipunktelinie Maß und trifft erneut aus der Vorstadt.  Diesem Burschen ist sein Alter überhaupt nicht anzumerken, 39 Lenze zählt er ja auch schon. Aber Basketball ist sein Leben und sein Leben ist Basketball, anders ist das nicht zu erklären. Unsere Mannen sind aber auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, auch sie geben ihr Bestes. Jetzt in der zweiten Halbzeit gelingt es ihnen, noch eine Schippe draufzulegen. Sie können ihre Tugenden aus den ersten beiden Vierteln nach und nach ablegen, Kampfgeist entwickeln und so den Wienern näherkommen, wenigstens ein wenig. Mühsam nährt sich ja nicht nur das Eichhörnchen, sondern auch unsere Panthers. Den Fans jedenfalls gefällts, sie peitschen unsere Burschen immer wieder nach vorne. Phasenweise sieht man jetzt auch von unserer Truppe ausgezeichneten Basketball. Aber trotzdem  geht das vorletzte Viertel mit einem aus unserer Sicht nicht gerade amüsanten 57:77 zu Ende. Nach der letzten Viertelpause geht es dann in den letzten Spielabschnitt, mehr als Ergebniskosmetik wird aus unserer Sicht nicht drinnen sein. Man wird sehen.
Zu Beginn des Schlußviertels tritt sofort wieder Stjepan Stazic auf den Plan. Zunächst scheitert er zwar  mit einem Dreipunkter, doch da er seinen eigenen Rebound erobern kann, netzt er eben für 2 Punkte ein. Unsere Mannschaft steckt nun aber nicht ein, nein, sie reißt sich nun ordentlichst am Riemen und läßt nun immerhin 7 Punkte am Stück folgen. Dieser Run wird von einem bundeshauptstädtischen Dreier gestoppt, zur Abwechslung einmal nicht von Stjepan Stazic, sondern von Jason Detrick. Es sind zwar jetzt noch über 6 Minuten zu spielen, aber wenn man sagt, daß dieser Korb die Entscheidun gebracht hat, dann ist man kein Prophet, sondern Realist. 20 Punkte Rückstand könnte man rein theoretisch aufholen, auch in 6 Minuten, aber leidergottes nicht von unseren Panthers. So verkommt der Rest dieser Begegnung quasi zu einem besseren Trainingsspiel. Als die Schlußsirene dann ertönt und das Stefanitagsspiel beendet, leuchtet eine 87:100-Niederlage vom Scoreboard. Angesichts der ersten Spielperiode sind wir dann doch eher glimpflich davongekommen, vor allem angesichts der noch höheren Auswärtsniederlage, Niederlage bleibt aber einmal Niederlage.
Bis auf das erste Spiel war der Auftritt unserer Panthers gegen den BC Vienna gar nicht mal so schlecht. In diesem Zeitraum ließ die Defence aber leider sehr viel zu wünschen übrig. Wenn dann vorne auch nichts läuft, ist es ziemlich schwierig, aus dieser mißlichen Situation zurückzukommen. Nun gilt es, ein bißchen zu relaxen und ordentlich zu trainieren. Unsere nächstes Spiel steigt erst im neuen Jahr, am vorletzten Tag des alten Jahres sind wir spielfrei.
Dieses unser nächstes Spiel ist abermals ein Heimspiel in unserer Stadthalle. Am Freitag, 05.01.2018, um 19:30 empfangen wir die Gunners aus Oberwart, da ist dann wieder Derbytime.
Zum Abschluß gibt’s auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer Panthers: Ernst 24, Car 21, Gordon 20 (18 Reb.), Reyes 14, Gaspar 3, Neudecker 3, Reinelt 2 bzw. Stazic 41, Detrick 21, Hubalek 13