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Kein Happy-End beim Krimi gegen die Lions

Panthers lassen sich von Lions die Butter vom Brot nehmen
Am Samstagabend stand für unsere Panthers in unserer Stadthalle das Raubkatzenduell gegen die Traiskirchen Lions auf dem Spielplan. Nach dem überzeugenden Derbysieg gegen UBSC Graz vom vergangenen Sonntag wollte man natürlich gegen die Niederösterreicher daran anknüpfen und sich auch diesen Sieg krallen. Lange Zeit sah es auch danach aus, doch am Ende prangte ein sehr bitteres 84:89 vom Scoreboard.
Zu Beginn dieser Begegnung vertraut unser Head Coach Pit Stahl einmal mehr auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Löwen setzen Head Coach Georgi Mladenov und sein Assistant Coach Stefan Grassegger auf Benedikt Güttl, Benedikt Danek, Fabricio David Vay, Florian Trmal und Millovan Draskovic.
Der erste Angriff dieses Abends geht auf unser Konto. Marko Car kann diesen aber leider nicht positiv abschließen, er scheitert aus der Ferne. Im Gegenzug hingegen macht es Milorad Draskovic besser und bringt seine Löwen mit 2:0 in Front. In weiterer Folge entwickelt sich nach dem Ausgleich durch Marino Sarlija zum 2:2 ein offener Schlagabtausch. Beide Teams haben in dieser Phase ihre Stärken doch eher im offensiven Bereich, sodaß es viele Körbe regnet und das doch zahlreich erschienene Publikum auf ihre Kosten kommt. Die Führung wechselt ständig, keine Mannschaft kann sich absetzen und wenn doch, ist die Gegenseite rasch zur Stelle. Zur Mitte dieses Startviertels kippt dann das Spiel, eine Mannschaft kann sich durch hervorragendes Zusammenspiel vorne wie hinten ziemlich klar absetzen und dieses Team ist gottseidank unseres. Marko Car beschließt diese Spielperiode mit einem Dreier, Paul Radakovics durfte und konnte auch sein Scherflein zur 31:18-Führung zur ersten Viertelpause beitragen.
Zu Beginn des 2. Viertels betritt dann auch unser Kapitän Christoph Astl die Bühne bzw. das Parkett. Marko Car sorgt dann für die ersten Punkte in diesem Spielabschntt, sein Lay-up ist 2 Punkte und schon führen wir mit 33:18. Benedikt Danek wird das Ganze jetzt dann aber doch zu bunt, er verkürzt den Rückstand seines Teams auf 20:33. Unsere Panthers aber bleiben weiterhin hochkonzentriert und lassen vorerst auch nichts anbrennen. Wir agieren ziemlich selbstbewußt, zeigen wahre Spielfreude und können die Gäste aus dem Traisental immer wieder in ihre Schranken weisen. 3 Minuten nach Wiederbeginn sind wir dann mit 42:27 im Vorteil, alles scheint auf Schiene zu sein. Doch da haben wir die Rechnung ohne Georgi Mladenov, Stefan Grassegger und die Bankspieler gemacht, die nicht klein beigeben die ihre Mannen auf dem Parkett immer wieder aufs Neue nach vorne peitschen und sie auch in der Defence hilfreich zur Seite stehen. Das gibt den Löwen auf dem Parkett neue Energie und so kämpfen sie sich Punkt um Punkt an unsere Truppe heran, die nun komplett aus dem Rhythmus kommt. Knappe 3 Minuten vor der Halbzeitpause kommen die Gäste bis auf 4 Punkte an uns heran, woran sich bis zur Halbzeitsirene nicht viel ändert, sehr zum Entsetzen des gesamten Panthers-Lagers. Mit einer doch sehr bescheidenen 44:39-Führung für unsere Mannschaft geht es nun in die Kabinen, wo sich speziell unsere Mannen sehr schnell wieder zu Kräften kommen müssen.
Das vorletzte Viertel beginnt für unsere Panthers denkbar ungünstig. Uns gelingt vorerst kein Punktezuwachs, im Gegenzug bringen Fabricio Vay und Florian Trmal ihr Team bis auf 1 Punkt an uns heran. Das kann ja heiter werden, wenn das so weitergehen sollte. Simeon Iliev erhöht dann unseren Vorsprung per Sprungwurf danach zwar wieder auf 3 Punkte, doch ändert das nichts daran, daß die Löwen nun abermals im Spiel sind. Während wir immer mehr unsere Leichtigkeit verlieren, kämpfen die Niederösterreicher beherzt um den Anschluß. Zwar scheitern sie des Öfteren daran, aber da auch wir nicht mehr so hochprozentig wie zuvor in die runde Bude treffen, wird es in der nächsten Zeit eng und spannend in unserer Heimstätte. Zur Mitte dieses Spielabschnitts scheint sich das Blatt für unser Team dann doch zu wenden. Wir finden schön langsam wieder retour zu alter Stärke, stehen hinten besser und besser und vorne gelingt es uns, unsere Angriffe vermehrt positiv abzuschließen. Unter der Mithilfe der neu ins Spiel gekommenen Luka Gaspar, Stefan Neudecker und Admir Ado Zukic können wir unseren Vorsprung bis zur letzten Viertelpause in zweistellige Sphären ausbauen. Mit einem 63:53 werden wir nach einer kurzen Rast das 4. Viertel angehen.
So wie schon das 3. Viertel beginnt auch der Schlußabschnitt nicht nach Wunsch unseres Teams. Während auf das orange Konto keine neuen Punkte eingehen, wächst jenes der Gäste um 6 Punkte an, knappe 8 Minuten vor dem Ende liegen sie nur noch mit 59:63 zurück. Unsere Mannen bleiben vorerst aber halbwegs und können wieder etwas davonziehen, und zwar auf 11 Punkte, in Zahlen 72:61. Das scheint der Sieg zu sein, aber es geht ja noch etwas mehr als 5 Minuten zu spielen. Jetzt hauen die Löwen noch einmal alle ihre Reserven auf die Waagschale. Minute um Minute vergeht nun, das Löwenrudel kommt uns immer näher, es ist kaum noch zum Aushalten. Niemand sitzt mehr in der Stadthalle, jeder will am liebsten selbst mitspielen und den Panthers helfen. Doch diese 5 auf dem Feld müssen es allein richten und das scheint dann doch hinzuhauen. Kommen die Traiskirchner auf 1 Punkt heran, gibts im nächsten Angriff schon wieder Panthers-Punkte. Als Marko Car knapp 1 Minute vor Schluß mit 2 Freiwürfen auf 84:81 stellt, ist der Sieg wieder zum Greifen nah. Nun ist die Stunde gekommen, wo man sich nur mehr mit Fouls zu helfen weiß. Fabricio Vay und Florian Trmal dürfen sogleich 6mal an die Linie, das halbe Dutzed an Freiwürfen findet den Weg in den Korb und plötzlich führen die Traisenstädter mit 87:84. Nun sucht Marko Car natürlich das Heil in einem Dreier, doch der findet nicht in den Korb. Im nächsten Angriff können die Gastgeber noch scoren und fixieren damit den dann doch etwas überraschenden 89:84-Auswärtssieg, uns bleibt nur die Erkenntnis, eine Riesenchance vergeben zu haben.
Eines haben unsere Panthers vor allem lernen müssen, eben daß ein Basketballspiel 40 Minuten dauert und man in dieser Zeit muß man immer auf der Hut sein. Aber es wären nicht die Panthers, wenn sie daraus nicht ihre Schlüsse ziehen und zurückkommen würden. Das werden uns unsere Spieler jetzt ganz sicher beweisen.
In der kommenden Woche haben unsere Mannen ein volles Programm. Am Mittwoch geht es zum Sky-Live-Spiel nach Gmunden, welches um 19:00 beginnt. Und am Sonntag kommt es in unserer Stadthalle zum Steirerderby gegen die Kapfenberg Bulls, welches ab 17:00 über die Bühne geht.
Topscorer: Car 31, Sarlija 17, Iliev 15, Ochensenhofer 10, Ernst 8, Radakovics 6 bzw. Trmal 26, Vay 23,  Güttel 12, Danek 11,
Zum Abschluß gibts auch heute wieder die Statistik:
Klaus Vollstuber
Foto Pictorial, Angelika Novak