Reyes Chris quer in Gmund

Aufopferungsvoll kämpfende Panthers verlieren am Traunsee

Nach der bitteren Heimniederlage am Freitag gegen Wels stand am Sonntag der zweite Teil unserer Oberösterreich auf dem Spielplan. Diesmal waren wir auswärts gefordert, und zwar in der Volksbank Arena gegen die dort beheimateten Gmundner Schwäne. Trotz eines ganz passablen ersten Viertels und eines extrem aufopferungsvollen Kampfes danach müssen wir dann doch klar den Kürzeren ziehen. Ohne Wesley Gordon ist unseren Burschen am Ende die Kraft ausgegangen, mit einem deutlichen 70:89 mußten wir die weite Heimreise nach Fürstenfeld antreten.
Unser oranges Trainerteam, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach Adnan Bajramovic, schickt zu Spielbeginn ohne den verletzt abwesenden Wesley Gordon, dem wir an dieser Stelle baldigste und beste Besserung wünschen, Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Christopher Reyes aufs Parkett. Auf Seiten der Gastgeber vertrauen Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, der ehemalige Panther Markus Pinezich, auf Aaron Rountree, Enis Murati, Daniel Friedrich, Ex-Panther Toni Blazan und Altmeister Tilo Klette.
Der Start in dieses Spiel in der wunderschönen Traunseestadt gehört unseren Panthers. Wir erobern nach dem Aufwurf den Ball und auch den ersten Angriff, Punkte gibt es aber keine. Marko Car probiert es mit einem Lay-up, scheitert aber leider. Tilo Klette und Enis Murati machen es auf Seiten der Hausherren da schon wesentlich besser. Beide sind schon mit ihren jeweils ersten Versuchen erfolgreich und bringen ihr Team mit 4:0 voran. Nun darf Marko Car an die Linie, da er inmitten eines schlußendlich erfolglosen Dreierwurfs gefoult wird. Alle 3 Würfe landen samt und sonders im Korb, der Anschluß zum 3:4 ist da. Danach geht es auf beiden Seiten heiß her, beide Teams sind gut aufgelegt, können einige Würfe schön verwerten, auch aus der Distanz ist man auf beiden Seiten von Erfolg gekrönt. Zur Mitte des ersten Viertels werden die Gastgeber dann aber doch immer besser, vor allem Tilo Klette ist weiterhin bester Wurflaune. So ziehen die Oberösterreicher auf 17:11 davon, Grund ist die fehlende Balance unsererseits, der fehlende Rhythmus wegen des Fehlens von Punktelieferant Wesley Gordon. Doch plötzlich geht ein Ruck durch unsere Mannschaft, Punkt um Punkt landet im Korb der Traunseer, knappe 2 Minuten vor dem Ende des Startviertels gehen wir erstmalig in Führung, die von der Wimmer-Fünf kurz zurückerobert werden kann. Mit einem 8:0-Run zum Schluß der ersten Spielperiode, in der auf unserer Seite auch Paul Radakovics und Roland Reinelt zum Einsatz gekommen sind, überrennen wir die Hausherren und gehen somit mit einem verdienten 26:19 in die erste Viertelpause. Nach einer kurzen Rast kann es ruhig so weitergehen.
Der Start in das 2. Viertel, der sollte heute, ganz anders als in Oberwart, klappen, um weiter im Spiel zu bleiben. Tilo Klette scheint das zu wissen, denn der Deutsche macht gleich die ersten 4 Punkte in diesem Spielabschnitt. Dem nicht genug, ist jetzt auch noch Adrian Mitchell, dessen Vater Aaron uns vor 10 Jahren als Head Coach eines Jahrhundertteams zu unserem ersten und bislang einzigen Meistertitel unserer Vereinshistorie geführt hat, von der Distanz erfolgreich. Und weitere 2 Punkte von Daniel Friedrich bedeuten schon die 28:26-Führung der Keramikstädter, nicht einmal 3 Minuten sind seit Wiederbeginn gespielt. Das ist doch zum Haareraufen! Jakob Ernst, der ehemalige Ritter aus Krottendorf bei Güssing, erkennt gottseidank jetzt den Ernst der Lage. Er springt außerhalb des großen Wurfkreises in die Höhe, wirft den Ball in Richtung Korb und drin ist er. In dieser Tonart geht es weiter, sehr intensiv gestaltet sich das Geschehen auf dem Parkett. Die Führung wechselt hin und her, absetzen kann sich keine Fünf, es geht zur Sache. Doch mit Fortdauer dieses 2. Viertels bekommen die Schwäne mehr Zugriff auf das die Begegnung, können uns mehr und mehr zurückdrängen, was sich auch auf der Anzeigentafel widerspiegelt. Obwohl für uns auch Stefan Neudecker und Klaus Reinelt ins Geschehen eingreifen, geraten wir in einen Rückstand und gehen mit einem 36:43 in die Halbzeitpause. Jetzt haben wieder die Trainer das Sagen, bevor die 2. Halbzeit beginnen kann, in der wir hoffentlich wieder ins Spiel finden werden.
Zu Beginn der 2. Halbzeit haben wir den Ball, doch leider können wir diesen Vorteil nicht nutzen. Luka Gaspar versucht es aus der Distanz, sein Wurf findet aber leider nicht das Ziel. Aaron Rountree dunkt sehr herzlich dafür, mit einem Kracher baut er die Führung seiner Mannschaft auf 45:36 aus. Christopher Reyes kontert sofort, mit einem Lay-up kann er den alten Abstand wiederherstellen. Diese Tonart wird in den nächsten Minuten weitergespielt, unsere Panthers halten dagegen, die Schwäne aber lassen sich nicht beirren. Wir tun weiter, was in unserer Macht steht, die fehlenden Punkte von Wesley Gordon sind nicht leicht zu kompensieren. Somit läßt die Kraft und Konzentration bei unserer Truppe etwas nach, die Swans nutzen diesen Umstand aus, ihr Vorsprung wird größer und größer. In den letzen Minuten dieser Spielperiode können wir uns aber gottseidank einigermaßen erfangen und einige Punkte auf die Gastgeber aufholen. Somit können wir mit einem 54:63, das uns noch alle Chancen offenläßt, in die letzte Viertelpause gehen.
Der Start in das Schlußviertel gelingt uns leider nicht ganz nach Wunsch. Einerseits haben diesmal die Traunseestädter das runde Objekt, andererseits begeht Stefan Neudecker ein Foul, damit keine leichten Punkte eingesteckt werden müssen. Dies gelingt wenigstens, denn die ersten Punkte dieses Viertels gehen auf unser Konto. Roland Reinelt ist der Wohltäter, per Lay-up ist er erfolgreich. Die Traunsee-Fünf kann nun zwar wieder ihren Vorsprung etwas ausbauen, unsere Burschen geben aber nicht klein bei. Sie mobilisieren jetzt all ihre Kräfte, holen Punkt um Punkt auf, 2 Minuten nach Wiederbeginn sind es nur mehr 6 an der Zahl, die uns zumindest auf Gleichstand fehlen. Die Hausherren verschaffen sich nun jedoch etwas Luft, können sie immerhin 4 Punkte in Serie erzielen. Jakob Ernst kann nun zwar ein erfolgreiches Lay-up einstreuen, aber daß die Partie nun kippt, das kann er nicht verhindern. In den nächsten Angriffen haben wir nämlich etwas Pech, die Gmundener ihrerseits nicht, das kann jetzt gefährlich werden. So ziehen sie davon, uns schwinden endgültig die Kräfte, die Partie ist entschieden, leider nicht zu unseren Gunsten. Der Coach nimmt den Marko aus dem Spiel und gibt den jungen Österreichern mit Jakob, Roland (Saisonbestleistung mit 11 Pkt. und 5 Rebounds), Klaus und Stefan Spielzeit um Erfahrung zu sammeln. Die letzten Minuten sind dann nur mehr ein Auslaufen, nach 40 Minuten prangt ein 70:89 aus unserer Sicht von der Anzeigentafel, die 2 Punkte für den Sieg bleiben in der Volksbank Arena. Wir wiederum müssen ohne Punkte die lange Heimreise antreten.
Mit dem Ergebnis kann man natürlich nicht zufrieden sein, mit der Leistung kurioserweise aber schon. Alle orangen Akteure haben ihr Bestes gegeben, aufopferungsvoll gekämpft, mit Herz und viel Leidenschaft. Den Ausfall von Wesley Gordon konnten wir nicht kompensieren, wobei Gmunden ja ohnehin nicht der Kategorie an Mannschaften angehört, die wir zur Erreichung ihrer Ziele biegen müssen.
Diese Woche ist für unsere Panthers etwas ruhiger, steht doch nur ein Spiel auf dem Programm, für das wir uns exklusiv vorbereiten können. Dabei handelt es sich um das Raubkatzenduell gegen die Löwen in Traiskirchen, welches am kommenden Sonntag um 18:00 im Lions Dome zur Austragung kommt.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer Panthers: Reyes 14, Car 13, Ernst 12, Reinelt 11 (5 Reb.), Radakovics 10