Reyes gegen Wels

Panthers ziehen zu Hause gegen die Flyers wieder knapp den Kürzeren

Am Sonntag stand für unsere Panthers im Rahmen der 8. Runde der ABL das Heimspiel gegen die Flyers aus Wels auf dem Spielplan. Wie schon gegen die Klosterneuburg Dukes und die Oberwart Gunners gegen Spielende hin ein Kampf auf Biegen und Brechen. Und wieder hatte der Gegner das bessere Ende für sich, die Raiffeisen Flyers aus der oberösterreichischen Trabrennbahn- und Messestadt zogen mit einem verdammt knappen 83:81 von dannen, unsere Jungs wiederum standen wieder einmal wie begossene Pudel da.
Unser Trainerduo, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und seinem Assistant Coach Adnan Bajramovic, schenkt zu Beginn dieser Begegnung  Jakob Ernst, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Christopher Reyes und Wesley Gordon sein Vertrauen. Auf Seiten der Oberösterreicher setzen Head Coach Sebastian Waser und sein Assistant Coach Dimitris Sarikas, die in die nicht ganz kleinen Fußstapfen von Mike Coffin und Dana Besczcynski getreten sind,  auf Thoms Csebits, Siyani Chambers, Urgestein Davor Lamesic, Elijah Wilson und Milovan Draskovic.
Der Start in diese Sonntagnachmittagspartie, der auch eine lautstarke Abordnung der Volksschule Großwilfersdorf, mit der unsere Panthers in den letzten Monaten ein Projekt am Laufen hatten, verläuft für unsere orangen Lieblinge beileibe nicht nach Wunsch. Während unsere Gäste ihre ersten Angriffe größtenteils erfolgreich abschließen und mit 6:0 in Führung gehen können, herrscht auf unserer Seite vorerst Unsicherheit. Es dauert fast 2 Minuten, bis wir erstmalig scoren können, der Ball will und will vorher nicht in den Korb. Christopher Reyes ist es dann, der unser Team anschreiben läßt, und zwar sorgt er per Sprungwurf für das 2:6. Doch beeindruckt die Flieger aus Oberösterreich keineswegs. Sie bleiben in den nächsten Minuten vorerst am Kommando, am Drücker, bauen ihre Führung nach und nach aus. Unsere Burschen versuchen aufs Äußerste, dagegenzuhalten, aber bei uns ist in diesem ersten Spielabschnitt der Wurm drin. So ist es auch kein Wunder, daß wir gute 6 Minuten vor dem Viertelende mit 6:14 zurückliegen. Doch danach geht dann doch ein kleiner Ruck durch unsere Mannschaft, wir bekommen immer mehr Kontrolle über das Spiel, auch immer mehr Kontrolle über die Messestädter. Als Wesley Gordon uns keine 3 Minuten vor dem ersten Gong per Kracherdunk auf 13:14 heranbringt, keimt erste Hoffnung auf. Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der haut jetzt wieder auf den Putz, und zwar mächtig. Die letzten 9 Punkte dieses ersten Viertels, in dem auf unserer Seite auch Luka Gaspar, Paul Radakovics und Roland Reinelt neu ins Spiel kommen, gehören allesamt der Waserfünf, die somit mit einer 23:13-Führung in die erste Viertelpause gehen können. Erholung tut jetzt not, vor allem für unsere Panthers.
Auch der Start in das zweite Viertel gelingt uns nicht nach Wunsch, bei weitem nicht. Roland Reinelt bringt sich für einen Sprungwurf in Position, kommt auch zum Wurf, dieser bleibt aber leider ohne Erfolg. Paul Radakovics kann danach zwar einen Wurf erfolgreich im Korb versenken, aber da Carlos Novas Mateo, Elijah Wilson und Siyani Chambers 7 Punkte für ihr Team performen, liegen die Gäste nun gleich mit 30:15 voran. Coach Goran kann diesem Treiben der gegnerischen Truppe nicht länger zuschauen und nimmt nun eine Time Out, in der er seine Fünf wieder auf den rechten Weg bringen will. Dies gelingt aber leider nicht ganz, denn die Welser fliegen weiterhin förmlich über das Parkett unserer Stadthalle. Sodann wächst unser Rückstand auf 20, dort pendelt er sich dann ein. Je näher die große Pause nun kommt, desto mehr finden unsere Jungs ins Spiel. Angeführt von Christopher Reyes, der an diesem Spieltag so richtig gut drauf ist, können wir die Messestädter dann doch in Bedrängnis bringen, zumindest ein wenig. Sie verlieren ein wenig ihre Balance, ihre Bälle finden, im Gegensatz zu unseren, nicht mehr so oft den Weg in den Korb, was die Panthers-Familie natürlich sehr freut. Stefan Neudecker,  der im Laufe dieses zweiten Viertels neu ins Spiel gekommen ist, sorgt mit einem erfolgreichen Sprungwurf zum 31:44 für den Schlußpunkt der ersten Halbzeit. Mit diesem Spielstand geht es nun in die Kabinen, wo die Trainer nun das Sagen haben und sich die Spieler von den Strapazen der ersten Halbzeit erholen können.
 Die Halbzeitpause scheint unseren Panthers besonders gutgetan zu haben. Im Gegensatz zu den Welsern können wir prompt punkten, und zwar gelingen uns durch Christopher Reyes und Hannes Ochsenhofer gleich 5 Punkte en suite.  Elijah Wilson gelingt es nun zwar, die Ruhe zu bewahren und die ersten Punkte für sein Team in diesem dritten Spielabschnitt zu performen, doch das bringt uns nicht aus dem Konzept. Einem Eichhörnchen gleich sammeln wir nun nach und nach einen Punkt nach dem anderen. Das bringt Davor Lamesic und Co. dann doch aus dem Gleichgewicht, was unseren Spieler motiviert, weiterhin Gas zu geben. Keine 4 Minuten nach Wiederbeginn sind wir auf 5 Punkte an den Gästen dran, ein 45:50 ist im Moment der Anzeigentafel zu entnehmen. Die Flieger sind damit aber noch nicht geknackt, sie können sich wieder konsolidieren, was daraus resultiert, daß sie doch wieder um ein paar Punkte davonziehen können. 12 Punkte beträgt ihr Vorsprung dann bald, aber unser Team hat Lunte gerochen und kann das Gästeteam in den restlichen Minuten dieses Spielabschnitts fast noch überflügeln. Christopher Reyes aus der Ferne und Wesley Gordon via Sprungwurf bringen uns auf 3 Punkte an die Gäste heran, mit einem 63:66 geht es dann in die letzte Viertelpause. Diese 3 Punkte müßten  nach einer kurzen Erholungsphase im letzten Viertel aufzuholen sein, speziell vor und mit Hilfe unserer Fans.
Und hinein geht es in den Schlußakkord! Für unsere Panthers beginnt dieser mit einem kleinen Schock. Denn nicht wir sorgen für den ersten Korb in diesem letzten Viertel, nein, es sind die Welser Flyers, die das tun. Elijah Wilson kann durch einen erfolgreichen Wurf aus der Ferne die Führung für seine Kollegen verdoppeln und auf 69:63 stellen. Jakob Ernst wiederum läßt das nicht auf sich sitzen, auch er probiert es aus der Distanz, gottseidank auch erfolgreich. Einige Momente und eine erfolglose Welser Offence später wird Jakob Ernst bei einem Dreierversuch gefoult, daher werden ihm drei Freiwürfe zuerkannt. Nun bietet sich ihm die Chance, auf 69:69 auszugleichen, doch das gelingt ihm leider nicht ganz. Der erste und dritte Freiwurf landen ja im Korb, doch der zweite will nicht hinein. Jetzt, knappe 8 Minuten vor dem Schlußgong, ist sie schon da, die Crunchtime. Es entwickelt sich nun ein offener Schlagabtausch, mit leichten Vorteilen für die Flieger. Denn immer, wenn wir auf 2 Punkte oder gar einen an die Oberösterreicher herankommen, gelingt ihnen in Form eines Korbes ein Nackenschlag. Das zermürbt unsere Panthers zwar ein wenig, sie lassen aber nicht locker.  Gute 3 Minuten vor Spielende liegen die Gäste mit 5 Punkten voran, doch unsere Burschen geben nicht auf,  und 20 Sekunden vor Schluß liegen wir nur mehr knapp zurück es steht 77:80. Nun darf Hannes Ochsenhofer für 2 Freiwürfe an die Linie. Aber leider kann er nicht beide vollstrecken, also steht es jetzt 78:80. Elijah Wilson auf Seiten der Gäste geht es dann genauso, nach seinen beiden Freiwürfen prangt ein 78:81 aus unserer Sicht von der Anzeigentafel. Marko Car setzt jetzt im Gegenzug alles auf eine Karte. Er probiert es aus der Ferne, der Ball fliegt Richtung Korb, aber er landet nicht im Korb, sondern außerhalb. Jetzt hat Davor Lamesic den Ball, Christopher Reyes foult ihn aber sofort, um nach den fälligen Freiwürfen noch einmal das runde Objekt der Begierde zu bekommen. Davor Lamesic aber bleibt cool wie ein Eisberg, vollstreckt beide Freiwürfe und stellt auf 83:78 für sein Team. Das Spiel ist entschieden, aber noch nicht aus, der Ball kommt noch zu Jakob Ernst, der sich noch als Ergebniskosmetiker verdingen kann. Sein verzweifelter Wurf aus der Ferne findet noch in den Korb, der Endstand von 81:83 und damit eine weitere äußerst knappe Niederlage ist besiegelt.
Trotz dieser Niederlage gegen die Welser Flyers hat man wieder einmal gesehen, daß unsere Mannschaft nicht schlecht ist. Sie muß sich nur vor Augen führen, daß sie von Anfang an hochkonzentriert zu sein hat, um nicht früh in Bedrängnis zu geraten. Hohe Rückstände sind dann, auch mit größtem Kampfgeist, nicht mehr leicht aufzuholen. Und wenn es zum Schluß darauf ankommt, sollten alle Akteure ihr Hirn einschalten, um endlich einen Sieg einfahren zu können.
Das nächste Programm für unser Team ist nicht gerade einfach, spielen wir doch diesen Sonntag auswärts gegen die Schwäne aus Gmunden und am 03. Dezember in Traiskirchen gegen die Lions, ehe wir am 08. Dezember zu Hause gegen die Bulls aus Kapfenberg antreten.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber