sieg-in-graz-271116-klein

Panthers krallen sich bei UBSC Graz souverän den Derbysieg

Die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers bleiben auch in ihrem dritten Steiermark Derby der Saison ungeschlagen. Gegen den UBSC Raiffeisen Graz beenden die Raubkatzen ihre Niederlagenserie von vier Spielen. Bereits im ersten Viertel erspielten sich die Panthers einen respektablen Vorsprung. Vor allem Marino Sarlija (18 Punkte, 11 Rebounds) setzte sich gekonnt in Szene und war in der Anfangsphase nicht zu stoppen. Bis zur Pause baute Fürstenfeld den Vorsprung Punkt für Punkt aus. In der Defensive konnte Anton Maresch erfolgreich isoliert werden. In der zweiten Halbzeit gelang es den Grazern nicht mehr den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Allen voran Marko Car trat nicht nur als Scorer (30 Punkte), sondern auch als Vorbereiter (11 Assists) in Erscheinung. Am Ende fehlte ihm lediglich ein Rebound auf das Triple-Double. Auf Seiten der Grazer stemmte sich Cameron Naylor lange Zeit gegen die Niederlage. Doch seine 22 Punkte und 12 Rebounds konnten die Niederlage seines Teams nicht mehr abwenden.

Spielbericht:

Der Bann ist gebrochen, nach 4 sieglosen Spielen melden sich unsere Panthers endlich wieder auf der Siegerstraße zurück. UBSC Graz hat am Sonntagabend in der hauseigenen Unionhalle keine Chance gegen unser groß aufspielendes Team, muß mit einem völlig ernüchternden 73:85 den Kürzeren und von dannen ziehen.
Panthers-Head-Coach Pit Stahl vertraut zu Spielbeginn in seiner alten Wirkungsstätte auf Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Hausherren setzt Head Coach Lluis Pino Vera auf Anton Maresch, David Hasenburger, Cameron Naylor, Drago Brcina und Milos Krivokapic.
Der erste Angriff an diesem Abend in Graz St. Leonhard ist eine Sache für unsere Panthers. Marino Sarlija vertändelt aber leider unweit des Korbes den Ball, David Hasenburger schnappt ihn sich, punkten kann er aber auch nicht. Dies gelingt aber im zweiten Anlauf unserem kroatischen Riesen Marino Sarlija, der auf 2:0 stellt. Drago Brcina schafft zwar sogleich den Ausgleich für seine Mannschaft, aber das wars dann vorerst einmal mit der Grazer Glückseligkeit. Unsere Mannen wiederum streifen jeglichen Frust über die letzte sieglose Zeit von der Seele und brausen wie ein Orkan übers Parkett. In der Defence machen wir den Laden dicht, lassen die Uhrturmstädter immer wieder aufs Neue anrennen. Und in der Offence bearbeiten wir fast im Sekundentakt den Korb der Unionisten und ziehen auf 11:2 davon, und das vor zahlreichen Fans aus unserem Thermenland, die dank ihrer Stimmung dieses Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machen. Dies zwingt den heimischen Coach zu einer Time Out, nach der sein Team doch ins Spiel finden. Unsere Panthers verlieren ein wenig den Rhythmus und auch der Vorsprung aufs Heimteam wird ein wenig kleiner. Dank Paul Radakovics und Luka Gaspar, die im Laufe des Startviertels neu ins Spiel kommen, erfangen wir uns aber relativ rasch und können mit einem beeindruckenden 21:13 in die erste Viertelpause gehen.
Hauptdarsteller zu Beginn des 2. Viertels ist Simeon Iliev. Zuerst blockt er einen Wurf von Ex-Panther David Hasenburger und dann pflückt er sich einen Offensivrebound. Nutznießer dessen ist Marko Car, der mit den ersten Punkten in diesem Spielabschnitt auf 23:13 für unser Team stellt. Milos Krivokapic wird das ganze Theater jetzt aber zu bunt und versucht aus der Ferne sein Glück. Dieses ist ihm in dieser Situation hold, sodaß er das Heimteam auf 16:23 heranbringen kann. Doch unsere Jungs bleiben hellwach, ersticken die schon aufkommenden Hoffnungen der Grazer Fünf im Keim und knallen ein halbes Dutzend Punkte en suite auf das Parkett der Unionhalle. Drago Brcina unterbricht diesen unseren Lauf dann zwar, stoppen kann er ihn aber nicht. In Person von Hannes Ochsenhofer können wir unser Scoring dann sogleich wider aufnehmen und uns immer mehr von den Gastgebern absetzen. Knappe 4 Minuten vor der Halbzeitpause liegen wir schon mit 38:24 voran, sehr zur Freude unserer vielen vielen Fans. Stefan Neudecker, der inzwischen neu ins Spiel gekommen ist, zeigt des Öfteren sein Können und erfüllt seine Rolle in der Rotation ziemlich gut. Kurz vor der Halbzeitsirene wird es dann noch richtig turbulent. UBSC-Head-Coach Lluis Pino Vera kassiert sein zweites Technisches Foul, was zur Folge hat, daß er den Innenraum der Halle sofort verlassen muß. Erst nach einigem Hin und Her beugt er sich dann doch und das Spiel kann weitergehen. Dann ertönt auch schon die Halbzeitsirene und mit einem bequemen 47:34 aus unserer Sicht geht es dann in die Kabinen zum Pausentee.
Nach der Halbzeitpause ändert sich an der Tonart dieses Steirerderbys recht wenig. Unsere Burschen sind weiterhin auf der Hut, Hannes Ochsenhofer und Simeon Iliev setzen gleich zu Beginn des 3. Viertels eine Duftmarke, und zwar mit 4 Punkten am Stück. In den nächsten Minuten aber kommen die Hausherren dann doch ein wenig besser ins Spiel, angetrieben von ihren Fans können sie einige Punkte an uns herankommen. Zur Mitte dieser Spielperiode beträgt der Abstand zwischen den beiden Teams „nur“ mehr 12 Punkte, und das ist im Basketball zu diesem Zeitpunkt nicht die Welt. Aber wie schon erwähnt, unsere Panthers sind an diesem Sonntagabend bis auf einige wenige suboptimale Phasen auf dem Posten, auch die Rebounds haben wir diesmal nicht auf der Soll-, sondern vielmehr auf der Habenseite. 4 Minuten vor dem Ende dieses Viertels herrscht 1-2 Minuten eine Korbflaute, aber kurz danach haben wir den Stempel schon wieder in unserer Hand. Die St. Leonharder Korbjäger rackern sich zwar fast zu Tode, aber auch dieses Viertel geht an uns und mit einem phantastischen 65:50 geht es in die letzte Viertelpause.
Das letzte Viertel am Leonhardbach beginnt mit einem Erfolgserlebnis für David Hasenburger, der seine Mannschaft mit einem Sprungwurf auf 52:65 heranbringen kann. Neben ihm sind auch die anderen ehemaligen Fürstenfelder Akteure, also Steffen Leitgeb, Fabian Richter und Georg Florian, schon längst auf dem Parkett und haben schon einige Akzente gesetzt. Doch unser Kapitän, der Güssinger Christoph Astl, läßt jetzt gar nichts anbrennen und stellt, auch per Sprungwurf, auf 67:52. Danach hat wieder Marko Car einen seiner vielen Auftritte in dieser Begegunung, unser Hirn ist wieder einmal Topscorer. Die Leonharder geben jetzt natürlich nicht klein bei, wollen noch den Funken einer Chance nutzen, aber bei unseren Panthers beißen sie auf Granit. Als wir nach einem sehenswerten Dreipunkter von Marko Car gut 4 Minuten vor Ende des Spiels mit 81:60 in Front liegen, ist sich Pit Stahl des Sieges bewußt und gibt nun unserer zweiten Garde die Chance, sich in der ABL zu beweisen. So kommt auch Admir Ado Zukic zu ein wenig Spielzeit mehr, er und seine Kollegen machen ihre Sache gar nicht mal so schlecht. Die Hausherren können jetzt zwar einige Punkte aufholen, aber der Derbysieg ist schon längst unser. So können wir uns mit Spielende mit einem Endergebnis von 85:73 von unseren enthusiastischen Fans feiern lassen.
Dieser Derbysieg war nach der sieglosen Zeit ein wahrer Balsam für alle Seelen unserer Panthers-Familie. Unsere Spieler haben, angeleitet vom hochmotivierten Pit Stahl, von der ersten bis zur letzten Sekunde gezeigt, was in ihnen steckt. Unsere Fans haben gezeigt, daß sie nach wie vor hinter unserer Mannschaft stehen und diese zahlreich und lautstark unterstüzen, auch in der Unionhalle in Graz. So kann und darf es ruhig weitergehen mit unserer Panthersfamiie.
Das nächste Spiel unserer Truppe ist ein Heimspiel, dieses findet am kommenden Samstag natürlich in unserer hochehrwürdigen Stadthalle statt. Um 19:00 kommt es dabei zum Raubkatzenduell mit den Traiskirchen Lions. Ein Wiedersehen mit den beiden Expanthern Jason Detrick und Luka Gvozden wird es aber nicht geben, sie haben an der Traisen zwar gut gebrüllt, mittlerweile aber ausgebrüllt.
Scorer; Car 30 (11 Ass., 9 Reb.), Sarlija 18, Iliev 15, Astl 8, Ochsenhofer 6, Ernst 4, Gaspar 2, Radakovics 2 bzw. Naylor 22, Brcina 16, Hasenburger 13
Zum Abschluß gibts natürlich wieder die Statistik zum Genießen:
Klaus Vollstuber

Fotoquelle>: Pictorial