Car gegen Kapfenberg heim

Panthers wachsen über sich hinaus und weisen Kapfenberger Bulls in die Schranken

Panthers wachsen über sich hinaus und weisen Kapfenberger Bulls in die Schranken
Am Marienfeiertag stand für unsere orangen Burschen das Heimderby gegen die Bullen aus der Hochsteiermark auf dem Spielplan. Vor einer  ziemlich guten Kulisse gelingt uns der  bessere Start als der Schrittwieser-Fünf. Und im Gegensatz zu anderen Begegnungen in dieser Saison können wir diesmal das Ding wirklich durchziehen und am Ende mit einem souveränen und hochverdienten 77:67-Heimsieg von dannen ziehen.
Zu Beginn dieses Derbyklassikers schenkt unser Trainerteam, bestehend aus Head Coach Goran Patekar und seinem kongenialen Assistant Coach Adnan Bajramovic, der gegen sein Ex-Team besonders motiviert ist, Jakob Ernst, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Christopher Reyes und Wesley Gordon sein Vertrauen. Auf Seiten der Gäste bauen Head Coach Michael Schrittwieser und sein bezaubernder Assistant Coach Tatiana Gallova auf Kareem Jamar, Bogic Vujosevic, Ian Moschik, Jozo Rados und Tobias Schrittwieser.
Obwohl Michael Schrittwieser seine Starting Five nach dem kräfteraubenden Europacupspiel vom Mittwoch ein wenig verändert hat, sichert sich seine Truppe den ersten Angriff dieses Marienfeiertags. Erfolgreich abschließen kann sie den jedoch nicht, Wesley Gordon hat da mächtig etwas dagegen und blockt gleich einmal einen Wurf von Kareem Jamar. Die ersten Punkte dieses Abends sind somit eine Sache für Marko Car. Unser Kapitän verwertet ein Lay-up. Die nächsten 5 Punkte gehen danach aber in die Hochsteiermark, 5:2 führen die Bulls somit nach gut 2 Minuten. Marko Car wiederum zeigt nun, daß er es an diesem Abend auch von außen kann und trifft zum Ausgleich, also zum 5:5. Jetzt scheint ein Ruck durch unsere Mannen zu gehen, denn sie übernehmen nun das Kommando dieser Begegnung. 4 weitere Punkte gehen auf unser Konto, unsere Burschen sind vorne wie hinten einfach gut drauf. Bogic Vujosevic darf nun für sein Team an die Freiwurflinie, dort verringert er den Rückstand um 2 Punkte. In weiterer Folge hingegen zerschellen die Hochsteirer vermehrt an unserer Defense, während es unsere Offense zum wiederholten Male klingeln läßt. Etwas mehr als 4 Minuten vor dem Ende dieses Startviertels liegen wir schon mit 17:7 voran, was für eine Freude, dem Treiben auf dem Parkett zuzuschauen. Die Bullen ergeben sich natürlich zwar nicht kampflos, aber mehr als der eine odere andere Korb zwischendurch ist für sie nicht drinnen. So geht dieser erste Spielabschnitt, nicht zuletzt dank der Hilfe von Luka Gaspar, Stefan Neudecker und Roland Reinelt, mit 29:20 an unsere Mannschaft. Nun ist erst einmal Zeit für die erste Viertelpause, ehe es dann wieder frisch ans Werke gehen kann.
Zu Beginn des 2. Viertels versucht es Jakob Ernst aus der Distanz, der Ball hingegen findet leider nicht den Weg in den Korb. Wesley Gordon macht es anschließend gottseidank besser, er vollendet ein Lay-up zum 29:20. In der nächsten Phase des Spiels entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, immerhin tragen die Böhlerstädter als regierender Tripleholder eine gewisse Verantwortung. Und zwar tragen sie die Verantwortung, in jeder Phase eines jeden Spiels alles aus sich herauszuholen, was in einem steckt, wenn nicht sogar ein bißchen mehr. So geht es jetzt also auf beiden Seiten heftigst zur Sache, mit leichten Vorteilen für die Schrittwieser-Fünf. Ihr gelingt es, vorne ein wenig mehr zu punkten und hinten ein paar Panthers-Punkte mehr zuzulassen. Unser Vorsprung schmilzt dahin, gut 4 Minuten vor der Halbzeitpause sind es nur mehr 2 Punkte, zuerst prangt ein 33:31 von der Anzeigentafel unserer Stadthalle, Sekunden später ein 35:33. Anders als in anderen Situationen in dieser Saison kratzen jetzt, an diesem Marienfeiertagabend, die Kurve. Bis zum Gong können wir unseren Vorsprung wieder etwas größer, es kommt wieder alles ins Lot und auch mithilfe von Paul Radakovics gehen wir mit einem 39:34. Bevor es dann auf dem Parkett in der 2. Halbzeitpause wieder spannend wird, geht es nun in die Kabinen, wo die Coaches das Sagen haben.
Zu Beginn des 3. Viertels sind die Bullen im Ballbesitz, aber erst im 2. Anlauf kann Jozo Rados erstmals für sein Team punkten, Tobias Schrittwieser hat das nicht geschafft. Unser erster Score in diesem Spielabschnitt gelingt gleich im ersten Anlauf, nach einem Assist von Marko Car ist Hannes Ochsenhofer von außen erfolgreich. Er baut unseren Vorsprung auf 42:36 aus, so kann es weitergehen. Und das tut es auch, aber nicht lange. Langsam, aber sicher, finden die Obersteirer wieder in die Spur zurück. Wir können unsere Angriffe nicht mehr so effizient abschließen, Milan Stegnjaic & Co. aber schon. In der 5. Minute dieses 3. Viertels sind wir nur mehr 1 Punkt vorne, und zwar 46:45. Doch jetzt tritt Christopher Reyes in Erscheinung und auf den Plan. Nach 4 Punkten en suite aus seinen Händen liegen wir mit 50:45 voran. Doch was kurz danach folgt, ist mehr als nur eine Schrecksekunde. Plötzlich liegt Christopher Reyes schmerverzerrt auf dem Boden, muß raus und keiner weiß, ob er wieder rein kann. Die Mannschaft ist zwar kurz schockiert, aber sie will trotzdem nicht klein beigeben, sie kämpft. Irgendwie lassen sich die Hochsteirer davon beeindrucken, denn ihr Visier ist jetzt miserabel eingestellt. Damit gehen wir auch nach dem 3. Viertel mit einer Führung, die jetzt 58:49 lautet. Der Derbysieg ist jetzt zum Greifen nah, ob uns der Coup gelingt, wird sich nach der letzten Viertelpause weisen.
Der Start ins letzte Viertel verläuft sehr holprig, für beide Teams. Die jeweiligen ersten Angriffe gehen ins Leere, es dauert fast 2 Minuten bis zum ersten Score. Dieser ist ein erfolgreicher Dreipunkter von Brian Oliver. Doch das ist für uns nicht wirklich ein Problem, denn wir haben ja Luka Gaspar. Er überrascht uns alle, denn der Bruder von Tomislav Gaspar packt nun etwas aus, und das ist auch ein Dreier. Daher wächst unser Vorsprung wieder auf 9 heran. Den nächsten Angriff der Gäste können wir abwehren, ehe unser Kapitän, unser Marko Car, an die Freiwurflinie tritt. Wenn er beide Freiwürfe verwerten könnte, dann wären wir 11 Punkte voran, was einen zweistelligen Vorsprung und damit eine kleine Vorentscheidung darstellen würde. Und Marko Car wäre nicht Marko Car, wenn ihm das nicht gelingen würde und es gelingt ihm auch. Es geht zwar noch verdammt lange 7 Minuten, aber das ist ja auch die Nummer unseres Kapitäns Marko Car. Der Rest des Spiels ist ein offener Schlagabtausch, beide Teams schenken sich nun gar nichts mehr. Die Bullen halten voll dagegen, aber unsere Jungs lassen sie immer wieder abprallen, fast so wie der Eisberg die Titanic. Die Zeit vergeht, die Menge jubelt, das Spiel ist aus, 77:67 lautet der hocherfreuliche Endstand aus unserer Sicht. Der einzige schale Beigeschmack ist die Verletzung von Christopher Reyes, der nicht mehr ins Spiel eingreifen konnte, aber vielleicht aber doch am Sonntag gegen die Landeshauptstädter eingesetzt werden kann.
Wenn sich alle zusammenreißen,  alles gibt und mannschaftsdienlich spielen, dann können wir auch so wie am Marienfeiertag die großen Kapfenberg Bulls besiegen. Tun wir das alls nicht, dann kann es auch schiefgehen, so wie gegen die Flyers aus Wels.
Der nächste Einsatz für unsere Panthers ist schon am Sonntag, 09.12.2017. An diesem Tag gibt’s schon das nächste Steirerderby, um 17:00 empfangen wir in unserer Stadthalle UBSC Graz, hoffentlich vor vielen lautstarken unterstüzenden Fans.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer Panthers: Car 21, Gordon 17, Ernst 12, Ochsenhofer 11, Gaspar 8, Reyes 8 bzw. Krämer 16, Jamar 11, Vujosevic 10