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Das Raubkatzenduell geht an die Lions

Nach dem knappen Derbysieg gegen UBSC Graz am Freitag ging es schon am Sonntag nach Traiskirchen. Trotz eines famosen Starts reichte es am Ende leider doch nicht zum Sieg, ohne Jakob Ernst setzte es ein 73:82.
Zu Beginn dieses Raubkatzenduells vertraut Panthers-Head-Coach Pit Stahl auf Marko Car, Paul Radakovics, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Gastgeber setzen Head Coach Georgi Mladenov und sein Assistant Coach Stefan Grassegger auf Terence Aryee, Benedikt Danek, Fabricio Vay und das Brüderpaar Florian und Martin Trmal.
Der Start in diese Begegnung im Lions Dome verläuft für unsere Panthers eigentlich ganz nach Wunsch. Simeon Iliev kann gleich seindn ersten Wurf einnetzen, und das gelingt ihm sogar aus der Ferne. Martin Trmal kann dann zwar mit 2 erfolgreichen Freiwürfen auf 2:3 verkürzen, aber dann ist Panthers-Time. In den nächsten knapp 3 Minuten gelingt uns einfach alles, hinten machen wir die Schotten dicht und vorne netzen wir ein, fast wie am Schnürchen. Zur Hälfte dieses Startviertels liegen wir schon mit 11:2 voran. So kann es weitergehen und immer weiter, das tut es aber leider nicht. Auf einmal kippt das Spiel, es gerät uns außer Kontrolle, was vorher so leicht von der Hand gegangen ist, gelingt uns auf einmal überhaupt nicht mehr. Die Hausherren wiederum nützen diese Konsterniertheit unserer Mannen eiskalt aus und, angetrieben von ihren lautstarken Fans, pirschen sie sich an uns heran und eine Minute vor Ende dieses Viertels ist er da, der Ausgleich zum 15:15. Obwohl Luka Gaspar, Admir Zukic und Christoph Astl schon längst helfend eingreifen, erzielen die Löwen auch die letzten 4 Punkte im ersten Spielabschnitt. Somit müssen wir mit einem 15:19-Rückstand in die erste Viertelpause gehen.
Das zweite Viertel beginnt so wie das erste geendet hat, und zwar mit einem Korb der Niederösterreicher. Florian Trmal erzielt mit diesem das 21:15 für sein Team. Auch wenn unsere Panthers alles tun, was geht, der Output läßt sehr zu wünschen übrig, es gelingt so gut wie gar nichts. Die Mladenov-Fünf bestimmt weiterhin das Geschehen auf dem Parkett, der Vorsprung wächst nun in den zweistelligen Bereich. So geht dann auch das zweite Viertel in die Zielgerade, unsere Burschen können den Schaden ein wenig begrenzen, nicht zuletzt dank der wertvollen Unterstützung von Stefan Neudecker geht es nun mit einem 33:41-Rückstand in die Kabinen.
Das 3. Viertel beginnt mit 2 erfolgreichen Freiwürfen von Florian Trmal, leider ist der ein Löwe und kein Panther. Simeon Iliev läßt nun mit einem Distanzwurf zum 36:45 für ein wenig Hoffnung im Panthers-Lager aufkommen, diese stirbt dann leider aber ziemlich schnell. Jetzt spielen sich die Hausherren in einen wahren Rausch. In der Offence wie in der Defence haben sie das Heft in der Hand, nur veinzelt gelingt unserem Team der eine oder andere Befreiungsschlag. So nimmt das Unheil seinen Lauf, unser Rückstand vergrößert sich auf 20 und mehr. Der letzte Treffer in dem für uns so horriblen vorletzten Viertel geht auf das Konto von Hannes Ochsenhofer, mit einem 47:69 aus unserer Sicht geht es in die letzte Viertelpause.
Hannes Ochsenhofer ist auch zu Beginn des letzten Viertels on fire. Er erzielt binnen kurzer Zeit zwei lupenreine Dreier, die von den Gastgebern aber gekontert werden können. Aber der Funke ist jetzt trotzdem übergesprungen, der von Hannes Ochsenhofer auf seine Kollegen. Nun werfen wir alles in die Waagschale, jeder zerreißt sich für den anderen. So bringen wir die Löwen aus dem Gleichgewicht und unseren Rückstand immer mehr zum Schmelzen. 3 Minuten vor Ende des Raubkatzenduells liegen wir aber immer noch mit 16 Punkten im Nachteil. Jetzt legen wir noch einen Gang zu, verstärken die Defence und in der Offence machen wir nun Punkt um Punkt, ohne daß die Gastgeber noch punkten können. Doch leider reicht das nicht mehr und wir müssen mit einem 73:82 die Heimreise antreten.
Leider hat es am Sonntag nicht für einen Sieg gereicht. Unsere Burschen haben wieder gekämpft bis zum dieses Mal leider bitteren Ende. Der Ausfall von Jakob Ernst konnte leider nicht hundertprozentig kompensiert werden, Marko Car war ob der Freitagspartie nicht ganz fit und die anderen hatten ja auch nicht den Saft. Bis zum nächsten Spiel bleibt ja noch genügend Zeit für Regeneration und Training.
Weiter gehts für unsere Panthers am nächsten Montag um 19:00. Da kommt es dann zum absoluten Schlagerspiel gegen die Schwäne aus Gmunden, live in unserer Stadthalle und auf Sky.
Klaus Vollstuber

Jetzt gilt es sich zu erholen, hoffen dass Jakob Ernst bald wieder fit wird, denn das nächste Heimspiel startet es am Montag, 17.10. um 19:00 (Sky-Live-Übertragung).

Scorer Panthers: Sarlija 28, Ochsenhofer 23, Iliev 6, Radakovics 6, Gaspar 5, Car 3, Neudecker 2 bzw. Trmal 27