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Das erste Viertelfinalspiel geht an den BC Vienna

Panthers verpassen Auswärtssieg im Hallmann Dome.

Am Sonntag startete für unsere Panthers das Abenteuer Play Off. Im Rahmen des ersten Spiels im Viertelfinale gastierten wir im Hallmann Dome beim BC Vienna. Trotz einer teilweise phantastischen ersten Halbzeit konnten wir den erhofften Auswärtssieg leider doch nicht einfahren. Schlußendlich mußten wir mit einer klaren und deutlichen 79:101-Niederlage die Heimreise antreten.
Zu Spielbeginn vertrauen Head Coach Radomir Mijanovic und sein Assistant Coach Adnan Hajder auf Marko Car, Luka Katura, Hannes Ochsenhofer, Gary Ware und Dejan Cigoja. Auf Seiten der Gastgeber schicken Head Coach Darko Russo und sein Assistant Coach Ersin Sancak Jonathan Augustin Fairell, den Ex-Gunner Bogic Vujosevic, den Ex-Ritter Davonte Lacy und die beiden Ex-Panther Stjepan Stazic und Jason Detrick auf das Parkett.
Der Auftakt in diese erste Play-Off-Begegnung verläuft sehr zäh. Beide Mannschaften können ihre ersten Angriffe nicht mit Erfolg abschließen. Erst nach knapp über eine Minute ist es Gary Ware, der für die ersten Punkte im Hallmann Dome sorgt. Jonathan Augustin Fairell kontert aber jedoch sogleich, und das gleich doppelt. Da Stjepan Stazic zum Drüberstreuen noch einen erfolgreichen Distanzwurf nachlegt, führen die Hausherren nach fast 4 Minuten mit 7:2. Gary Ware hätte nun die Chance, diesen Run zumindest zu unterbrechen, er scheitert aber leider zweimal an der Freiwurflinie. Gleich danach hat dann Bogic Vujosevic seinen ersten großen Auftritt, 4 Punkte von ihm bringen sein Team schon mit 11:2 in Führung. Paul Radakovics kann uns gottseidank zur Mitte des Startviertels mit einem erfolgreichen Distanzwurf auf 5:11 heranbringen. Diesen Dreier kontert dann aber quasi postwendend Stjepan Stazic ebenfalls mit einem Dreier zum 14:5 für seine Hauptstädter. Diesen Vorsprung können die Hausherren bis zum Ende des ersten Viertels beinahe halten, mit einem 22:14 beenden sie diesen Spielabschnitt. Nun steht die erste Viertelpause an, sehr zur Freude unserer Panthers, bei denen im Laufe des ersten Viertels auch Paul Radakovics, Igor Chumakov und Toni Blazan ins Spiel gekommen sind.
Das zweite Viertel beginnt mit 2 Freiwürfen für die Gastgeber. Predrag Miletic kann aber nur einen erfolgreich verwerten, somit führt sein Team nun mit 23:14. Im Anschluß gibt es dann endlich die ersten orangen Punkte in diesem Spielabschnitt. Toni Blazan und Paul Radakovics stellen ihr Visier nun sehr genau ein, beide treffen nämlich aus der Distanz zum 20:23. Stjepan Stazic zeigt jetzt, daß er es auch kann und scort ebenfalls aus der Distanz. Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, beide Mannschaften packen ihr bestes Basketball aus, Playoffbasketball eben. Die Wiener, bei denen nun auch Christoph Nagler im Spiel ist, können zwar einige Male um wenige Punkte davonziehen, unsere Panthers sind aber immer gleich zur Stelle. Nach einem guten 6:0-Run kann unser Team gute 2 Minuten vor der Halbzeitpause knapp, aber doch, mit 36:35 in Führung gehen. Die Fünf von Darko Russo läßt das aber nicht auf sich sitzen, erhöht nun wieder die Intensität und kann sich bis zum Ende dieses zweiten Viertels wieder ein wenig absetzen. Mit einer 47:42-Führung für das Heimteam geht es nun in die Kabinen, wo nun die Coaches das Sagen haben.
Die zweite Halbzeit beginnt für uns gar nicht nach Wunsch. Überfallsartig aus der Kabine aufs Parkett gekommen, erzielen die Hausherren nun Punkt um Punkt, Korb um Korb. Unsere Mannen sind total konsterniert, und können dem Wiener Treiben vorerst kein Ende setzen. Innerhalb von knapp 4 Minuten ziehen diese auf 57:42 davon, ehe Toni Blazan wenigstens einen von zwei Freiwürfen trifft und auf 43:57 aus unserer Sicht stellen kann. Doch die Gastgeber lassen nun nicht locker und kontrollieren meisterhaft das Spiel. Machen unsere Panthers doch einmal ein paar Punkte gut, so legen Stazic & Co. einfach wieder einen Gang zu und stellen den alten Rückstand wieder her. So geht es dann auch in die Endphase dieses dritten Viertels. Dieses endet dann mit einem wahren Dreierfestival. Die letzten vier erfolgreichen Würfe bis zur letzten Viertelpause sind allesamt Dreier, zwei hüben und zwei drüben. Mit einer 75:63-Führung für die Gastgeber geht es dann zum letzten Verschnaufen.
Auch das letzte Viertel beginnt mit einem Blitzstart der Wiener. Diesmal sind es aber nicht 10 Punkte, aber immerhin 4, die ihnen ein 79:63 bringen. Luka Katura ist es danach, der für die ersten Panthers-Punkte in diesem Spielabschnitt sorgt. Er netzt zweimal erfolgreich von der Freiwurflinie ein. Davonte Lacy ist kurz danach gar nicht zimperlich, der ehemalige Ritter streut einen erfolgreichen Fernwurf ein. Unsere Burschen geben zwar nicht auf, versuchen alles ihnen nur irgendmögliche, an das Heimteam gibt es an diesem Abend kein Herankommen mehr. Zu groß ist die Macht von Stjepan Stazic & Co. Sie dominieren weiterhin das Spiel, halten nun bei einem Vorsprung, der sich um die 16 Punkte einpendelt. Luka Gvozden, der vor nicht allzu langer Zeit das Panthers-Dress getragen hat, ist schon längst im Spiel wie auf unserer Seite Stefan Neudecker. So steuert dieses Duell dem Ende entgegen, das die Clubberer mit einem 101:79 für sich entscheiden.
Der heiß ersehnte Auswärtssieg konnte am Sonntag also leider (noch) nicht eingefahren werden. War die erste Halbzeit aus unserer Sicht gar nicht mal so schlecht, war der Start in die zweite dann doch sehr suboptimal. Von diesem Schock konnten wir uns dann eigentlich nicht mehr erholen, zu stark waren die Hausherren danach.
Am kommenden Donnerstag steigt schon das zweite Spiel in dieser Play-Off-Viertelfinal-Serie. Auch diese Begegnung steigt im Hallmann Dome in Wien um 19:00. Bis dahin gilt es, Kraft zu tanken, gut zu trainieren und zu analysieren. Dann, und wie gestern mit einigen Fans im Rücken, wird dieser Auswärtssieg schon gelingen, um am Sonntag bei einem Serienstand von 1:1 das erste Heimspiel dieser Serie bestreiten zu können.
Klaus Vollstuber

Die Ergebnisse im Viertelfinale im Überblick:

Oberwart: Gmunden 61:53

Wels – Kapfenberg 84:74

Vienna – Fürstenfeld 101:79

Traiskirchen – Klosterneuburg 81:79