Team Sieg Cup gegen TK

Mental starke Panthers ziehen durch doppelt verlängerten Raubkatzenduell-Sieg ins Cup-Final-Four ein

Am Abend des Wiener Opernballs stand in unserer Stadthalle Basketball auf dem Programm. Im Rahmen des Cup-Viertelfinales kam es vor eigenem Publikum zum Raubkatzenduell unserer Panthers gegen die Lions aus Traiskirchen, was noch lange in Erinnerung bleiben wird. Erst nach ZWEI Verlängerungen stand der erste Teilnehmer am Cup-Final-Four fest, und  der ist nach einem 99:95-Sieg unsere Mannschaft.
Zu Beginn dieser ganz besonderen Begegnung schenkt unser Trainerteam, also Head Coach Goran Patekar und sein Assistant Coach Adnan Bajramovic, auch diesmal Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Christoper Reyes, dessen bezaubernde Familie wieder vor Ort war, und Wesley Gordon sein Vertrauen. Auf Seiten der Gäste entscheiden sich Head Coach Zoran Kostic und sein Playing Assistant Coach Ramiz Suljanovic für Ex-Panther Sir Shawn L. Ray, Benedikt Güttl, Benedikt Danek, Florian Trmal und Jozo Brkic.
Der Start in dieses Cupspiel ist eine Sache der Löwen, vor allem eine von Shawn Ray. Der ehemalige Panther verwandelt die Anfangsphase in eine One-Man-Show, daß sein Team 4:0 in Führung gehen kann, das ist allein sein Verdienst. Erst nach etwas mehr als 3 Minuten scoren unsere Buben erstmalig, Jakob Ernst bringt uns mit einem Sprungwurf auf 2:4 an die Kostic-Fünf heran. Danach ist wieder Shawn-Ray-Time, der sympathische und nach wie vor ehrgeizige US-Boy performt das 6:2 für die Niederösterreicher. Danach geht es hin und her, beide Teams punkten fast nach Belieben, wie am Fließband wird jedoch nicht gepunktet, vielleicht wurde das Zielwasser aller Akteure durch den Schnee verunreinigt wurde. Die Führung bleibt zunächst bei den Gästen, unsere Burschen lassen sich aber nicht so ohne Weiteres abschütteln. Knapp 3 Minuten vor Ende dieses Spielabschnitts ist es dann endlich so weit, wir können erstmals in Führung gehen. Jakob Ernst jagt nämlich einen Distanzwurf zum 9:8 erfolgreich in die Maschen, wenig später kann Christopher Reyes nachlegen und unsere Führung auf 11:8 ausbauen. Doch obwohl Comebacker Hannes Ochsenhofer und Paul Radakovics ins Spiel eingreifen, drehen die Möllersdorfer vor dem Ende dieses Startviertels das Spiel und gehen mit einem 14:11-Vorsprung in die erste Viertelpause. Unsere Panthers müssen nun rasch ihre Konzentration wiederfinden, um nicht völlig aus der Spur zu geraten.
Der Start in das zweite Viertel verläuft ganz nach Wunsch für unsere Mannen. Die ersten Punkte in diesem Spielabschnitt gehen auf unser Konto, aus einem 11:14 Rückstand machen wir so einen 15:14-Vorsprung. Doch das gegnerische Team ist auch nicht auf der Nudelsuppe dahergekommen, sie drehen den Spieß um, können selbst in Führung gehen und diese auf 21:15 ausbauen.  Doch auch wir können wie die Löwen kämpfen und das tun wir jetzt. Marko Car, Luka Gaspar und Wesley Gordon lassen uns nun 3mal in Serie jubeln, der Ausgleich zum 21:21 ist geschafft. In weiterer Folge entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams geben nun mehr als ihr letztes Hemd, die Führung wechselt nahezu ständig, keiner kann sich vom anderen absetzen. Man merkt, es geht um sehr viel, nämlich um den Einzug in das Final Four des Cups. Da gibt man eben nicht so schnell klein bei. Gegen Ende dieses 2. Viertels, in dem auf unserer Seite auch Stefan Neudecker ins Geschehen auf dem Spielfeld eingreift, können wir uns einen kleinen Vorteil erkämpfen. Nicht zuletzt dank eines wunderbaren Dreipunkters von Marko Car die erste Halbzeit mit einem 38:34 abschließen. Nun geht es erst einmal zur Stärkung in die Kabinen, wo die Trainer das Sagen haben.
Das 3. Viertel beginnt für uns wie das 2., nämlich mit wertvollen Punkten. Diesmal scoren wir zwar nicht 4, aber immerhin 2 durch Christopher Reyes. Denn nun ist auf der Gegenseite Benedikt Güttl zur Stelle, der sich und seine Kollegen auf 4 Punkte an unsere Burschen heranbringt. Christopher Reyes behält nun aber gottseidank die Nerven, er stellt den alten Abstand wieder her. In dieser Tonart geht es nun munter weiter, unsere Panthers legen ein paar Punkte vor, die Löwen können im Gegenzug wieder ein paar Punkte gutmachen. Und was das Wichtigste ist, wir bleiben weiterhin in Front. Unsere Burschen kämpfen eben bis zum Umfallen und das können sie. Grund dafür ist, daß Hannes Ochsenhofer wieder an Bord ist, die Rotation größer macht, was positiv bemerkbar ist. Gegen Ende dieses 3. Viertels haben die Gäste unserer Power nicht viel entgegenzusetzen, wir erzielen vor der Schlußsirene dieses Spielabschnitts noch einige Punkte und begehen die letzte Viertelpause mit einem durchaus bequemen 58:51-Polster. Das Cup-Final-Four ist zum Greifen nah, wir müssen nur weiterhin so konzentriert wie im 3. Viertel ans Werke gehen.
Der Start ins vermeintlich letzte Viertel an diesem Abend ist dürr, dürr wie die Wüste Sahara im Hochsomme. Alle Angriffe, sowohl auf Fürstenfelder als auch auf Traiskirchner, Seite verlaufen im Sand und bringen nichts ein. Erst gute 3 Minuten nach Wiederbeginn klingelt es erstmals in diesem Viertel. Mister Sir Shawn L. Ray bricht diesen Bann und scort 2 Punkte per Sprungwurf. Seine Teamkameraden bleiben weiterhin on fire, punkten noch weitere 2mal und plötzlich sind die Traiskirchen Lions auf einem Punkt an unseren Fürstenfeld Panthers dran. Aber nun könnte es die ersten orangen Punkte in diesem Spielabschnitt geben, denn Marko Car darf sich jetzt an die Freiwurflinie begeben. Wie so oft bleibt er ganz cool, verwertet beide und wir liegen mit 60:57. Da Marko Car unsportlich gefoult wurde, bleiben wir im Ballbesitz, was wir perfekt ausnützen. Paul Radakovics bringt sich jenseits der Dreierlinie ideal in Position, wirft, und wir haben 3 Punkte mehr auf dem Konto. Als dann Hannes Ochsenhofer es gut 4 Minuten vor dem Ende seinem Kumpel Paul Radakovics gleichmacht und ebenfalls aus der Distanz trifft, ist die Tür zum Final Four sehr weit offen. Wir führen jetzt nämlich mit 66:57, liegen also 9 Punkte voran. Doch die Löwen vom Lions Dome knicken jetzt nicht ein, sie mobilisieren nun nochmals ihre allerletzten Kräfte. Wie ein Wirbelwind stürmen sie jetzt übers Parkett, bringen unsere Burschen komplett aus der Fasson. Nach 9 Punkten am Stück schaffen sie den Ausgleich zum 66:66, etwas mehr als 1 Minute ist noch zu spielen. In der letzen Minute gelingt es ihnen sogar, noch in Führung zu gehen, und zwar mit 70:68 durch Florian Trmal. Christopher Reyes kann uns durch 2 Punkte vor dem Ausscheiden aus dem Cup bewahren, eine Verlängerung kann er aber nicht verhindern. Dies könnten jetzt noch andere Akteure in den restlichen knapp 30 Sekunden, tun aber es gibt keine Punkte mehr, es bleibt beim 70:70. Jetzt ist es amtlich, diese Ausgabe des Raubkatzenduells wird verlängert, 5 Minuten kommen drauf.
Der Start in diese Verlängerung gelingt unseren Panthers nach Maß. Jakob Ernst beweist, was für ein cooler Typ er ist und versenkt einen Fernwurf zum 73:70 in die Maschen. Leider können wir nicht nachsetzen, vielmehr kann Benedikt Danek sein Team auf 72:73 an uns heranbringen. Nun wird Marko Car gefoult, er darf für 2 Freiwürfe an die Linie. Aber diesmal versagt ihm einmal seine Wurfhand, der Kroate kann nur den zweiten verwerten. So macht er das Spiel spannend, was die Gäste gleich einmal ausnützen. Sie machen jetzt 6 Punkte in Folge, was für uns schon sportlich katastrophal sein kann. Zur Halbzeit dieser Verlängerung liegen sie mit 78:74 voran, die Kostic-Boys. Die nächsten 4 Punkte in dieser Overtime, darunter 2 aus Marko-Car-Freiwürfen, tragen die Farbe Orange. 78:78 steht es jetzt, gut 1 Minute vor dem Ende dieses Spielabschnitts. Nun probiert es Shawn Ray, er will keine zweite Verlängerung, er will ins Cup-Final-Four, und zwar sofort. Sein Wurf geht nicht in das Rund, auch der Dreierversuch, den Marko Car anbringt, ist nicht von Erfolg gekrönt. Abermals kommt der Ball jetzt zu Shawn Ray, doch auch diesmal scheitert er, der Ball landet nicht im Korb, die Zeit läuft ab. Somit bleibt es beim 78:78, was bedeutet, daß wir an diesem Abend eine zweite Verlängerung erleben werden, ohmeingott.
Auch die zweite fünfminütige Verlängerung beginnt mit einem Dreier von Jakob Ernst, diesem Teufelskerl. 81:78 liegen wir nun voran, hoffentlich können wir das diesmal ausnützen. Doch im Gegenzug kontert Benedikt Güttl postwendend, auch mit einem Dreipunkter. Dies ist leider nur der Startschuß für einen Run der Weinstädter, der erst bei 86:81 aus ihrer Sicht endet. Doch unsere Burschen kämpfen zurück, Jakob Ernst legt einen weiteren Dreier drauf. Aber jetzt sind wieder die Traiskirchner am Zug, am Wurfzug, aus unserer Sicht leider erfolgreich. Es geht weiterhin packend weiter, im Gegensatz zur ersten Verlängerung regnet es in dieser zweiten Punkte en masse. Und gottseidank können unsere Buam ein bißchen mehr punkten als die anderen Buam. Etwas mehr als 90 Sekunden vor dem Ende dieser 2. Overtime gelingt uns durch einen erfolgreichen Distanzwurf von Marko Car der Ausgleich zum 89:89. Jetzt kommt es darauf an, jetzt kann sich die Spreu bei dementsprechender Punkteausbeute vom Weizen trennen. Das Momentum liegt bei den Panthers und das bleibt es auch, denn auch die nächsten 5 Punkte machen wir, machen wir, machen wir. 94:89 liegen wir nun voran, 24 Sekunden sind jetzt noch zu spielen. Die Löwen wehren sich nun noch einmal nach Kräften, unsere Panthers bleiben aber standhaft. 99:95 heißt es am Ende, FÜR UNS. Cup-Final-Four, wir kommen!!!
Was für eine Leistung unserer Panthers bei diesem Raubkatzenduell! Wir hatten wahnsinnig gute Phasen, mußten auch Rückschläge hinnehmen, aber am Ende, ja am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite und somit sind wir neben den Schwänen aus Gmunden, den Flyers aus Wels und den Bulls aus Kapfenberg im Cup-Final-Four, welches am 24./25. März 2018 an einem noch unbekannten Ort stattfindet.
Viel Zeit für Regeneration und Training bleibt nicht, steht doch schon am Sonntag, 11.02.2018, mit Beginn um 18:00, das nächste Spiel unserer Cup-Helden auf dem Programm. Am Abend des letzten Tages dieser Woche sind wir zu Gast beim BC Hallmann Vienna im Hallmann Dome.
Zum Abschluß gibt es auch heute wieder den Link zum Spiel:
Klaus Vollstuber

Scorer: Car 26 (12 Ass.), Reyes 21, Ernst 19, Gordon 14 (17 Reb.), Gaspar 8, Radakovics 8, Ochsenhofer 3 bzw. Ray 20, Güttl 18, Trmal 14, Andjelkovic 12,