Basketball ABL 2016/17 Grunddurchgang 3.Runde  Fürstenfeld Panthers vs Gmunden Swans
Im Bild: Simeon Iliev (16), Austin Steed (5)
 
Copyright Pictorial / A.Novak

office@pictorial.at
www.pictorial.at

 
Austria
Fax: +43 2242 31129
Mobil: +43 664 300 5731

Cup-Aus in Gmunden

Nichts zu holen gab es für die Panthers im Cup-Viertelfinale in Gmunden, ein oranges Cuptrauma am Traunsee. Am Freitag stand für unsere Panthers das Cup-Viertelfinal-Spiel am Traunsee an. Nach dem äußerst knappen Achtelfinalsieg in Mattersburg ist man also nur einen Schritt vom Final Four entfernt. Diesen Schritt wollten wir bei den Gmunden Swans machen, doch dazu sollte es leider nicht kommen. Aufgrund einer desaströsen ersten Halbzeit mußten wir mit einem äußerst ernüchternden 51:78 die Segel streichen und somit aus dem Cup ausscheiden.

Unser Head Coach Pit Stahl vertraut zu Beginn der Mission „Einzug ins Cup-Final-Four“ auf Marko Car, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Hausherren schicken Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, der Ex-Panther Markus Pinezich, Enis Murati, Austin Steed, den in Fürstenfeld nicht unbekannten Adrian Mitchell, Matthias Linortner und Routinier Tilo Klette auf das Parkett der heimischen Volksbank Arena.
Der erste Angriff an diesem Abend ist ein Fall für die Gastgeber. Austin Steed kann jedoch keinen Profit daraus schlagen und verwirft leider, aus seiner Sicht zumindest. Sein Teamkollege Enis Murati macht es dann besser und performed ein Lay-up zum 2:0 für die Traunseestädter. Hannes Ochsenhofer kann glücklicherweise sofort kontern, er probiert es aus der Ferne, ist erfolgreich und unsere 3:2-Führung ist da. In dieser Tonart geht es dann auch in den nächsten Momenten weiter, es geht hin und her, die Führung wechselt ständig. Gut 4 Minuten nach Spielbeginn packt dann Marko Car sein Goldhändchen aus und bringt uns aus der Ferne mit 9:6 in Front. Die Traunseer lassen sich davon aber nicht beeindrucken, sie fighten sofort zurück, und wie. In den nächsten Minuten wirbeln sie über das eigene Parkett, das unseren Akteuren Hören und Sehen vergehen. Sowohl in der Offence als auch in der Defence sind wir den Schwänen jetzt hoffnungslos unterlegen. Erst beim Stande von 18:9 aus Sicht der Swans gelingt uns wieder ein Korb, Marko Car bringt uns mit einem Sprungwurf auf 11:18 heran. 3 Minuten sind in diesem Startviertel noch zu absolvieren, an der Sachlage auf dem Parkett ändert sich aber leider nicht wirklich etwas. Die Oberösterreicher bleiben klar dominierend, die Metapher vom Kaninchen und der Schlange drängt sich jetzt wahrlich auf. Alles hat ein Ende, also auch dieses Viertel, und mit einem Spielstand von 27:15 aus Sicht der Wimmer-Fünf geht es dann in dier erste Viertelpause. Erholung tut nun Not, vor allem für unsere Panthers.
Der zweite Spielabschnitt beginnt mit einem Angriff für unsere Panthers, Marko Car versucht es, ihn erfolgreich abzuschließen. Doch leider bleibt es bei diesem Versuch, sein Sprungwurf bringt nicht 2 Punkte, sondern gar keine. Lukas Schartmüller, einer der Youngster vom Traunsee, macht es da schon besser. Er probiert es aus der Distanz, ist erfolgreich und sein Team führt nun mit 30:15. Altmeister Tilo Klette legt gleich nach und stellt nach etwas mehr als 30 Sekunden nach Wiederbeginn auf 32:15 für die Schwäne. Es schaut nicht gut aus für unsere Panthers, aufgeben sollten sie aber trotzdem nicht. Ein oranger Angriff nach dem anderen vergeht nun, aber der erste Score im 2. Viertel läßt weiterhin auf sich warten, es ist ein Graus. Ganz anders die Gastgeber, sie erzielen nun in Person von Lukas Schartmüller schon ihren 7. Punkt in dieser Spielperiode, und das nach nicht einmal 1 Minute. Kurz darauf gibt es dann endlich den ersten Panthers-Korb in den 2. 10 Minuten, Marino Sarlija bringt uns mit einem Lay-up auf 17:34 an die Schwäne heran, wenn man das überhaupt so bezeichnen kann, bei diesem Spielstand. Auf jeden Fall gelingt es uns in weiterer Folge nicht, weiter Boden gut zu machen, es ist nicht unser Tag. Die Begegnung läuft weiterhin wie auf einer schiefen Ebene weiter, angetrieben von ihren phantastischen Fans befindnen sich die Jungs von Bernd Wimmer im Spielrausch. Aber auf unserer Seite ist auch nicht alles dunkel, der eine oder andere Dreier findet dann doch den Weg in den Korb. Aber um noch etwas zu reißen, ist das viel zu wenig, aber es gibt ja noch eine 2. Halbzeit. Jetzt geht einmal die 1. Halbzeit zu Ende, mit einer klaren und deutlichen 56:26-Heimführung begeben sich beide Teams in die Kabinen.
Um uns noch eine reelle Chance auf das Wunder zu bewahren, sollten wir schon zu Beginn des 3. Viertels einige Punkte aufholen, wobei ein minus 30 schon sehr viel ist. Aber leider gehen unsere ersten Angriffe dieses Spielabschnitts schief, die Hausherren gottseidank treffen auch noch nicht in den Korb. Dies ändert sich 76 Sekunden nach Wiederbeginn, Enis Murati, der wieder so richtig aufblüht hier am Traunsee, versenkt einen Sprungwurf für 2 Punkte. Nachdem auch David Jandl den Ball wieder nicht im Korb unterbringen kann, ist auf der anderen Seite nun Adrian Mitchell, hochtalentierter Sohn vom ehemaligen Panthers-Spieler und -Trainer Aaron Mitchell, zur Stelle und streut gleich einen erfolgreichen Distanzwurf ein. 2 Minuten und 12 Sekunden ist es dann endlich soweit, wir können anschreiben. Simeon Iliev versenkt wenigstens einen von zwei Freiwürfen und sorgt somit für das 27:61. Je länger dieser Spielabschnitt dann dauert, umso besser finden wir in die Partie. Die Konzentration der Schwäne läßt nämlich logischerweise ein wenig nach, unsere Panthers nutzen das aus und starten eine kleine Aufholjagd. Zu Beginn der letzten Viertelpause liegen wir mit 42:66 zurück, dieses 3. Viertel haben wir also mit 16:10 für uns entscheiden können. Vielleicht gibt das den nötigen Auftrieb für das letzte Viertel, wenn die Suppe jetzt eigentlich schon gegessen ist.
Das letzte Viertel beginnt für unsere Panthers an der Freiwurflinie, quasi zumindest. Christoph Astl, unser Kapitän, darf für 2 Freiwürfe an besagte Linie, kann aber leider nur einen davon versenken. Somit steht es danach 43:66 aus unserer Sicht, 9 Minuten und 55 Sekunden liegen noch vor uns, um noch ins Final Four zu kommen. Natürlich werfen wir jetzt alles in die Waagschale, kämpfen beherzt um diese Chance, aufgeben ist nämlich nicht. Die Schwäne sind aber klug genug, sie verwalten das Spiel, halten ihren Vorsprung um die 25 Punkte, diese Tonart wird in den nächsten Minuten beibehalten. Nach und nach, als vollends klar wird, wer hier den Sieg holen wird, kommen auch unsere jungen Burschen, also Luka Gaspar, Ibrahim Alisic und Admir Ado Zukic, auf das Parkett und zeigen ihr Können. Diese Viertelfinal-Partie endet mit einem 5:0-Run für die Traunseestädter, die damit den Endstand von 58:71 besiegeln. Die Gmunden Swans sind somit beim Cup-Final-Four dabei, für unsere Panthers ist das Abenteuer Cup leider beendet.
Jetzt heißt es, dieses Spiel so rasch als möglich, damit man gestärkt in das nächste Spiel gehen kann. Manchmal gibt es eben Tage, an denen man überrannt wird, da ist es einfach schwer, ins Spiel zu finden.
Unser nächstes Spiel ist ein Heimspiel, und dieses steigt schon am Sonntag um 17:00. Der Gegner ist einer, gegen den wir ja erst gespielt haben, und zwar am Freitag. Ja, die Schwäne aus Gmunden sind zu Gast, Revanche ist angesagt, hoffentlich vor vollen Rängen.
Auch heute folgt die Statistik:
Klaus Vollstuber