Neudecker gegen Kapfenberg 300318

Steirer-Derby am Karfreitag geht an die Kapfenberg Bulls

Nur wenige Tage nach der unglücklichen Derby-Niederlage beim Cup.Final-Four am Traunsee kam es am Karfreitag gleich wieder zu einem Steirer-Derby. Diesmal war der Austragungsort unsere Stadthalle, der Spielverlauf aber, der war ziemlich ähnlich. Nach durchaus hartem Kampf gab es leider auch diesmal eine Niederlage für Orange, am Ende des Spiels prangte ein doch deutliches 62:85 von der Anzeige unserer Spielstätte.

Zu Beginn dieses steirischen Duells schenkt unser Trainerteam, also Head Coach Goran Patekar und Assistant Coach Adnan Bajramovic, Jakob Ernst, Luka Gaspar, Kapitän Marko Car, Hannes Ochsenhofer und Wesley Gordon sein Vertrauen. Auf Seiten der Hochsteirer schicken Head Coach Mike Coffin und Assistant Coach Tatiana Gallova Kareem Jamar, Bogic Vujosevic, Ian Moschik, Jozo Rados und Tobias Schrittwieser ins heiße Derbyrennen.

Der erste Angriff an diesem Karfreitagabend ist eine Sache der Mürztaler. Sie können aber kein Kapital daraus schlagen, auf erste Punkte muß man weiterhin warten. Auf unserer Seite ist das genauso, Luka Gaspar probiert es per Sprungwurf, wie Jozo Rados vorhin bleibt aber auch er erfolglos. Anschließend macht es Jozo Rados und danach auch Wesley Gordon besser, nach 94 Sekunden steht es 2:2. Tobias Schrittwieser ist kurz danach von außen zur Stelle, und schon führt sein Team mit 5:2. Jakob Ernst bringt uns nun per Dunk auf 4:5 heran, doch wieder ist Tobias Schrittwieser zur Stelle, 3 abermalige Punkte von ihm bedeuten das 8:4 für die Hochsteirer. In dieser Tonart geht es in der Folge weiter, die Coffin-Fünf legt einige Punkte vor, unsere Mannen gelingt aber immer sogleich, auf das gegnerische Team heranzukommen. Die Führung können wir zwar voerst nicht überreden, der Rückstand bleibt christlich. In den letzten 3 Minuten dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite auch Paul Radakovics zum Einsatz kommt, kippt das Spiel ein wenig, die Kapfenberger können uns einige Punkte enteilen. So geht es mit einem 17:26 in die erste Viertelpause, nach einer kurzen Pause kann es dann mit dem zweiten Spielabschnitt weitergehen, mehr Panthers-Punkte könnten es dann schon sein. Dieses Kind werden wir schon schaukeln.

Das 2. Viertel ist nur 8 Sekunden alt, da klingelt es schon die ersten Punkte. Da Paul Radakovics der Wohltäter ist, kommen wir damit auf 19:26 an unsere Gegner heran. Auf der Gegenseite aber, da zeigt jetzt Milan Stegnjaic, der ja auch eine Zeitlang für unsere Panthers mit vollstem Herzen und größter Leidenschaft tätig war, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Sein erfolgreicher Sprungwurf bringt 3 Punkte für die Böhlerstädter, Respekt Stego! Youngster Roland Reinelt, der sehr zu unserer Freude und auch der seines Vaters Kurt Panner immer besser wird, zeigt zum wiederholten Male sein Riesentalent und fettet unser Punktekonto um 2 auf. Immer wenn man glaubt, daß man dem regierenden Cupsieger näherkommt, so auch jetzt, setzt es wieder Gegenpunkte, diesmal ist Brian Oliver mit 2 Freiwürfen erfolgreich. Wir Panthers geben aber nicht klein bei, so bleibt unser Rückstand bei noch annehmbaren 10 Zählern. Doch ohne Christopher Reyes, der zwar noch da ist, auch bei den Spielen, aber nicht auf dem Parkett eingreifen darf, geht uns am Ende dieses wie auch im ersten ein wenig die Luft aus. Auch diesmal können die Kapfenberger Bulls unsere Unpäßlichkeit ausnutzen, das 2. Viertel endet bei einem Stand von 33:48, und das obwohl uns auch wie schon gesagt Roland Reinelt, Stefan Neudecker und Klaus Reinelt geholfen haben. Jetzt wird einmal die Halbzeitpause zelebriert, für die Spieler geht es in die Kabinen, wo die Coaches das Sagen haben. Auf daß unsere Panthers in der 2. Halbzeit wieder schnell zurück in die Spur kommen, um noch etwas zu reißen!

Das 3. Viertel beginnt mit einem Angriff unserer Gäste, die daraus aber kein Kapital schlagen können. Tobias Schrittwieser probiert es wieder jenseits der Dreipunktelinie, dieses Mal ist er aber nicht erfolgreich. Ganz anders Routinier Hannes Ochsenhofer, der es zwar nicht von draußen versucht, aber vielleicht gerade deshalb von Erfolg gekrönt ist. Sein Wurf ist 2 Punkte wert, somit liegen wir nun 35:48 zurück. Die Obersteirer verlieren ein wenig ihre Konzentration, die Wirkung ihres Zielwassers scheint nachzulassen. Sie versemmeln nämlich 3 Chancen auf mehr Punkte in Folge, was bei uns Hoffnung aufkeimen läßt. Tatsächlich können wir nun einige Punkte gutmachen, so leicht lassen wir uns auch wieder nicht unterkriegen. Aber je länger diese Spielperiode dauert, desto mehr schwinden auf unserer Seite wieder die Kräfte, der Rückstand aber, der wird immer größer. Die Vorkommnisse der letzten Tage können eben nicht spurlos an unseren Akteuren vorübergehen. Mit einer Hypothek von 46:63 gehen wir in die letzte Viertelpause, die Entscheidung scheint gefallen, weiterkämpfen heißt die Devise.

Das letzte Viertel beginnt für uns eigentlich ganz gut. Marko Car kommt zum Ball, riskiert ein Layup, ist damit erfolgreich und wir liegen „nur mehr“ mit 48:63 zurück. Brian Oliver auf der Gegenseite macht das nun viel besser, er positioniert sich jenseits des großen Wurfkreises, springt in die Luft, wirft den Ball Richtung Korb, und sein Team hat 3 Punkte mehr auf dem Konto. Dann wird es einige Momente ziemlich ruhig, keiner jubelt über Punkte, es regnet nämlich auch keine. Nun tritt Marko Car für 2 Freiwürfe an die Linie, verwerten kann er aber leider nur einen. Milan Stegnjaic ist jetzt wieder einmal zur Stelle, er sorgt für weitere 3 Zähler von Downtown. Das ist jetzt wie der Schuß ins Herz, quasi der Todesstoß. Jakob Ernst ist zwar noch von der Distanz erfolgreich, was aber eher Ergebniskosmetik ist. Nach und nach verlassen auf unserer Seite die Routiniers das Spielfeld, sodaß 5 Burgenländer die letzten Minuten bis zur Schlußsirene bestreiten. Diese ertönt dann bei einem Spielstand von 62:85, Feierlaune kommt bei uns und unseren Fans jetzt beileibe nicht auf.

Eine Niederlage von 23 Punkten hört sich nach sehr viel an, man kann auch an Chancenlosigkeit denken. Ersteres stimmt für uns im Falle Karfreitagsderby, zweiteres kann man so nicht ganz stehenlassen. Unsere Mannschaft hat alles gegeben, was sie zur Zeit draufhat, aber gegen die Dominanz und die Athletik der Kapfenberg Bulls ist für uns zur Zeit kein Kraut gewachsen.

Zu Ostern feiert man ja bekanntlich die Auferstehung Jesu Christi, feiern können dies unsere Panthers aber heuer nicht wirklich. Steht doch das nächste Spiel, wieder ein Heimspiel. Am Ostermontag um 18:00 empfangen wir in unserer Stadthalle UBSC Graz, hoffentlich vor mehr Fans als am Karfreitag.

Zum Abschluß gibt es auch diesmal wieder den Link zum Spiel:

https://tinyurl.com/yb6p6act

Klaus Vollstuber

Topscorer Panthers: Ernst 15, Car 11, Gordon 11, Neudecker 10

Genauer Spielbericht folgt