Astl gegen Gmunden 12.2.

Brav gekämpft – dennoch verloren

Revanche unserer Panthers gegen die Schwäne mißglückt.
Am späten Sonntagnachmittag empfingen unsere Panthers im Rahmen der 23. Runde die Schwäne aus Gmunden. Diese Begegnung konnte man als Revanche beizeichnen, da unsere Burschen 2 Tage zuvor im Cup-Viertelfinale derselben Mannschaft in deren Heimhalle unterlagen waren. Trotz aufopferungsvollen Kampfes gelang diese Revanche nicht, wir mußten mit einem knappen 68:74 die Segel streichen.
Zu Beginn dieser Partie gibt unser Head Coach Pit Stahl trotz des Cup-Ausscheidens am Traunsee derselben Starting Five, also auf Marko Car, Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Schwäne schicken Head Coach Bernd Wimmer und sein Assistant Coach, der Ex-Panther Markus Pinezich, Enis Murati, Adrian Mitchell, Toni Blazan, Matthias Linortner und Altmeister Tilo Klette auf das Parkett unserer Stadthalle.
Der erste Angriff an diesem Nachmittag ist eine Sache für unsere Panthers. Hannes Ochsenhofer probiert es gleich einmal von außen, aber sein Wurf mißlingt, der Ball landet leider nicht im Korb. Auf Seiten der Traunseestädter macht es Tilo Klette schon besser, nach einem Defensivrebound vollendet er den Angriff mit einem Sprungwurf für 2 Punkte. Dann passiert 2 Minuten lang nichts, ehe Hannes Ochsenhofer nach einem Foul an ihn für 2 Freiwürfe an die Linie gehen darf. Da er beide dieser Freiwürfe im Korb versenkt, ist der Ausgleich zum 2:2 perfekt. In den nächsten Minuten wähnt man sich als eingefleischter Panther im falschen Film. Die Gäste aus Oberösterreich erzielen Korb um Korb, machen hinten dicht, und unsere Burschen machen leider das genaue Gegenteil davon. So dauert es sage und schreibe bis zur 8. Minute bis zum nächsen orangen Score. Marino Sarlija ist der erste, der seine Verunsicherung ablegt, 2 Punkte durch ein Lay-up erzielt und auf 4:16 stellt. Bis zum Ende dieses Spielabschnitts, in dem auf unserer Seite Paul Radakovics, Stefan Neudecker, Kapitän Christoph Astl und Ibrahim Alisic zum Einsatz kommen, können wir uns dann doch halbwegs erfangen, ein paar Punkte aufholen und mit 12:20 in die erste Viertelpause gehen. So soll und kann es weitergehen.
Das 2. Viertel sollte aufgrund der Gesamtsituation auf dem Parkett mt Punkten unserer Herren Panthers beginnen, aber leider kommt es anders, ganz anders. Austin Steed und Lukas Schartmüller besorgen innerhalb einer Minute für 5 Punkte und lassen somit die Aufgabe für unsere Mannen wieder etwas größer werden. Doch aufgeben sollten wir nicht und wenn Marko Car so wie jetzt einen lupenreinen Dreier und einen Freiwurf einstreut, dann kann das schon noch was werden. Und da auch Christoph Astl scoren kann, sind wir nach knapp 3 Minuten nach Wiederbeginn nur mehr 7 Punkt hinter unsern Gästen vom Traunsee, es steht 18:25. Nach einem erfolgreich verwerteten Freiwurf von Ex-Panther Toni Blazan bringt uns Paul Radakovics mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz auf 21:26 heran, wir liegen nur mehr 5 Punkte hinten. Michael Ojo auf Seiten der Traunseer kontert, ebenfalls per Wurf aus der Distanz, sofort und wir liegen wieder 8 Punkte zurück. Der in Fürstenfeld nicht ganz unbekannte Adrian Mitchell darf sich nun an die Freiwurflinie begeben, dort zeigt er was er kann und verwertet beide zum 31:21 aus Sicht seines Teams. Unsere Burschen aber geben nicht klein bei, kämpfen sich zurück und gute 2 Minuten vor der Halbzeitpause ist unser Rückstand auf 5 Punkte herabgeschmolzen. Doch wer glaubt, daß das jetzt bis zur Halbzeitsirene so weitergeht, der hat die Rechnung ohne die Swans gemacht. Die legen nun einen Zahn zu, werfen noch ein paar Körbe mehr als unsere Panthers, was bedeutet, daß wir mit einem 27:39 den Gang in die Kabine antreten müssen. Verloren ist aber natürlich trotzdem nichts.
Zu Beginn der 2. Halbzeit versucht es Marko Car von außen, doch sein Versuch, unseren Rückstand einstellig werden zu lassen, scheitert aber leider. Marino Sarlija und David Jandl springen anschließend aber gottseidank für ihren kroatischen Kollegen in die Bresche und bringen uns mit 5 Punkten en suite 7 Punkte an die Oberösterreicher heran. Doch diese lassen sich davon nicht einschüchtern und ziehen durch einen sehenswerten Dreipunkter von Adrian Mitchell wieder auf 10 Punkte davon. In dieser Tonart geht es in der nächsten Zeit weiter. Immer wenn unsere Mannen die aufopferungsvoll kämpfen und alles geben, bis auf ein paar Punkte an die Wimmer-Fünf herankommen, kontern diese und ziehen wieder davon. Das erinnert einen stark an Sisyphos, der seinen Stein den Berg hinaufrollt, ihn dann aber immer wieder kurz vor dem Gipfel verliert und er ihn wieder am Beginn des Hanges wiederaufnehmen muß. Aber auch diese 10 Minuten dieses 3. Viertels, in dem bei uns Admir Ado Zukic neu ins Spiel kommt, gehen vorbei. Beim Ertönen der Schlußsirene prangt ein 49:60 von der Anzeigentafel, nach der letzten Viertelpause kann es dann mit dem letzten Viertel weitergehen. Wir können den Heimsieg noch immer schaffen, aber nur alle gemeinsam und mit viel Glück.
Das letzte Viertel beginnt ganz nach dem Geschmack für uns Panthers. Paul Radakovics wirft von außen trifft, und wir liegen nur mehr mit 52:60 zurück. Doch Michael Ojo läßt unsere Hoffnungen, noch näher an die Oberösterreicher heranzukommen, mit 2 erfolgreichen Freiwürfen vorerst zunichte. Während unsere nächsten Angriffe erfolglos verlaufen, darf auf Seiten der Gäste Austin Steed für 2 Freiwürfe an die Linie, kann zwar nur einen davon verwerten, aber sein Team liegt nun trotzem 11 Punkte voran. In den nächsten beiden Minuten kann keine der beiden Mannschaften scoren, und danach sind es leider die Gmundner, die dies tun. Tilo Klette bringt mit einem erfolgreichen Distanzwurf seine Kollegen in eine sehr gute Position. Doch unsere Burschen wollen sich nicht geschlagen geben und ausgehend eines Dreipunkters von Marko Car beginnen wir eine Aufholjagd. Angetrieben von unseren unglaublichen Fans können wir unseren Rückstand schmelzen lassen wie einen Schneemann im Frühling, aber 2 Punkte bleiben noch, nachdem Hannes Ochsenhofer 45 Sekunden vor Schluß einen Wurf aus der Distanz im Korb unterbringen kann. 14 Sekunden sind noch zu spielen, wir liegen immer noch 2 Punkte zurück, in Zahlen 68:70. Nun darf Simeon Iliev für 2 Freiwürfe an die Linie, mit denen er zum 70:70 ausgleichen kann. Er wirft den ersten, der Ball landet nicht im Korb. Er wirft den zweiten, und auch dieser landet nicht im Korb. Halleluja. Auf Seiten der Bernd-Wimmer-Fünf machen es Michael Ojo wesentlich besser. Er darf 2mal für je 2 Freiwürfe an die Linie und er verwertet alle 4 zum Endstand von 74:68 für sein Team. Uns bleibt die Erkenntnis, auch das zweite Spiel in Folge gegen die Schwäne aus Gmunden verloren zu haben.
Man hat wiederholt gesehen, daß wir eine hochtalentierte Truppe haben, auch gestern. Diese kann ihre Spiele aber nur gewinnen, wenn alle über die vollen 40 Minuten alles geben, hochkonzentriert zur Sache gehen, etwas Glück haben und GEMEINSAM spielen. Wenn unsere Burschen das beherzigen, dann wird unser Weg heuer ohne Weiteres in die Play Offs führen.
Diese Woche können unsere Panthers sich ein wenig erholen und ordentlich trainieren Es steht nämlich nur ein Spiel an, und zwar am Samstag um 19:00 in Kapfenberg gegen die Bulls. Es ist also Derbytime!
Hier gibts auch heute wieder nachfolgend die Statistik:

Scorer: Car 16, Sarlija 12, Astl 10, Ochsenhofer 8, Jandl 7, Radakovics 6, Iliev 6, Neudecker 3 bzw. Klette 22, Ojo 15

Klaus Vollstuber