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Tapfere Panthers verlieren in Wels doppelt

Nach dem relativ klaren Derbysieg am Montag in Kapfenberg ging es für unsere Panthers am Nationalfeiertag schon wieder auf Reisen. Das Ziel unserer Reise war die Raiffeisen Arena in Wels, wo wir trotz aufopferungsvollen Kampfes den Kürzeren ziehen mußten. Der WBC behielt mit 76:68 die Oberhand, Expanther Dejan Cigoja war mit 20 Punkten bester Werfer für sein neues Team.
Panthers-Head-Coach Pit Stahl setzt zu Spielbeginn auf die üblichen Verdächtigen, also besteht unsere Starting Five aus Jakob Ernst, Marko Car, Hannes Ochsenhofer, Marino Sarlija und Simeon Iliev. Auf Seiten der Hausherren, bei denen Davor Lamesic aufgrund einer Rückenverletzung passen muß, probieren es Head Coach Mike Coffin und sein Assistant Coach Dana Beszczynski mit Thomas Csebits, den beiden Expanthern Kevin Payton und Dejan Cigoja, De Juan Wright und Ales Chan.
Der erste Angriff dieses Spiels am Nationalfeiertag gehört unseren Panthers. Marko Car probiert es von außen, doch sein Wurf aus der Distanz findet leider nicht das Ziel. Besser macht es da schon Dejan Cigoja, der letzte Saion noch das Panthers-Dress trug. Sein Wurf aus der Vorstadt ist erfolgreich und schon steht es 3:0 für sein Team. Hannes Ochsenhofer und Marko Car bleiben trotzdem ruhig und erzielen 7 Punkte in Folge, erste Freude kommt im orangen Lager auf. Doch anders als in Kapfenberg läuft unser Werkl leider nicht so rund weiter, uns fehlt ob des schweren Spiels 2 Tage zuvor die Frische. Das wiederum nutzen die Gastgeber eiskalt aus und erspielen sich schnell eine knappe Führung. Diese können sie immer weiter ausbauen, am Ende dieses Startviertels, in dem auf unserer Seite Paul Radakovics und Kapitän Christoph Astl neu ins Spiel gekommen sind, liegen die Oberösterreicher mit 24:14 voran. Die nun folgende erste Viertelpause brauchen unsere Mannen wie einen Bissen Brot.
Das 2. Viertel beginnt für unsere Panthers etwas besser als das 1. Paul Radakovics versucht es von außen und ist damit erfolgreich. Oscar Schmit, der mittlerweile auch das Parkett betreten hat, dämpft die Hoffnung unseres Teams nach einer kleinen Schaffenspause beider Teams und stellt durch einen sehenswerten Dreier die alte Ordnung wieder her. Unser Team probiert alles, aber wir können in weiterer Folge nicht an die ausgezeichnete Leistung von Walfersam nicht anschließen. Wir verlieren immer mehr den Zugriff zu dieser Begegnung, so können die Mannen von Mike Coffin ihre Führung stetig ausbauen. Gut 3 Minuten vor dem Pausentee führen sie mit 43:26, Ratlosigkeit macht sich bei uns breit. Bis zur Halbzeitsirene gelingt uns wenigstens ein wenig Schadensbegrenzung, mit einem 32:46 geht es jetzt in die Kabinen, ein wenig Ruhe ist angesagt, auch für den neu ins Spiel gekommenen Luka Gaspar.
Die Halbzeitpause scheint unserer Mannschaft sehr gut getan zu haben, besonders Marko Car. Der Kroate bringt uns mit 5 Punkten en suite auf 9 Punkte an die Messestädter heranbringen. De Juan Wright ist danach zwar mit 2 Punkten für sein Team zur Stelle, doch Hannes Ochsenhofer knallt nun dem WBC einen Dreipunkter nach Maß in die Maschen. Jetzt kommen wir immer besser ins Spiel, unser Rückstand pendelt sich bei ungefähr 10 Punkten ein, bis wieder einmal Dejan Cigoja mit einem Distanzwurf unsere Hoffnung im Keim erstickt. Und so wird der Vorsprung der Gastgeber wieder etweas größer, knappe 4 Minuten vor Ende dieses Viertels beträgt das Guthaben 15 Punkte. Da haben sie die Rechnung aber uns gemacht, denn nun bündeln wir unsere Kräfte und blasen zu einer Aufholjagd. Diese wird dann von der Schlußsirene dieses Spielabschnitts gestoppt, mit einem doch Hoffnung gebenden 50:60 geht es nun in die letzte Viertelpause.
Den ersten Punkt im letzten Viertel erzielt zwar Ales Chan mit einem von 2 Freiwürfen, aber das bringt uns nicht aus dem Konzept. Wir geben weiterhin Gas, um nicht zu sagen Vollgas. Die Hausherren wirken zunehmen konsterniert, der Ausfall von Damir Lamesic zeigt doch Wirkung. So gelingt es uns, den Rückstand auf das Heimteam immer weiter schrumpfen zu lassen. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Marko Car ist es dann fast so weit, 5 Minuten vor Schluß liegen wir nur mehr 58:61 zurück. Thomas Csebits sorgt quasi im Gegenzug durch einen erfolgreichen Distanzwurf für ein wenig Luft für sich und seine Kollegen. Auf der anderen Seite wird es mit unserer Luft ein wenig enger, fallen doch Hannes Ochsenhofer und Simeon Iliev mit einer Verletzung bzw. durch das 5. Foul aus und das stellt uns vor eine große Herausforderung. Der Siegeswillen unserer Mannen ist riesig, und so nehmen wir diese an und hauen noch einmal alles auf das Parkett, was wir noch haben. Es entwickelt sich jetzt ein wahrer Krimi, beide Teams geben alles, das Publikum kann gar nicht mehr sitzen. So verrinnt die Zeit, die Minuten werden zu Sekunden, die Sekunden sind plötzlich nicht mehr da, der Sieg des WBC leider in trockenen Tüchern. Mit einem 68:76 müssen wir an diesem Abend leider vorliebnehmen und mit einer Niederlage die Heimreise antreten. Damit sind wir auch die Tabellenführung los, nun haben sie die Welser übernommen.
Obwohl dieses Spiel in Wels verloren gegangen ist, darf und kann man unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat die fehlende Frische aufgrund des Kapfenberg-Spiels nur 2 Tage zuvor im Laufe des Spiels ganz gut kompensieren können. Leidergottes wurde unser Flow im letzten Viertel durch die Ausfälle gedämpft, die Moral danach war groß, das Resultat zum Schluß leider nicht. Wir können eben nicht alles gewinnen, alle haben wieder alles gegeben, auch darauf kann man aufbauen.
Aufgrund einer Veranstaltung, die unsere Stadthalle das ganze Wochenende über in Beschlag nimmt, findet unser nächstes Heimspiel erst am Montag statt. Um 19:30 empfangen wir an diesem Tag den BC Vienna, der ja am Nationalfeiertag die Kapfenberg Bulls ordentlich in die Schranken gewiesen hat. Also, liebe Panthers-Fans, kommt alle in die Halle, Sky kommt diesmal nicht!
Scorer: Car 25, Iliev 18, Ochsenhofer 11, Ernst 9, Radakovics 3, Astl 2
Natürlich gibts jetzt noch zum Abschluß alles zum Spiel, das folgt!
Klaus Vollstuber